VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,95%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 6,98%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 6,86%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 5,77%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 4,68%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 4,47%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 3,69%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 3,25%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 3,05%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 2,92%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 2,83%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 2,78%
ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 2,62%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 2,61%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,55%
FME
Fresenius Med. Care
Anteil der Short-Position: 2,16%
HYQ
Hypoport
Anteil der Short-Position: 1,90%
AT1
AROUNDTOWN EO-,01
Anteil der Short-Position: 1,72%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 1,66%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 1,65%
ADS
Adidas
Anteil der Short-Position: 1,21%
C0M
COM.CHARG.SOL INH...
Anteil der Short-Position: 1,10%
UN01
UNIPER
Anteil der Short-Position: 0,58%

FAST Casualwear: Warum dreht diese Aktie denn so auf?

Keine Frage: Aktie der Stunde aus dem Small-Cap-Sektot ist FAST Casualwear. Seit dem Tief am 10. September bei 0,441 Euro ist die Notiz des chinesischen Anbieters von Freizeitbekleidung um 375 Prozent auf zuletzt 2,10 Euro in die Höhe geschossen. Zugegeben: Vorangegangen war ein brutaler Absturz, denn seit der Emission zu 5 Euro im Juli 2012 befand sich der Titel beinahe unter Dauerabgabedruck. Umso bemerkenswerter ist jedoch der plötzliche Stimmungswandel. Ende Mai 2013 sprach FAST Casualwear noch von einem „herausfordernden ersten Quartal“ und musste einen Rückgang des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) von knapp 17 Prozent auf 4,6 Mio. Euro eingestehen. Anfang August konkretisierte der Vorstand dann die Rahmendaten für den geplanten Bau einer neuen Produktionsanlage in China – Investitionsvolumen rund 37 Mio. Euro. Entgegen der ursprünglichen Planungen, hat sich der Vorstand jedoch für eine kleinere Grundfläche beim Fabrikgelände entschieden, so dass bereits geleistete Anzahlungen für die größere Liegenschaft zurückerstattet werden. Der Effekt hieraus soll bereits im Neun-Monats-Bericht ablesbar sein.

Am 21. August folgte dann die wenig Vertrauen erweckende Meldung, dass der Aufsichtsratsvorsitzende und ein weiteres Mitglied des Kontrollgremiums von ihren Ämtern zurückgetreten seien und der bisherige Finanzvorstand künftig nur noch als „Leiter Finanzen“ für FAST Casualwear tätig sein wird – ohne Vorstandsmandat. Den nächsten Schocker gab es am 23.August: Ohne Angabe von Gründen hatte das Unternehmen die für den 27. August 2013 angesetzte Hauptversammlung abgesagt. Einen neuen Termin gibt es noch immer nicht. Auf der Firmenhomepage heißt es dazu nur: „Der Vorstand der FAST Casualwear AG bittet die Aktionärinnen und Aktionäre des Unternehmens für diese Unannehmlichkeit um Entschuldigung.” Schwacher Trost: FAST Casualwear ist nicht die erste chinesische Firma, die durch derartige Verschiebungen ins Gerede geriet.

 

  Kurs: 0,000 €

 

Offenbar war diese Meldung sogar ein perfekter Einstiegszeitpunkt, denn wenig später begann die unheimliche Kursrally von FAST Casualwear. Ende August präsentierte das Unternehmen seine – im Grunde wenig überzeugenden – Halbjahreszahlen: Bei stabilen Umsätzen von 54 Mio. Euro knickte das EBIT um 28 Prozent auf 10 Mio. Euro ein. Begründet wurde die Ertragserosion mit höheren Vertriebskosten. Immerhin: Für das Gesamtjahr 2013 bestätigte der Vorstand die Ziele, wonach der Umsatz (in lokaler Währung) um zehn Prozent zulegen sollte und die EBIT-Marge mit rund 20 Prozent auf dem Niveau von 2012 verharren dürfte. Zudem verwies der Vorstand auf die solide Eigenkapitalausstattung von knapp 77 Mio. Euro. Bezogen auf die Bilanzsumme entspricht das einer Quote von rund 67 Prozent. Wenig angetan zeigte sich Vorstandschef Wing Chi Chong im Zwischenbericht allerdings vom Aktienkurs, der damals noch bei etwa 75 Cent dümpelte: „Im Berichtszeitraum haben wir einen weiteren Verfall unseres Aktienkurses beobachten müssen. Wir können mit dieser Entwicklung nicht zufrieden sind. Wir sehen Gründe dafür in einer insgesamt schlechten Marktbewertung chinesischer Werte, aber auch in einem unzureichenden Dialog mit unseren Investoren. Die aktuelle Aktienkursentwicklung wird den Anstrengungen und der harten Arbeit unserer engagierten Mitarbeiter nicht gerecht.“

Mitte Oktober meldete das Unternehmen dann die Neubesetzung der freigewordenen Aufsichtsratsposten. An die Spitze des Kontrollgremiums wurde die in München wohnende Rechtsanwältin Nanyan Ding gewählt. Zu diesem Zeitpunkt verließ die FAST Casualwear-Aktie das Penny-Stock-Terrain. Beinahe parallel verkündete die Gesellschaft eine Kapitalerhöhung um 880.000 Anteilscheine zu einem Stückpreis von immerhin 1,25 Euro. Gezeichnet wurden die Papiere ausschließlich vom Hauptaktionär Wing Chi Chong, dessen Familie zum Börsengang etwa 73,5 Prozent der Stimmen hielt. „Der Bruttomittelzufluss in Höhe von EUR 1.100.000,00 soll das Working Capital und das weitere Wachstum stärken. Das entspricht der angekündigten Strategie des Unternehmens, das Vertriebsnetz auszubauen und die Produktentwicklung der Eigenmarke von FAST voranzutreiben“, ließ das Unternehmen mitteilen.

 

  Kurs: 0,000 €

 

Fortan kannte der Kurs kein Halten mehr und hat sich innerhalb von sechs Börsentagen auf mehr als 2 Euro verdoppelt. Eine mögliche Auflösung für den steilen Aufstieg lieferte FAST Casualwear bereits am 21. Oktober nach: Demnach hat das Unternehmen mit einem europäischen Einzelhandelskonzern eine Absichtserklärung über die Lieferung von jährlich drei Millionen Paar Schuhe im Gesamtwert von umgerechnet 22 Mio. Euro geschlossen. Jedes Paar Schuhe wird in dem Deal also mit rund 7,30 Euro angesetzt. Im Dezember soll der Vertrag unterzeichnet werden. Welche Auswirkungen das Abkommen auf die Ertragszahlen von FAST Casualwear haben könnte, ist bislang offen. Ein fader Beigeschmack bleibt jedoch: Schließlich hat sich der Hauptaktionär kurz vor einem großen Vertriebsdeal via Kapitalerhöhung exklusiv mit eigenen Aktien eindeckt – auch wenn der Bezugspreis deutlich über dem damaligen Kurs lag.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer:

 

Wie ist FAST Casualwear nun bewertet? Auf Basis der aktuellen Aktienzahl von 12.200.000 Stück kommt die Firma auf einen Börsenwert von 25,6 Mio. Euro. Gemessen am Eigenkapital von fast 77 Mio. Euro klingt das immer noch extrem mickrig. Ebenfalls erstaunlich: Sollte das EBIT-Ziel für 2013 umgesetzt werden können, würde das Unternehmen mit einem Multiplikator auf das operative Ergebnis von rund eins bewertet. Doch die Börsianer trauen den Bilanzen der meisten chinesischen Unternehmen nur bedingt über den Weg. Ob der im Raum stehende Vertrag mit dem europäischen Partner den Zuwachs an Kapitalisierung rechtfertigt, lässt sich gegenwärtig nicht wirklich einschätzen. Fazit: Wer hier mitzockt, geht ein hohes Risiko ein. Boersengefluester.de wollte an dieser Stelle lediglich die jüngsten Ereignisse aneinander reihen, und die Hintergründe des Kursanstiegs beleuchten. Eine Handlungsempfehlung von boersengefluester.de gibt es diesmal nicht. Möglich, dass gerade eine prima Investmentstory entsteht – denkbar ist aber auch, dass die Notiz hier kurzfristig in die Höhe gejazzt wird. Letztlich liegt es an FAST Casualwear, den Kursanstieg durch gute fundamentale Daten zu unterfüttern.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,00 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    

 

Umfassende und regelmäßige Informationen zu allen Aktien von chinesischen Unternehmen aus dem Prime Standard sowie eine exklusive Scoring-Tabelle finden Sie auf unserem Portal „Chinageflüster“. Einfach HIER anklicken


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.

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