VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 6,85%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 6,32%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 4,77%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 4,51%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 4,22%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 4,02%
HDD
Heidelberger Druckm.
Anteil der Short-Position: 3,72%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,56%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 3,15%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 3,13%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 3,09%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 2,94%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 2,85%
ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 2,63%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 1,79%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 1,75%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 1,51%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 1,19%
GFT
GFT Technologies
Anteil der Short-Position: 1,09%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,72%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 0,60%
CLIQ
CLIQ DIGITAL
Anteil der Short-Position: 0,59%
ENR
SIEMENS ENERGY
Anteil der Short-Position: 0,49%

Beiersdorf: DAX-Aktie gelingt Kurspflege

Kaum eine DAX-Aktie ist derart hoch bewertet wie Beiersdorf. So wird der Nivea-Konzern mit dem 5,6-Fachen des Buchwerts gehandelt. Im Schnitt kommen DAX-Unternehmen hier gegenwärtig auf eine Relation von rund 1,7. Und auch ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 27, gepaart mit einer mageren Dividende von etwas mehr als 1,0 Prozent, sehen nicht gerade nach einem Einladungsschreiben für ein Investment aus. Kein Wunder, dass der Anteilschein in den vergangenen Monaten eine ausgeprägte Konsolidierungsphase einlegte, während der DAX kräftig anzog. Hinzu kam, dass der Halbjahresbericht nicht voll den Erwartungen der Investoren entsprach.

Höchste Zeit für eine Kurspflege also – und die gelang nun: Mit Vorlage der unerwartet guten Neun-Monats-Zahlen ist der Kurs des Nivea-Konzerns nämlich wieder auf das Niveau von Anfang April zurückgespurtet. So liegt Beiersdorf per Ende September beim Umsatz mit 4,674 Mrd. Euro um knapp 2,4 Prozent oberhalb des entsprechenden Vorjahreswerts. Für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ergibt sich gar ein Plus von 16 Prozent auf 650 Mio. Euro. Damit zieht Beiersorf aus jedem Euro Umsatz einen operativen Gewinn von fast 14 Cent. Da kann man nicht meckern. Rund 85 Prozent der Erlöse von Beiersdorf entfallen auf den Bereich „Consumer“ (Nivea, Eucerin, La Prairie). Hier kamen die Hamburger nach neun Monaten auf eine operative Rendite von 13,1 Prozent. Die restlichen Umsätze verbucht der Konzern im Bereich „Tesa“, der wesentlich stärkeren konjunkturellen Schwankungen unterworfen ist. Zum dritten Quartal lag die EBIT-Marge von Tesa – auch bedingt durch einen Sondereffekt – bei 17,7 Prozent.

 

Beiersdorf  Kurs: 102,950 €

 

Für das Gesamtjahr 2013 rechnet Beiersdorf-Vorstandschef Stefan F. Heidenreich mit einem Erlösanstieg im Konzern von sechs bis sieben Prozent. Die EBIT-Rendite des Konzerns soll bei rund 13 Prozent liegen – also leicht unterhalb des Neun-Monats-Niveaus. Das klingt zunächst nicht sonderlich prickelnd. Gemessen an der Halbjahresbilanz ist das Unternehmen aber offensiver geworden. Schließlich sprach Heidenreich zuletzt nur von einem Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent und einer operativen Marge von zwölf bis 13 Prozent. Große Hoffnungen setzt das Unternehmen dabei auf seine „Blue Agenda“: Im Kern geht es hier um die weitere Stärkung der Marken und forcierte Aktivitäten in den Wachstumsmärkten der Schwellenländer.

 

Beiersdorf  Kurs: 102,950 €

 

Trotz der verbesserten Aussichten bleibt die Beiersdorf-Aktie fundamental hoch bewertet. Anleger müssen darauf vertrauen, dass der enorme Markenwert von Nivea noch weiter ausgebaut werden kann und eine solide Grundlage für weiteres Wachstum darstellt. Zudem bekommen Investoren eine solide Bilanz: Die Eigenkapitalquote beträgt per Ende September fast 57 Prozent. Liquide Mittel und Wertpapiere türmen sich auf 1,67 Mrd. Euro. Finanzverbindlichkeiten bestehen fast nur in Form von Pensionsrückstellungen. Dem steht ein Börsenwert von 18,2 Mrd. Euro entgegen. Unterm Strich reicht es bei der Aktie aber wohl nur für eine Halten-Empfehlung. Nach der Kursrallye von Ende 2011 bis Anfang 2013, die den Titel von 40 auf mehr als 70 Euro beförderte, ist das Potenzial eng limitiert. Lediglich aus charttechnischer Sicht ist der jüngste Aufwärtsschub wohl als ein positives Signal zu werten. Großartige Widerstände sind bald nicht mehr auszumachen. Fazit: sauberes Unternehmen, aber auch super teuer.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Beiersdorf
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
520000 102,950 Kaufen 25.943,40
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
29,41 31,49 0,93 36,33
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,87 26,13 3,40 20,57
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,70 0,70 0,68 14.04.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
28.04.2022 04.08.2022 27.10.2022 01.03.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
5,97% 10,65% 13,91% 1,08%
    

 

Foto: Beiersdorf AG

 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.

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