H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 9,28%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 7,32%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 6,97%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 4,22%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 3,91%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 3,39%
ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 2,99%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,76%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 2,73%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 2,59%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 2,51%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,06%
EXL
EXASOL
Anteil der Short-Position: 1,99%
CT4
FOX E-MOBILITY IN...
Anteil der Short-Position: 1,91%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 1,50%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,40%
O2D
TELEFONICA DTLD HLDG
Anteil der Short-Position: 1,32%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,01%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,89%
AM3D
SLM SOLUTIONS GRP
Anteil der Short-Position: 0,82%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,79%
WSU
WashTec
Anteil der Short-Position: 0,67%
VTSC/D
VITESCO TECHS GRP
Anteil der Short-Position: 0,64%

Ferratum: Viel Kredit bei den Börsianern

Diese Neuemission hat sich bislang gelohnt: Verglichen mit dem Ausgabepreis von 17 Euro zum Börsenstart Ende Januar ist die Notiz von Ferratum mittlerweile um fast 40 Prozent auf 23,75 Euro gestiegen. Anfang Juni 2015 kostete der Anteilschein des Anbieters von mobilen Konsumentenkrediten in der Spitze sogar 27 Euro. Die Performance kann sich auch im Branchenvergleich sehen lassen: Aus der boersengefluester.de-Peergroup „FinTech” liegen die Finnen auf Sechs-Monats-Sicht weit vorn – wie unser Performancetool “Top-Flop Interaktiv” zeigt. Von den größeren Gesellschaften schneidet nur Hypoport deutlich besser ab.

 

Bildschirmfoto 2015-08-13 um 17.31.10

 

Und die Analysten sehen noch weiteres Potenzial: So gibt Hauck & Aufhäuser ein Kursziel von 32,50 Euro für das seit Ende Juni auch im SDAX enthaltene Papier aus. Die Halbjahreszahlen zeigen dabei durchgängig in die richtige Richtung. So kam Ferratum in den ersten sechs Monaten 2015 auf ein Erlösplus von 61,5 Prozent auf 49,8 Mio. Euro. Das um die IPO-Aufwendungen bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zog von 5,32 auf 6,78 Mio. Euro an. Dieser Zuwachs lag leicht über den Erwartungen der Börsianer, und auch Finanzvorstand Clemens Krause ist mit dem Renditeniveau offensichtlich zufrieden: „Mit einer bereinigten EBIT-Marge von 13,6 Prozent sind wir weiterhin sehr profitabel – und das trotz zahlreicher Maßnahmen zur Beschleunigung des Wachstums im aktuellen Geschäftsjahr.” So hat Ferratum die regionale Präsenz um Kanada, Norwegen und Frankreich auf mittlerweile 22 Länder ausgeweitet – mittelfristiges will das Unternehmen in 30 Ländern Flagge zeigen. Zudem tragen neue Angebote außer- und oberhalb des klassischen Mikrokredits zwischen 50 und 1.000 Euro immer stärker zum Wachstum bei.

 

Multitude  Kurs: 4,130 €

 

Dabei gibt es für Ferratum jede Menge Konkurrenz aus der boomenden Fintech-Szene: Auch Unternehmen wie Smava, Kreditech, Auxmoney, Vexcash, cashper oder Lendico werben mit schnellen Krediten abseits des klassischen Wegs über die Banken. Außerdem gibt es in den USA ja noch eine Gesellschaft namens Lending Club mit einem Börsenwert von immer noch 4,7 Mrd. Euro – trotz der deutlichen Einbußen in den vergangenen Monaten. Ein Selbstläufer am Kapitalmarkt ist das Geschäft also nicht. Testweise wagt sich Ferratum in den Heimatmärkten Finnland und Schweden an Firmenkredite in Höhe zwischen 3.000 und 25.000 Euro für etablierte Kleinunternehmen. Bleibt abzuwarten, ob und wann dieses Modell auf andere Länder übertragen wird. Klingt alles vielversprechend, allerdings müssen Aktionäre stattliche Bewertungsmultiples – von denen traditionelle Banken nur träumen können – akzeptieren und ihren Blick schon jetzt weit nach vorn richten. Auf Basis der Hauck & Aufhäuser-Schätzungen für 2017 wird der SDAX-Titel mit dem Faktor elf auf das EBIT gehandelt. Für 2016 ergibt sich ein Multiple von rund 19.

Raum für Enttäuschungen ist da nur sehr begrenzt vorhanden. Die Marktkapitalisierung von Ferratum beträgt dabei immerhin knapp 516 Mio. Euro. Fazit: Bislang hat der Börsenneuling die Wachstumserwartungen eingelöst und sich ein gutes Standing am Kapitalmarkt erarbeitet. Gleichwohl eignet sich das Papier nur für risikobereite Investoren. Außerdem sollte der Anlagehorizont nicht zu kurz sein.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Multitude
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A1W9NS 4,130 89,72
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
15,30 20,01 0,76 8,38
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,51 0,64 0,39 2,47
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 20.04.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
12.05.2021 19.08.2021 18.11.2021 24.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-13,38% -19,66% -16,57% -10,02%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 111,01 154,13 221,64 262,15 293,10 229,57 0,00
EBITDA1,2 17,79 21,14 34,65 43,02 56,35 36,33 0,00
EBITDA-Marge3 16,03 13,72 15,63 16,41 19,23 15,83 0,00
EBIT1,4 16,48 21,14 31,84 37,80 45,53 22,98 0,00
EBIT-Marge5 14,85 13,72 14,37 14,42 15,53 10,01 0,00
Jahresüberschuss1 10,93 12,96 20,06 19,27 23,02 0,49 0,00
Netto-Marge6 9,85 8,41 9,05 7,35 7,85 0,21 0,00
Cashflow1,7 -32,69 23,73 33,32 -40,36 22,53 140,36 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,51 0,60 0,92 0,89 1,10 0,02 0,19
Dividende8 0,10 0,12 0,18 0,18 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2020 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: PricewaterhouseCoopers

 

Ursprünglich von einem boersengefluester.de-Leser entwickelt, jetzt exklusiv auf boersengefluester.de: Die 3-Säulen-Strategie – das Scoringmodell für Value-Anleger. Für alle 566 von uns analysierten Aktien.

 

Foto: picumbo.com



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.