H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 9,88%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 6,99%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 6,80%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 5,72%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 4,72%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 4,23%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 4,07%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,99%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,32%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 3,23%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 3,00%
CLIQ
CLIQ DIGITAL
Anteil der Short-Position: 2,15%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,95%
ENR
SIEMENS ENERGY
Anteil der Short-Position: 1,65%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,63%
JEN
JENOPTIK
Anteil der Short-Position: 1,29%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,21%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 0,97%
SBS
STRATEC
Anteil der Short-Position: 0,91%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,72%
VQT
VA-Q-TEC
Anteil der Short-Position: 0,68%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,59%
NB2
NORTHERN DATA INH
Anteil der Short-Position: 0,54%

Energiekontor: Kurs hat noch Reserven

Im Normalfall haben stille Reserven eine beruhigende Wirkung – auch an der Börse. Schließlich zeigen sie an, dass eigentlich mehr in dem Unternehmen steckt, als man es in den Bilanzzahlen und dem Aktienkurs sieht. Bei Energiekontor war in den vergangenen Monaten jedoch eher das Gegenteil der Fall. In erster Linie deshalb, weil der Projektentwickler mehr stille Reserven aufgebaut hat, als er es normalerweise wohl tun würde. So hat Energiekontor 2017 drei Windparks – und zuletzt sogar den ersten Solarpark – in den Eigenbestand übernommen, statt die fertig gestellten Projekte an Dritte zu verkaufen. Nun gehört der Eigenbestand bei Energiekontor seit vielen Jahren zum Geschäftsmodell, die Auswirkungen aufs Zahlenwerk waren 2017 aufgrund der schwierigen Marktlage jedoch enorm. So knickte der Überschuss von 25,33 auf 11,89 Mio. Euro ein. Entsprechend zerlegte es das Ergebnis je Aktie von 1,74 auf 0,82 Euro. Den Dividendenvorschlag – traditionell ein starkes Argument für den Anteilschein von Energiekontor – wird das Unternehmen zur Hauptversammlung (HV) am 23. Mai 2018 um 20 Cent auf 0,60 Euro je Aktie kürzen. Was für Bestandsaktionäre ein schwacher Trost ist, könnte sich für Neueinsteiger aber als Gelegenheit erweisen: Nach dem Kursrutsch von rund einem Viertel in den vergangenen zwölf Monaten, bringt es der Small Cap gegenwärtig auf eine Dividendenrendite von fast 4,5 Prozent.

 

Energiekontor  Kurs: 56,700 €

 

Bedenken sollten Anleger jedoch, dass die Rahmenbedingungen in Deutschland ungemütlich bleiben. „Das Jahr 2018 wird voraussichtlich ein Übergangsjahr für die gesamte Wind- und Solarenergiebranche werden. Hauptgrund dafür sind die dramatisch gesunkenen Preise im Zuge des 2017 eingeführten Ausschreibungssystems“, betont die Gesellschaft und rechnet mit einem weiteren Rückgang des Gewinns vor Steuern – ohne jedoch konkreter zu werden. Gut möglich also, dass im kommenden Jahr erneut eine Dividendenkürzung ins Haus steht. „Übergangsjahre“ haben sich selten als Jahre mit einer überdurchschnittlichen Performance erwiesen. Soweit die negativen Aspekte. Andererseits hält boersengefluester.de das Geschäftsmodell von Energiekontor für durchaus sturmerprobt, zumal sich die Bremerhavener nicht nur auf dem Inlandsmarkt tummeln. Per saldo sollen die Zahlen bereits 2019 wieder von Wachstum geprägt sein. Und da die Börse bekanntlich einige Monate in die Zukunft schaut, wird die Schwächeperiode der Aktie auch wieder ein Ende finden.

Ohnehin scheint es so, dass sich die Notiz schon weitgehend erleichtert hat und im Bereich um 13 Euro eine Unterstützung sucht. Langfristig orientierte Investoren bleiben also engagiert. Ansonsten gehört das Papier zumindest auf die Watchlist. So können wir uns gut vorstellen, dass mit nahender HV auch wieder mehr Käufer den Weg zu Energiekontor finden.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 201,76 149,87 110,19 63,70 146,61 0,00 0,00
EBITDA1,2 72,07 49,59 40,62 38,85 65,38 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 35,72 33,09 36,86 60,99 44,59 0,00 0,00
EBIT1,4 53,75 32,89 22,08 16,30 45,99 0,00 0,00
EBIT-Marge5 26,64 21,95 20,04 25,59 31,37 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 25,33 11,89 6,68 0,24 20,43 0,00 0,00
Netto-Marge6 12,55 7,93 6,06 0,38 13,93 0,00 0,00
Cashflow1,7 22,50 4,44 45,43 13,34 17,88 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 1,74 0,82 0,46 0,02 1,43 1,60 2,30
Dividende8 0,80 0,60 0,40 0,40 0,80 0,80 0,85
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: PKF Deutschland

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Energiekontor
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
531350 56,700 Halten 800,87
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
19,22 21,50 0,96 59,94
KBV KCV KUV EV/EBITDA
17,92 44,79 5,46 15,86
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,80 0,80 1,41 19.05.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
13.05.2022 12.08.2022 15.11.2021 31.03.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-20,80% -8,13% -20,14% -0,53%
    

 

Foto: Energiekontor AG

 



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.