H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 9,48%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 7,43%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 6,98%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 5,69%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 4,65%
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ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 4,07%
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Anteil der Short-Position: 4,04%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,91%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 2,90%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 2,61%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,15%
CT4
FOX E-MOBILITY IN...
Anteil der Short-Position: 2,00%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 1,63%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,32%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,27%
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Anteil der Short-Position: 1,01%
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SLM SOLUTIONS GRP
Anteil der Short-Position: 0,91%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 0,86%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,77%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,72%
FSNT
FASHIONETTE
Anteil der Short-Position: 0,60%
FME
Fresenius Med. Care
Anteil der Short-Position: 0,56%
VNA
VONOVIA
Anteil der Short-Position: 0,43%

Haikui Seafood: In rauer See unterwegs

Er ist so etwas wie der Sonnyboy unter den Vorständen der in Deutschland notierten chinesischen Gesellschaften. Quirlig und stets gut gelaunt begeistert Alan Gey, Finanzchef von Haikui Seafood, seine Zuhörer. Einige der abgeklärtesten Nebenwerte-Investoren – nicht nur aus Deutschland – hat er für seine Aktie gewonnen. Obwohl das Geschäftsjahr 2013 ein Desaster war, hat er wenig an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Selbst unter den überzeugten China-Skeptikern rangiert Haiku als eines der Unternehmen, denen ein langfristiger Erfolg zugetraut wird.

Fisch ist derzeit eines der begehrtesten Lebensmittel weltweit. Die wachsende Weltbevölkerung, von der sich immer mehr Menschen hochwertige Lebensmittel leisten können, und zunehmendes Gesundheitsbewusstsein in den Industrieländern lassen die Nachfrage kräftig steigen. Haikui Seafood, als eines der großen Unternehmen in China, verarbeitet Fische und Meeresfrüchte für den heimischen und internationalen Markt, hauptsächlich Asien, Europa und die Vereinigten Staaten. Mit einem Anteil von 80 Prozent ausländischer Kunden ist das Unternehmen zugleich der größte Exporteur der Branche in der Südchinesischen Provinz Fujian, gegenüber der Insel Taiwan. Rund 80 Prozent des Umsatzes werden mit gefrorenen Produkten aus diversen Fischsorten, Garnelen und Krabben erzielt. Der Rest wird hauptsächlich mit Konserven erlöst.

Mitte Mai 2012 kam Haikui mit atemberaubenden Wachstumserwartungen und einem beachtlichen Track-Record in Frankfurt an die Börse. Doch schon ein halbes Jahr später war es vorbei mit der Herrlichkeit. Zwar legten die Umsätze im ersten Quartal 2013 noch leicht zu, doch der Gewinn kam mächtig unter Druck. Im Jahresverlauf wurde der Gegenwind stärker. Vorläufig letztes Kapitel der Trauerreise: Im vierten Quartal 2013 brach der Umsatz um drei Viertel weg, und unterm Strich blieb eine schwarze Null.

Was war geschehen? Im vergangenen Jahr kumulierten sich die Schwierigkeiten. Das schnelle Wachstum und die hohen Gewinn-Margen haben zunehmend Wettbewerber auf den Plan gerufen. Rund 10.000 Fischverarbeiter soll es inzwischen in China geben. Das hat die Verkaufspreise – trotz kräftiger Nachfrage – unter Druck gebracht und die Löhne für die gut ausgebildeten Arbeiterinnen in der Region steigen lassen. Eine schlechte Fangsaison und Erkrankungen der Tiere in Aquakulturen – hauptsächlich Garnelen und Krabben, bei denen die Gewinnmargen besonders hoch sind – haben die Einstandspreise in die Höhe getrieben. Zudem führte der Mangel an Fisch und Schalentieren zu Absatzeinbrüchen bei sinkenden Preisen und steigenden Kosten.

 

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Zu allem Überfluss hat die neue chinesische Regierung dann noch die Qualitätskontrollen – und besonders die -zeiträume verschärft, was aufgrund der länger dauernden Produktion zu Lieferverzögerungen führte. So verringerte sich der Umsatz im ganzen Jahr 2013 um 40 Prozent auf 118 Mio. Euro. Unterm Strich blieb ein Jahresüberschuss von 10,2 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es noch 32 Mio. Euro. Besonders bedauerlich ist, dass die angedachte Dividende kassiert wurde. Die freien Finanzmittel sollen zur Finanzierung einer neuen Produktionsanlage verwendet werden.

Auch wenn das Geschäft derzeit unter starkem Wettbewerb sowie Rohmaterial-Knappheit leidet und von Wachstum weit und breit nichts zu sehen ist, so ist das Produktionsvolumen von Haikui sowieso auf 34.000 Tonnen begrenzt. Um die Kapazitäten auszuweiten, wird derzeit in größere und modernere Kapazitäten investiert. Die – kaum wahrgenommene – Pressemitteilung vom 23. Dezember 2013 hierzu ist denn auch der Hauptgrund für den anhaltenden Optimismus der Investoren: „Die Haikui Seafood AG erhält für ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Fujian Dongshan Haikui Aquatic Products ein langfristiges Darlehen in Höhe von 25,0 Mio. US-Dollar (etwa 18,5 Mio. Euro) von der DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft). Das Darlehen soll zur Finanzierung einer neuen Fischverarbeitungsfabrik auf der Insel Dongshan beitragen, die eine Gesamtinvestitionssumme von ungefähr 550,0 Mio. Renminbi (etwa 66,0 Mio. Euro) erfordern wird.“

Das Interessante hieran ist, dass ein chinesisches Unternehmen von der DEG  – immerhin ein Tochterunternehmen der KfW – einen Kredit bekommt. Dabei ist die DEG nicht irgendwer, sondern einer der größten europäischen Entwicklungsfinanzierer für langfristige Projekt- und Unternehmensfinanzierung. Das Unternehmen hat mehr als 50 Jahre Erfahrung in Entwicklungs- und Schwellenländern. So führte es denn für die Gewährung des Darlehens auch eine „umfangreiche Prüfung der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Aspekte der Geschäftstätigkeit von Haikui Seafood durch“. Das allein zeichnet Haiku derzeit schon gegen Firmen wie Kinghero, Powerland, MingLe Sports oder Goldrooster aus, die mächtig um ihre Reputation kämpfen müssen. In zwei Jahren soll sich mithilfe der neuen Produktionsanlagen die Verarbeitungsmenge verdoppeln. Anfang 2014 wurde die Landnutzung unter Dach und Fach gebracht. Im April sollen die Bagger anrollen und wenn es keine weiteren Schwierigkeiten gibt, ist die Fertigstellung für Ende 2015 geplant.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer:

 

Es wird also noch eine ganze Weile dauern, bis Haikui wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt. Die Analysten der Frankfurter BankM, Roger Becker und David Szabadvari, bringen es auf den Punkt: „Das aktuelle Branchenumfeld wirft Haikui schwer zu überwindende Hindernisse in den Weg. Es ist derzeit nicht abzusehen, wann sich die Situation entspannen wird.“ Es wird sicherlich noch zwei Jahre dauern, bis Haikui an das dynamische Wachstum vergangener Jahre anknüpfen kann. Dafür ist zum einen die Normalisierung des Wettbewerbes erforderlich. Nach Auskünften von Alan Gey sollte sich dieses Problem in naher Zukunft lösen. Er hat beobachtet, dass eine Reihe von Private Equity Firmen in das Seafood-Geschäft in China eingestiegen sind, die nun allmählich an ihre Liquiditätsgrenzen stoßen. Derzeit machen sie die Verkaufs-Preise kaputt, weil sie dringend Bargeld benötigen.

In ihrer Not sollen sie auf die Rentabilität keine Rücksicht mehr nehmen. Die Hoffnung von Gey ist, dass diese Konkurrenten in absehbarer Zeit aus dem Markt ausscheiden. Zum anderen sollten sich die Fangmengen von allein normalisieren. Schwankungen bei den Erträgen kommen in der Fischerei immer wieder vor. Für das Problem mit der Erkrankung der Shrimps und Krabben in den Aquakulturen zeichnet sich jedoch keine schnelle Lösung ab. Dennoch sehen die Experten der BankM hier bereits einen „Schimmer am Ende des Tunnels“. Wie in der Landwirtschaft helfen letzlich nur Gottvertrauen und nachhaltige Produktions- beziehungsweise Fangmethoden.

Gey will aus den Fehlern gelernt haben und besser mit den schwierigen Rahmenbedingungen zurechtkommen. Obwohl der Umsatz im ersten Quartal 2014 noch deutlich gegenüber dem relativ guten ersten Quartal 2013 zurückgehen wird, erwartet er für das ganze Jahr einen Umsatzanstieg von mindestens fünf bis zehn Prozent (in chinesischer Währung) sowie eine EBIT-Marge zwischen elf und 13 Prozent. Die BankM siedelt den fairen Wert der Aktie bei 16,02 Euro an. Optimistisch für die Zukunft stimmt sie, dass die Finanzierung der neuen Produktionsanlagen nun unter Dach und Fach ist. Auch wenn es noch zwei oder drei Jahre dauern wird, bis Haikui wieder auf Wachstumskurs segelt, so hat die Aktie doch ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Die BankM-Analysten haben Haikui von Neutral auf Kaufen heraufgestuft.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,00 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    

 

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