VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,68%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 9,09%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 8,87%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 4,53%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 3,85%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,76%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 2,91%
KTN
KONTRON O.N
Anteil der Short-Position: 2,85%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,81%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 2,68%
AT1
AROUNDTOWN EO-,01
Anteil der Short-Position: 2,62%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 2,50%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 2,46%
FME
Fresenius Med. Care
Anteil der Short-Position: 2,45%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 2,31%
NB2
NORTHERN DATA INH
Anteil der Short-Position: 2,10%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 2,10%
SHA
SCHAEFFLER VZO
Anteil der Short-Position: 2,04%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 2,03%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 1,66%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,62%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 1,27%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 1,08%

Edel: Mehr als nur eine Dividenden-Story

Es weht doch wohl nicht etwa ein nachhaltig frischer Dividendenwind bei Edel? Nachdem das Medienunternehmen zur vergangenen Hauptversammlung (HV) – nach zuvor zehn Jahren mit einer stabilen Dividende von 0,10 Euro je Aktie – überraschend eine Verdopplung der Ausschüttung auf die Agenda setzte, plant Edel zur nächsten HV im Frühjahr 2023 eine abermalige Anhebung der Dividende auf dann 0,30 Euro pro Anteilschein. Damit würde es der ohnehin schon renditestarke Spezialwert auf eine Dividendenrendite von etwas mehr als sechs Prozent bringen. Bei Edel beinahe überflüssig zu erwähnen, dass die Gewinnbeteiligung erneut „steuerfrei“ ausgekehrt werden soll. Für die Masse der Anleger würde das zumindest zu einer Verschiebung der Steuerlast bin zum Tag des Verkaufs der Aktie führen. Wirklich steuerfrei ist die Dividende nur für die Gruppe von Anlegern, die Edel schon vor der Einführung der Abgeltungsteuer im Depot hatten und dem Titel seitdem treu geblieben sind.

Darüber hinaus haben die Hamburger weitere Kennzahlen zum Geschäftsjahr 2021/22 (30. September) vorgelegt, die sich allerdings nicht sonderlich von den Mitte November präsentierten Vorabzahlen unterscheiden. Immerhin: Edel hat richtig klotzig verdient und die ohnehin schon hohe Messlatte von 2020/21 nochmals deutlich getoppt. „In all unseren Music & Entertainment Bereichen konnten wir diverse Marktchancen mit erfolgreichen Veröffentlichungen nutzen“, sagt CEO Jonas Haentjes. Erfreulich zudem, dass Edel diesmal einen Ausblick vorgelegt hat, der diesen Namen schon in der ersten Variante verdient. So rechnet die Gesellschaft für 202/23 mit einem Anstieg der Erlöse von zuletzt 277 Mio. Euro auf eine Spanne von 280 bis 300 Mio. Euro. Den Jahresüberschuss taxiert der Vorstand auf eine vergleichsweise weite Spanne von 10 bis 15 Mio. Euro – nach 12,4 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Edel  Kurs: 4,880 €
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 180,16 198,15 209,18 209,50 214,10 251,33 277,02
EBITDA1,2 15,26 16,13 17,30 16,04 18,75 25,94 30,96
EBITDA-Marge3 8,47 8,14 8,27 7,66 8,76 10,32 11,18
EBIT1,4 8,68 9,13 8,84 6,67 9,28 16,93 21,52
EBIT-Marge5 4,82 4,61 4,23 3,18 4,33 6,74 7,77
Jahresüberschuss1 4,17 4,46 3,98 2,25 2,71 7,35 12,38
Netto-Marge6 2,31 2,25 1,90 1,07 1,27 2,92 4,47
Cashflow1,7 6,38 11,68 14,69 20,86 23,69 23,77 16,59
Ergebnis je Aktie8 0,15 0,19 0,16 0,08 0,12 0,31 0,54
Dividende8 0,10 0,10 0,10 0,10 0,10 0,20 0,30
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Ernst & Young

Die Kernbotschaft zum jetzigen Zeitpunkt ist zunächst einmal, dass Edel auch im laufenden Jahr auf Hochplateau agieren wird. Entsprechend geht boersengefluester.de davon aus, dass die Aktie auch auf Basis der kommenden Zahlen zu einem einstelligen KGV gehandelt wird. Das wiederum ist gemessen an der Ertragsqualität deutlich zu niedrig. Zudem sollten in den kommenden Wochen verstärkt dividendenorientierte Investoren auf den im Freiverkehrssegment Scale gelisteteten Titel aufmerksam werden. Last but not least wird das Papier nur zu etwas mehr als dem Buchwert gehandelt, auch hier zeigt sich das Potenzial,was in der Edel-Aktie steckt. Bei den aktuellen rund 108 Mio. Euro Börsenwert muss jedenfalls noch längst nicht Schluss sein auf dem Weg nach oben.

Jedenfalls sollte den Anlegern allmählich klar werden, dass Edel deutlich mehr als nur die jährliche Dividende zu bieten hat. Sogar auch charttechnischer Sicht sieht der Wert derzeit prima aus, immerhin hat die Notiz zuletzt mit Schwung die 200-Tage-Durchschnittslinie von unten nach oben durchstoßen. So viel Power hatte die Notiz lange nicht.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Edel
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
564950 4,880 Kaufen 110,94
KGV 2024e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
8,71 16,07 0,54 21,03
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,06 6,69 0,40 5,05
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '22e
in %
Hauptversammlung
0,30 0,30 6,15 30.03.2023
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
30.06.2023 31.01.2023
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
4,92% 8,52% 2,52% -4,31%
    
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Foto: Clipdealer



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.