H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 9,28%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 7,43%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 7,32%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 5,17%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 4,15%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 3,85%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 3,00%
ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 2,99%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 2,73%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,68%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 2,39%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 2,33%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,06%
CT4
FOX E-MOBILITY IN...
Anteil der Short-Position: 1,91%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,40%
O2D
TELEFONICA DTLD HLDG
Anteil der Short-Position: 1,32%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,01%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 1,00%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,90%
AM3D
SLM SOLUTIONS GRP
Anteil der Short-Position: 0,82%
FME
Fresenius Med. Care
Anteil der Short-Position: 0,71%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 0,54%
WSU
WashTec
Anteil der Short-Position: 0,52%

IFA Hotel & Touristik: Nichts für Pauschalanleger

Zum Börsengang von IFA Hotel & Touristik im Juli 1995 gab es für die auf der Emissionskonferenz anwesenden Journalisten und Analysten noch eine Unze Feinsilber als Begrüßungspräsent. Ein echter Erfolg wurde das IPO des Touristikunternehmens dennoch nicht. Schon bald liefen die Technologie und Internettitel des wenig später aus der Taufe gehobenen Neuen Markts dem Urlaubsspezialisten den Rang ab. Es folgten etliche Umstrukturierungen und auch Aktionärswechsel bei IFA. Die meisten Börsianer werden den Titel daher wohl längst vergessen haben und nur noch gelegentlich bei der Urlaubsplanung über IFA Hotel & Touristik stolpern. Dabei ist die Gesellschaft mit Fokus auf Deutschland (Ostsee), Spanien (Gran Canaria), Österreich (Kleinwalsertal) und Dominikanische Republik noch immer börsennotiert. Größter Anteilseigner ist die spanische Hotelgruppe Lopesan, zudem liegt ein wesentliches Paket bei dem norwegisch-amerikanischen Investor Alexander Vik. Der Streubesitz beträgt ganze 5,85 Prozent. Kein Wunder, dass ein Börsenrückzug (Squeeze-out) quasi zum Dauerthema bei IFA Hotel & Touristik avanciert ist. Passiert ist in diese Richtung bislang freilich nichts.

IFASilber

Der Börsenwert des Unternehmens erreicht knapp 57 Mio. Euro, dementsprechend niedrig ist mit rund 3,3 Mio. Euro der Free Float. Zum Vergleich: Der MDAX-Konzern TUI bringt 3.045 Mio. Euro auf die Waage. Ein entspanntes touristisches Investment für Pauschalanleger ist die IFA-Aktie also nicht. Gewiefte Nebenwertefans kommen dagegen auf ihre Kosten. Auf dem aktuellen Niveau von 8,61 Euro ist das Papier nämlich erstaunlich günstig bewertet. 2013 steigerte IFA Hotel & Touristik den Umsatz um knapp 1,3 Prozent auf 109,17 Mio. Euro und erzielte dabei einen Nettogewinn von 6,04 Mio. Euro. Das ist zwar um rund 19 Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings hat das Unternehmen 2013 die Ausgaben für Modernisierungen der Ferienhotels und Reha-Zentren mit 7,9 Mio. Euro um fast 84 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Zudem gab es einige Sondereffekte. Kein Wunder, dass Finanzvorstand Gonzalo Betancor Bohn unterm Strich von einem „sehr erfreulichen Konzernergebnis“ spricht. Schließlich hatte der Vorstand erst zur Vorlage des Neun-Monats-Berichts die Gewinnerwartungen von 5 Mio. Euro auf eine Spanne zwischen 4 und 5 Mio. Euro gekürzt.

 

LS Invest  Kurs: 6,350 €

 

Auf eine Dividende müssen die Anleger für 2013 dennoch verzichten, nachdem die Gesellschaft im Vorjahr noch 0,20 Euro pro Anteilschein ausgekehrt hatte. Dafür sieht der Ausblick umso ansprechender aus. Für 2014 stellt der Vorstand – bei leicht steigenden Umsatzerlösen – einen Überschuss von rund 7 Mio. Euro in Aussicht. Das entspräche einem Ergebnis je Aktie von 1,06 Euro. Auf Basis der 2015er-Gewinnschätzung von boersengefluester.de käme der Small Cap auf ein KGV von gerade einmal 7,8. Zudem wird das Papier mit einem erstaunlichen Discount von einem Viertel auf den Buchwert gehandelt. Punktabzüge gibt es dagegen für die relativ hohe Nettoverschuldung von zuletzt 73,2 Mio. Euro. Aber auch in dieser Disziplin hat IFA zuletzt deutliche Fortschritte gemacht und für 2014 einen weiteren Abbau der Finanzverbindlichkeiten avisiert. Gemessen an den einschlägigen Bewertungskennzahlen hat die IFA-Aktie also deutliches Erholungspotenzial. Aufgrund der extremen Marktenge eignet sich der Titel aber nur für einen sehr begrenzten Investorenkreis. Und die spannende Frage bleibt: Wie lange wird es die IFA-Aktie wohl überhaupt noch auf dem Kurszettel geben? Klar ist: Sollte es irgendwann zum Squeeze-out kommen, wird es bestimmt keine Silber-Unzen als Abschiedsgeschenk geben.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
LS Invest
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
613120 6,350 Halten 314,33
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
22,68 18,75 1,21 29,40
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,78 73,10 6,62 39,01
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 21.10.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
- 30.09.2021 - 14.05.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-6,93% 6,67% 45,64% 33,97%
    


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.