H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 9,42%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 7,28%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 6,53%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 6,41%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 4,02%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 3,96%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 3,63%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,20%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 2,86%
CT4
FOX E-MOBILITY IN...
Anteil der Short-Position: 2,21%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 2,03%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 2,01%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,63%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,59%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,54%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,16%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 1,14%
C0M
COM.CHARG.SOL INH...
Anteil der Short-Position: 1,13%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,97%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,68%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,62%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,60%
ADS
Adidas
Anteil der Short-Position: 0,60%

Fabasoft: Überzeugend präsentiert

43 präsentierende Unternehmen aus dem Small- und Midcap-Sektor, 800 angefragte Einzelgespräche und rund 300 Teilnehmer über beide Tage – so lauten die Eckdaten der von Equity Forum organisierten Herbstkonferenz (#HK18) im Frankfurter Le Méridien Hotel vom 3. bis 4. September 2018. Boersengefluester.de war an beiden Tagen vor Ort und etliche Präsentationen und führte eine Reihe von Einzelgesprächen mit Vorständen und Investoren. Wie immer auf solchen Konferenzen lautet die Standardbegrüßung: „Schon was Interessantes gesehen?“ Einfache Frage – schwierige Antwort. Natürlich ziehen Präsentation wie die von Vectron Systems-Chef Thomas Stümmler die größte Aufmerksamkeit auf sich, Staramba-CEO Christian Daudert teilte das Auditorium gar in „Fans und Sensationslustige“ ein. Die eigentlichen Highlights sind für boersengefluester.de aber die stillen Stars: also Unternehmen die zwar regelmäßig in unserer Berichterstattung vorkommen, bei denen man aber auf Veranstaltungen wie der Herbstkonferenz erst wieder merkt, wie gut sie eigentlich sind.

In diese Kategorie gehört Fabasoft, ein Softwareanbieter aus Linz, was 1999 an den neun Markt ging. Die in den vergangenen Jahren vorgelegten Zahlen qualifizieren Fabasoft zwar nicht für den Meistertitel in Sachen Wachstumsdynamik, dafür zeigen die Österreicher aber ein solides Geschäft mit einer piekfeinen Bilanz ohne Bankschulden. Den Schwerpunkt des Geschäfts bilden elektronische Aktenverwaltungsprogramme für Kommunen und digitales Asset Management für Unternehmen, etwa wenn es darum geht, Personalakten, Produktbeschreibungen oder auch Bildrechte zu verwalten. Der eigentliche Kicker von Fabasoft ist freilich die 76-Prozent-Beteiligung an Mindbreeze, einer Art hochspezialisierten Google-Suchmaschine für Unternehmen. Prominente Nutzer sind die Deutsche Lufthansa, IKEA, Rhön-Klinikum, Bosch oder die Deutsche Telekom. „Es gibt noch sehr viel mehr große Kunden, die aber nicht genannt werden dürfen“, sagt Fabasoft-Mitgründer Leopold Bauernfeind.

Im weitesten Sinne bewegt sich eine Wissensdatenbank wie Mindbreeze aus Börsensicht im Umfeld von Firmen wie Serviceware oder USU Software – auch wenn keine unmittelbare Konkurrenz besteht. De facto gibt es eher Berührungspunkte mit Divisionen von Großkonzernen wie IBM Watson, Dassault Systèmes oder Micro Focus. Im Geschäftsjahr 2017/18 (31. März) hat Mindbreeze bereits mächtig Fahrt aufgenommen und steigerte die Erlöse von 3,07 auf 4,79 Mio. Euro – und der Trend zeigt weiter nach oben. „Wir glauben, dass das noch eine Zeit lang so weitergehen kann“, verrät Bauernfeind in Frankfurt. Nicht festlegen wollte sich der Manager freilich, ob Mindbreeze perspektivisch nicht sogar ein Kandidat für ein eigenes IPO sei. Immerhin räumte Bauernfeind ein, dass solche Überlegungen naheliegend sind.

 

Fabasoft  Kurs: 33,100 €

 

Zurück in die Gegenwart: Größtes neues Projekt in klassischen Geschäft mit Behörden ist der im November 2017 erfolgte Zuschlag für das Vergabeverfahren „Beschaffung des Basisdienstes E-Akte/DMS für die Bundesverwaltung“ – kurz „E-Akte Bund“. Hier geht es um die Vorbereitung für die Einführung der elektronischen Akte in den Bundesbehörden. Wer als Anleger hier wieder Parallelen bei anderen Small Caps sucht, wird – zumindest was den Kundenkreis Behörden angeht – vermutlich schnell an secunet Security Networks denken. Bewertungstechnisch gibt es die Fabasoft-Aktie indes deutlich günstiger, wenn auch nicht gerade zum Schnäppchenpreis. Die Marktkapitalisierung der Österreicher beträgt gut 151 Mio. Euro – bei einer Netto-Liquidität von etwas mehr als 26 Mio. Euro. Dem steht ein von boersengefluester.de für 2018 erwartetes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von rund 8 Mio. Euro entgegen. So gesehen kommt Fabasoft auf eine Relation von Unternehmenswert zu EBITDA oberhalb von 15 – verglichen mit 32 bei dem auf IT-Sicherheit spezialisierten Unternehmen secunet.

Dividenden zahlt Fabasoft ebenfalls regelmäßig, wenngleich die jüngste Ausschüttung von 0,20 Euro je Aktie aufgrund des vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahrs erst im Juli 2018 erfolgte. Auf Sonderausschüttungen wegen des ansehnlichen Cashbestands sollten Anleger indes nicht setzen. In Frankfurt machte Vorstand Leopold Bauernfeind deutlich, dass die liquiden Mittel eine Art Visitenkarte für Fabasoft sind, wenn es darum geht, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gegenüber den öffentlichen Großkunden zu demonstrieren. Summa summarum bleibt Fabasoft für boersengefluester.de eine attraktive Aktie, die zu Unrecht unter dem Radar vieler Spezialwerte-Investoren segelt.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Fabasoft
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
922985 33,100 Kaufen 364,10
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
35,59 29,71 1,17 79,38
KBV KCV KUV EV/EBITDA
30,26 17,33 6,61 17,10
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,85 0,85 2,57 05.07.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
27.08.2021 30.11.2021 28.02.2022 09.06.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-5,28% -14,56% -5,70% -30,02%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 28,29 31,96 40,28 51,06 55,09 56,40 0,00
EBITDA1,2 4,87 7,05 11,50 16,78 19,55 18,40 0,00
EBITDA-Marge3 17,21 22,06 28,55 32,86 35,49 32,62 0,00
EBIT1,4 3,30 5,25 8,92 11,71 13,89 13,50 0,00
EBIT-Marge5 11,66 16,43 22,14 22,93 25,21 23,94 0,00
Jahresüberschuss1 2,51 3,94 6,49 8,55 9,73 7,95 0,00
Netto-Marge6 8,87 12,33 16,11 16,75 17,66 14,10 0,00
Cashflow1,7 4,48 7,93 11,60 14,11 21,01 17,90 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,21 0,37 0,55 0,72 0,80 0,72 0,85
Dividende8 0,18 0,18 0,50 0,65 0,85 0,85 0,90
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG

Foto: Fabasoft (Fabasoft-Vorstände: Helmut Fallmann (links) und Leopold Bauernfeind)

 



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.