VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,18%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 7,34%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 6,26%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 4,82%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 4,65%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 4,38%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 4,32%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 3,81%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 3,67%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 2,73%
ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 2,72%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,28%
SGL
SGL Carbon
Anteil der Short-Position: 2,26%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 2,13%
NB2
NORTHERN DATA INH
Anteil der Short-Position: 1,97%
HYQ
Hypoport
Anteil der Short-Position: 1,88%
O2D
TELEFONICA DTLD HLDG
Anteil der Short-Position: 1,59%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 1,48%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,43%
ADS
Adidas
Anteil der Short-Position: 1,29%
AG1
AUTO1 GR. INH
Anteil der Short-Position: 0,77%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 0,50%
PNE3
PNE Wind
Anteil der Short-Position: 0,50%

Die indirekten Profiteure der E.ON-Aufspaltung

Als der DAX-Konzern E.ON bekannt gab, dass er sich in zwei Unternehmen aufspalten wolle, war das wie eine Initialzündung. Nach Auffassung der Analysten ist Trennung von Atom, Kohle, Gas und den erneuerbaren Energien eine konsequente Lösung, die dem DAX-Konzern vor allen Dingen auch politische Optionen öffnet. Schließlich geht es darum, die Risiken aus dem geforderten Atomausstieg abzufedern – ganz nach dem Vorbild einiger Banken, die ihre Risikokredite aus der Finanzkrise ebenfalls in sogenannte Bad Banks auslagerten. Für die mittlerweile seit zwei Jahren lustlos zwischen 12 und 15 Euro dahin dümpelnde E.ON-Aktie hat sich die Stimmung jedenfalls merklich verbessert. Und ein signifikantes Überschreiten der Marke von 15 Euro würde vermutlich neue Kräfte freisetzen.

Soweit der erste Teil der Geschichte. Findige Börsianer machen sich bei solchen Großereignissen – und als das kann man den Konzernumbau von E.ON getrost bezeichnen – aber stets auf die Suche nach indirekten Profiteuren. In diesem Fall lenkt das den Blick auf die Betreiber von Solar- und Windparks. Immerhin kündigte der DAX-Konzern an, dass er – neben der Modernisierung der Verteilnetze – einen besonderen Schwerpunkt auf den Ausbau von Windenergie und Solar legen wird. Dafür wird das ohnehin schon gigantische Investitionsbudget von 4,3 Mrd. Euro nochmals um 500 Mio. Euro aufgestockt. Die Spekulation: Möglicherweise schaut sich E.ON ja auch unter den börsennotierten Betreibern von Solar- und Windparks um.

 

E.ON  Kurs: 9,188 €

 

Erste Adresse in Deutschland ist hier das im SDAX gelistete Unternehmen Capital Stage. Die Hamburger bewirtschaften zurzeit 41 Solar- und 6 Windparks mit einer Gesamtleistung von 313 Megawatt. Unter Kapitalmarktexperten genießt Capital Stage einen tadellosen Ruf und ist bestens in der Wirtschaft verdrahtet. Zum Aktionärskreis zählen bekannte Investoren wie die Hamburger Unternehmer Albert Büll und Cornelius Liedke, Ex-Douglas-Chef Jörn Kreke oder Peter-Alexander Wacker von Wacker Chemie. Knapp 55 Prozent der Anteile befinden sich im Streubesitz. Interessant: Aufsichtsratsvorsitzender von Capital Stage ist der frühere E.ON-Personalvorstand Manfred Krüper. Die Marktkapitalisierung beträgt mittlerweile 328 Mio. Euro – vor zwei Monaten waren es noch fast 20 Prozent weniger. Starke Quartalszahlen, aber insbesondere auch die jüngste Kooperation mit der Gothaer Versicherung, sorgten zuletzt für einen Run auf die Aktie. Die Gothaer stellt über einen Zeitraum von 20 Jahren 150 Mio. Euro Genussrechtskapital für die Expansion zur Verfügung. Die WGZ Bank und die Berenberg Bank haben ihre Kursziele darauf hin auf 6,50 bzw. 6,00 Euro erhöht. Auf Basis der Unternehmensplanungen für 2014 wird Capital Stage derzeit mit dem 4,9fachen des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bewertet. In den kommenden Jahren dürfte sich dieses Multiple nochmals spürbar verringern. Boersengefluester.de bleibt für den Titel zuversichtlich gestimmt. Er eignet sich auch für eher konservative Anleger. Und ein Schuss Übernahmefantasie, auch wenn sie kurzfristig noch nicht greifbar ist, kann keinem Papier schaden.

Spürbar kleiner ist, mit einem Börsenwert von gut 48 Mio. Euro, der künftig unter 7C Solarparken firmierende Solaranlagenbetreiber Colexon Energy. Das Unternehmen hat eine ziemlich wechselvolle Geschichte hinter sich. Der nun endlich geklappte Zusammenschluss mit dem belgischen Solarkraftwerksbetreiber 7C ist für Vorstandschef Steven De Proost jedoch der Start in eine „neue Zeitrechnung”. Am 12. Dezember findet in Köln eine außerordentliche Hauptversammlung statt, auf der die Umbenennung, die Einziehung von 2,3 Millionen eigenen Aktien sowie die Sitzverlagerung von Hamburg nach Bayreuth beschlossen werden soll. Hintergrund: Von Bayreuth aus ist Colexon näher an den überwiegend in Bayern und Sachsen befindlichen Anlagen, was die Wartung erleichtert. Unter dem neuen Mantel hat sich die Gesellschaft stramme Ziele gesetzt: Das EBITDA soll von geplanten 15,4 Mio. Euro für 2014 bis auf rund 20 Mio. Euro steigen. Gemessen daran gibt es den Anteilschein fast im Sonderangebot. Den offiziellen Streubesitz gibt die Gesellschaft derzeit mit 39,81 Prozent an. Allerdings schätzt boersengefluester.de den Übernahmefaktor nicht sonderlich hoch ein. Zurzeit geht es vielmehr darum, nach der finanziellen Restrukturierung die operativen Ziele umzusetzen. Kosten sparen und die Effizienz der Anlagen steigern, heißen die Gebote der Stunde. Neue Projekte will der Vorstand nur selektiv in Angriff nehmen. Den Cashflow möchte das Unternehmen bis 2016 von derzeit 0,26 auf 0,40 Euro je Aktie hieven. Der Titel hat weit überdurchschnittliche Chancen, allerdings ist er auch wesentlich risikoreicher als das Papier von Capital Stage. Bislang haben wohl die wenigsten Börsianer mitbekommen, dass bei Colexon die Zeichen auf Neustart stehen.

 

Energiekontor  Kurs: 84,400 €

 

Zum erweiterten Kreis der Wind- und Solarparkbetreiber zählen auch Unternehmen wie Energiekontor, die allerdings in erster Linie Projektierer sind. Doch auch hier tut sich eine Menge: Energiekontor hat mittlerweile konzerneigene Windparks mit einer Leistung von gut 220 Megawatt im Bestand. Der Aktienkurs hat sich im laufenden Jahr prima entwickelt – tut sich allerdings schwer damit, die Marke von 10 Euro signifikant zu überwinden. Bewertungstechnisch wäre diese Hürde allerdings kein Problem. Die aktuelle Marktkapitalisierung von Energiekontor beträgt knapp143 Mio. Euro, davon sind 28,8 Prozent dem Free Float zuzurechnen. Den Rest halten im Wesentlichen die beiden Firmengründer Bodo Wilkens und Günter Lammers, die noch im Aufsichtsrat vertreten sind. Interessant ist die Energiekontor-Aktie auch unter Dividendenaspekten. Sollten die Bremer im kommenden Jahr erneut 0,50 Euro je Anteilschein auskehren, käme das Papier auf eine stattliche Rendite von gut fünf Prozent. Boersengefluester.de bleibt daher positiv gestimmt für den bereits seit Mai 2000 börsennotierten Windpionier.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
E.ON
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
ENAG99 9,188 Halten 24.268,44
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
11,34 10,99 1,03 -75,31
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,25 5,96 0,31 5,66
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
0,52 0,52 5,66 17.05.2023
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
10.05.2023 09.08.2023 09.11.2022 15.03.2023
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
8,50% 0,39% -24,64% -17,43%
    

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Encavis
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
609500 19,050 Halten 3.056,94
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
32,29 30,55 1,06 68,28
KBV KCV KUV EV/EBITDA
4,36 12,13 9,19 16,78
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
0,32 0,34 1,68 01.06.2023
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
15.05.2023 14.08.2023 15.11.2022 28.03.2023
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-0,47% -2,80% 22,43% 21,03%
    

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
7C Solarparken
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A11QW6 4,485 Kaufen 358,12
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
17,94 19,10 0,94 35,88
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,97 7,65 6,37 10,51
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
0,12 0,12 2,68 21.07.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
26.05.2022 22.09.2022 29.11.2022 07.04.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-1,84% -5,12% 3,22% 2,16%
    

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Energiekontor
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
531350 84,400 Halten 1.180,49
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
27,23 20,44 1,35 64,92
KBV KCV KUV EV/EBITDA
16,98 19,04 7,54 18,05
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
0,90 1,00 1,07 19.05.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
12.05.2023 11.08.2023 14.11.2022 31.03.2023
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-2,96% -3,17% 18,87% 18,71%
    

 

Foto: E.ON SE



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.