H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 6,90%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 6,44%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 6,26%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 5,79%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 4,94%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 3,56%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,43%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 3,30%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,13%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 2,50%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 1,83%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,75%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,66%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,63%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,24%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 1,19%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,12%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 1,11%
EUZ
Eckert & Ziegler
Anteil der Short-Position: 0,70%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,63%
M5Z
Manz Automation
Anteil der Short-Position: 0,50%
MUX
MUTARES
Anteil der Short-Position: 0,50%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 0,50%

B+S Banksysteme: Ziel verfehlt

Vor wenigen Wochen präsentierte Wilhelm Berger, Vorstand von B+S Banksysteme, noch in Potsdam vor Investoren und der Finanzpresse. Zwar machte Berger da – mit Rücksicht auf den zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlichten Geschäftsbericht für 2020/21 (30. Juni) – einen großen Bogen um aktuelle Zahlen. Doch boersengefluester.de hatte nicht zwangsläufig den Eindruck, dass sich insbesondere auf der Ergebnisseite eine saftige Enttäuschung anbahnen würde. Umso verständlicher, dass die jetzt präsentierten Zahlen für Frust an der Börse sorgen. Bei einer Umsatzsteigerung von sechs Prozent auf 10,44 Mio. Euro drehte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nämlich nur von minus 206.000 Euro auf plus 208.000 Euro. Zum Vergleich: Ursprünglich avisiert hatte der Finanz-Softwareanbieter ein EBIT von 1,5 Mio. Euro. Zur Vorlage der Q3-Zahlen im Mai gab es dann eine erste Einschränkung der Münchner, wonach das EBIT – je nach Umsetzung eines größeren Lizenzgeschäfts – womöglich auch nur 0,8 Mio. Euro erreichen könne.

Entsprechend enttäuschend sind die nun präsentierten knapp 0,21 Mio. Euro EBIT. Bei solch einer Gemengelage wäre ein transparente Erklärung über die Ursachen der nochmals deutlicher als gedachten Zielverfehlung sicher hilfreich gewesen. Doch Vorstand Wilhelm Berger bleibt in seinem Vorwort nur an der Oberfläche: „Die Prognose aus dem letzten Geschäftsbericht hat sich in puncto „geplantes Neugeschäft“ nicht erfüllt. Die geplanten Aufträge konnten zwar noch gegen Ende des vierten Quartals des Geschäftsjahres abgeschlossen werden, jedoch konnten die erhaltenen Anzahlungen hieraus und die bereits getätigten Vorleistungen nicht in den Erlös gebucht werden.“ Also doch alles nur halb so schlimm, zumal Berger ebenfalls betont, dass die „erhaltenen Aufträge strategisch hoch interessant sind und in der Zukunft langfristige Wartungs- und ASP-Umsätze generieren“?

B+S Banksysteme  Kurs: 3,840 €
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 8,21 10,24 9,83 9,05 9,85 10,44 12,50
EBITDA1,2 1,35 3,31 2,56 0,74 1,40 1,76 3,60
EBITDA-Marge3 16,44 32,32 26,04 8,18 14,21 16,86 28,80
EBIT1,4 0,75 2,65 1,71 -0,20 -0,21 0,21 2,00
EBIT-Marge5 9,14 25,88 17,40 -2,21 -2,13 2,01 16,00
Jahresüberschuss1 0,59 1,67 1,07 -0,33 -0,27 0,23 1,04
Netto-Marge6 7,19 16,31 10,89 -3,65 -2,74 2,20 8,32
Cashflow1,7 1,39 3,00 3,94 -0,52 2,09 0,73 2,40
Ergebnis je Aktie8 0,09 0,27 0,17 -0,05 -0,05 0,04 0,17
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG

Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr sieht jedenfalls Erlöse von 12,5 Mio. Euro sowie ein EBIT von rund 2 Mio. Euro vor. Das ist zugegebenermaßen ein Tick weniger als von uns erwartet, gemessen am aktuell auf 20,5 Mio. Euro gestutzten Börsenwert aber dann doch wieder recht ordentlich. Schwer einzuschätzen allerdings, welchen Puffer sich Berger in der Prognose eingebaut hat. Nur liefern muss B+S Banksysteme auch mal verlässlich. Ansonsten wird die Grundhaltung der Investoren eher skeptisch bleiben. Eigentlich schade, denn in B+S schlummert bestimmt viel mehr Potenzial, als es an der Börse sichtbar ist.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
B+S Banksysteme
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
126215 3,840 Halten 23,85
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
17,45 19,13 0,91 36,23
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,86 32,76 2,28 13,12
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 01.12.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
15.11.2021 15.02.2022 13.05.2022 30.09.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
5,76% 7,14% 57,38% 37,14%
    

Foto: Joshua Hoehne


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.