H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 6,90%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 6,44%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 6,26%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 5,79%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 4,94%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 3,56%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,43%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 3,30%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,13%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 2,50%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 1,83%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,75%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,66%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,63%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,24%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 1,19%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,12%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 1,11%
EUZ
Eckert & Ziegler
Anteil der Short-Position: 0,70%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,63%
M5Z
Manz Automation
Anteil der Short-Position: 0,50%
MUX
MUTARES
Anteil der Short-Position: 0,50%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 0,50%

Drägerwerk: Lage besser als der Kurs

46 Seiten umfasst der jetzt vorgelegte Zwischenbericht von Drägerwerk für das erste Halbjahr 2021. Für ein SDAX-Unternehmen ist das guter Durchschnitt. Deutlich günstiger als bei den meisten anderen Indexmitgliedern sind jedoch die einschlägigen Bewertungskennzahlen des Medizintechnikkonzerns. Das wiederum liegt daran, dass Drägerwerk durch Corona zwar einen massiven Nachfrageanstieg nach Beatmungsgeräten, Schutzmasken und anderen Produkten erfahren hat, die Investoren aber längst ein deutliches Abflachen der Umsatzkurve antizipieren. Und tatsächlich liegen Auftragseingang und Betriebsergebnis im zweiten Quartal 2021 bereits spürbar unter den vergleichbaren Vorjahreswerten. „Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass sich die pandemiebedingte Nachfrage im zweiten Halbjahr normalisieren wird und rechnen nicht mit einer vergleichbaren Nachfrage im kommenden Jahr“, räumt CEO Stefan Dräger ein.

Das klingt zunächst einmal nach Ernüchterung und ist die Erklärung dafür, warum der Kurs der Dräger-Aktien von vielen anderen Titeln aus dem Medizinbereich überholt wird – selbst wenn die operativen Rückgänge weit weniger ausgeprägt sind, als zunächst zu erwarten war. Umso mehr lohnt es sich nach Auffassung von boersengefluester.de, gerade jetzt einen etwas tieferen Blick in den Q2-Report zu werfen. Bemerkenswert finden wir etwa den Hinweis, dass Dräger im Jahresverlauf aus „einer Reihe von Schwellenländern“ größere COVID-bedingte Aufträge erhalten hat. Neben Indien gibt es also noch andere Staaten, die kräftig bei den Lübeckern ordern und so die Einbußen in Deutschland, China oder auch den USA abfedern. Wie breit Drägerwerk aufgestellt ist, zeigt sich zudem auch der Hinweis, dass zurzeit „mobile Gasversorgungsanlagen zur schnellen Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft von Krankenhäusern“ nach der Hochwasserkatastrophe in Teilen Deutschlands wichtig sind.

Drägerwerk VZ  Kurs: 70,000 €
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 2.608,92 2.523,84 2.572,26 2.595,01 2.780,82 3.406,28 3.250,00
EBITDA1,2 150,90 222,70 240,00 147,91 193,71 521,07 464,00
EBITDA-Marge3 5,78 8,82 9,33 5,70 6,97 15,30 14,28
EBIT1,4 66,69 136,91 155,74 62,65 66,58 396,60 330,00
EBIT-Marge5 2,56 5,42 6,05 2,41 2,39 11,64 10,15
Jahresüberschuss1 33,29 81,74 98,50 34,90 33,79 249,89 212,00
Netto-Marge6 1,28 3,24 3,83 1,34 1,22 7,34 6,52
Cashflow1,7 39,86 195,32 143,34 4,09 164,42 459,98 360,00
Ergebnis je Aktie8 1,89 3,46 4,18 1,48 1,44 10,25 11,10
Dividende8 0,19 0,19 0,46 0,19 0,19 0,19 0,39
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2020 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: PricewaterhouseCoopers

Auffällig beim Blick in die Bilanz per Ende Juni 2021 ist zudem, dass die Netto-Finanzverbindlichkeiten um gut 70 Prozent auf nur noch 147,6 Mio. Euro geschmolzen sind. Maßgebliche Treiber hierfür sind insbesondere die vorzeitig zurückgekauften Genussscheine. Sollte die Entwicklung nicht komplett drehen, dürfte Dräger bald womöglich in den Bereich Netto-Cash-Positiv vorstoßen. Das wiederum würde den Unternehmenswert (Enterprise Value = Marktkapitalisierung plus Netto-Finanzverschuldung) weiter verringern und die entsprechende Kennzahl EV/EBITDA nochmals günstiger darstellen. Dabei kommt die Gesellschaft bei der Relation von Enterprise Value zu dem für 2021 zu erwartenden Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen schon jetzt auf einen Faktor von weniger als 3,5. Selbst wenn das EBITDA im kommenden Jahr um 40 Prozent fallen würde, wovon wir allerdings gar nicht ausgehen, käme Drägerwerk bei dieser wichtigen Bewertungsziffer auf einen noch immer ziemlich niedrigen Faktor von gut 5,0.

Parallel zu den operativen Gewinnen und einer Verkürzung der Bilanzsumme klettert derweil auch die Eigenkapitalquote und erreicht bereits wieder ein Level von gut 38 Prozent. Am Kapitalmarkt punkten, sollte Dräger bald auch wieder mit einer Abkehr von der Mini-Dividendenpolitik der vergangenen Jahre. Noch gibt es hierzu freilich keine konkreten Planungen. Die Spielraum wird aber auf jeden Fall wieder größer. Ansonsten sieht der Ausblick für 2021 einen Umsatzrückgang in einer Region zwischen zwei und sechs Prozent sowie eine EBIT-Marge von acht bis elf Prozent vor. Das könnte nach Schätzungen von boersengefluester.de zu einem Betriebsergebnis von rund 335 Mio. Euro führen – nach 397 Mio. Euro für 2020. Gemessen an all den Jahren zuvor bewegt sich Drägerwerk damit noch immer auf Hochplateau. Ein wenig mehr Zuversicht am Kapitalmarkt wäre für unseren Geschmack also durchaus nicht Fehl am Platz.

Die Frage, ob Stämme oder Vorzüge, muss derweil jeder Anleger für sich entscheiden. Grundsätzlich sind wir klare Fans von Aktien mit Stimmrecht. Allerdings sind die stimmrechtslosen Vorzugsaktien von Dräger deutlich liquider als die Stämme und auch im SDAX enthalten. Bewertungstechnisch gibt es zurzeit kaum Unterschiede.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Drägerwerk VZ
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
555063 70,000 Kaufen 1.252,24
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
10,77 19,76 0,55 14,24
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,09 2,85 0,37 3,73
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,19 0,39 0,56 07.05.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
29.04.2021 29.07.2021 28.10.2021 04.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-3,53% -3,19% 11,47% 0,14%
    
INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Drägerwerk ST
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
555060 64,000 Kaufen 1.252,24
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
9,85 16,62 0,59 13,02
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,17 2,61 0,37 3,52
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,13 0,33 0,52 07.05.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
29.04.2021 29.07.2021 28.10.2021 04.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-8,32% -8,38% 7,02% 3,90%
    

Foto: Drägerwerk AG & Co. KGaA (Polytron 7000 misst Gaskonzentrationen)

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.