MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 7,05%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 6,71%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 5,85%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 5,39%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 4,89%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 4,57%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 4,06%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,70%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 3,32%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 2,86%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 2,74%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,45%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 2,31%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 2,00%
SHA
SCHAEFFLER VZO
Anteil der Short-Position: 1,80%
GFT
GFT Technologies
Anteil der Short-Position: 1,17%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 1,17%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,09%
AG1
AUTO1 GR. INH
Anteil der Short-Position: 0,98%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,76%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,70%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 0,51%
TPE
PVA TePla
Anteil der Short-Position: 0,51%

Francotyp-Postalia: Raus aus der Deckung

So viel Aufmerksamkeit wie zuletzt gab es für Francotyp-Postalia (FP) am Kapitalmarkt schon lange nicht mehr. Sogar das Handelsblatt widmete dem Hersteller von Frankiermaschinen und digitalen Angeboten für den Briefversand einen umfassenden Online-Beitrag mit der Schlagzeile „Der Brief lebt!“. Und tatsächlich scheint sich unter dem seit Jahresanfang 2016 als CEO und CFO agierenden Rüdiger Andreas Günther eine Menge zu bewegen. „Wir kommen aus der Deckung und machen den FP-Konzern zu einem dynamischen Wachstumsunternehmen mit Dividendenfantasie“, sagt der zuvor als Finanzvorstand bei Jenoptik aktiv gewesene Günther. Im Zentrum steht dabei die neue Wachstumsstrategie ACT (Attack – Customer  – Transformation), die das Berliner Unternehmen bis zum Jahr 2023 auf einen Umsatz von rund 400 Mio. Euro sowie eine EBITDA-Marge von rund 20 Prozent führen soll. Zur Einordnung: 2016 sollen die Erlöse sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen das jeweilige 2015er-Niveau von 191 Mio. Euro bzw. 26,80 Mio. Euro leicht übertreffen. Damit liegt die Ausgangsbasis für die EBITDA-Marge bei rund 14 Prozent.

 

Francotyp-Postalia  Kurs: 3,090 €

 

Die erste Zwischenzeit soll 2020 genommen werden. Dann wollen die Berliner rund 250 Mio. Euro Umsatz und eine EBITDA-Rendite von mindestens 17 Prozent ausweisen. Das scheint nicht zu hoch gegriffen und würde ab 2016 einem organischen Wachstum von knapp sechs Prozent pro Jahr entsprechen. Dabei haben wir unterstellt, dass FP 2016 mit rund 200 Mio. Euro Umsatz loslegt. „Wir haben die Fakten von einer geänderten Perspektive aus betrachtet und bewerten sie jetzt ganz anders“, sagt Günther und spielt darauf an, dass der Markt für Kuvertiermaschinen auch künftig gute Wachstumschancen verspricht, während Hoffnungsträger wie Produkte um die sichere DE-Mail auch in näherer Zukunft wohl eher nicht aus dem Knick kommen. Sollte Francotyp-Postalia die gesetzten Ziele erreichen, wäre der Titel – zumindest aus heutiger Sicht – ein kleines KGV-Wunder. Immerhin streben die Berliner von 2020 bis 2023 ein Ergebnis je Aktie von Untergrenze 1,00 Euro an – bei einem Aktienkurs von gegenwärtig 4,80 Euro. Als Dividende sollen laut früheren Aussagen zwischen 35 und 50 Prozent des um außerordentliche Faktoren – wie Restrukturierungskosten – bereinigten Konzerngewinns ausgekehrt werden. Für 2016 kalkuliert boersengefluester.de vorerst mit einer um 2 Cent auf 0,14 Euro pro Anteilschein erhöhten Dividende, womit der Anteilschein auf eine Rendite von 2,9 Prozent kommen würde. Interessant: Die Dividende für 2015 wurde „steuerfrei“ ausgeschüttet.

Bis hierhin hört sich Francotyp-Postalia nach einer knackigen Investmentstory im Small-Cap-Bereich an. Allerdings muss die Gesellschaft auch liefern, und in der Vergangenheit wurde hier mitunter mehr angekündigt, als letztlich gehalten wurde. Das optisch niedrige KGV ist also zumindest mit einem kleinen Abzug in der B-Note zu versehen. Unterm Strich ist aber nicht zu übersehen, dass bei Francotyp-Postalia momentan ein frischer Wind weht. Das zeigt auch die nun völlig überarbeitete Webseite des Unternehmens. Wer als Anleger auf der Homepage von Francotyp-Postalia sich früher mühevoll nach Zwischenberichten oder anderen Investor-Informationen durchgeklickt hat, wird die Vorzüge der neuen Seite zu schätzen wissen.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Francotyp-Postalia
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
FPH900 3,090 Kaufen 50,37
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
9,97 21,47 0,46 31,53
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,14 3,34 0,25 4,04
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 15.06.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
25.05.2022 01.09.2022 24.11.2022 28.04.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-2,49% 3,90% 0,65% 1,31%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 202,97 206,34 204,21 209,09 195,85 203,70 234,00
EBITDA1,2 27,22 26,32 17,07 33,31 7,95 18,45 27,10
EBITDA-Marge3 13,41 12,76 8,36 15,93 4,06 9,06 11,58
EBIT1,4 9,74 7,26 -0,27 5,90 -13,99 -0,66 7,60
EBIT-Marge5 4,80 3,52 -0,13 2,82 -7,14 -0,32 3,25
Jahresüberschuss1 6,20 4,65 0,90 1,70 -15,15 0,37 4,85
Netto-Marge6 3,05 2,25 0,44 0,81 -7,74 0,18 2,07
Cashflow1,7 22,13 21,25 24,24 23,05 22,77 15,07 19,00
Ergebnis je Aktie8 0,36 0,28 0,06 0,11 -0,94 0,02 0,24
Dividende8 0,16 0,12 0,03 0,00 0,00 0,00 0,03
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2021 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG

 

Foto: pixabay



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.