H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 9,48%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 7,43%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 6,98%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 5,69%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 4,65%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 4,07%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 4,04%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,91%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 2,90%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 2,61%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,15%
CT4
FOX E-MOBILITY IN...
Anteil der Short-Position: 2,00%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 1,63%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,32%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,27%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 1,01%
AM3D
SLM SOLUTIONS GRP
Anteil der Short-Position: 0,91%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 0,86%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,77%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,72%
FSNT
FASHIONETTE
Anteil der Short-Position: 0,60%
FME
Fresenius Med. Care
Anteil der Short-Position: 0,56%
VNA
VONOVIA
Anteil der Short-Position: 0,43%

Leifheit: Auf diesem Niveau einen Blick wert

Eigentlich ist Leifheit eine klassische Value-Aktie. Der Hersteller von Haushaltswaren verfügt über eine starke Marke, hat eine robuste Bilanz und zahlt attraktive Dividenden. Doch seit rund einem Jahr läuft es alles andere als rund für Leifheit. Was mit Aufwendungen für die Neuordnung des Vertriebs im Markengeschäft und ungünstigen Währungsverschiebungen begann, setzte sich in den Folgequartalen fort: Den Start ins Geschäftsjahr 2018 bezeichnete das Management gar als „holprig. Zudem muss auch Leifheit in die Digitalisierung und die weitere Internationalisierung des Geschäfts investieren. Als ein gravierendes Problem entpuppte sich zuletzt die schwächere Entwicklung im Bereich elektrischer Produkte für die Oberflächenreinigung – sprich Fenstersauger. Und da Leifheit sogar davon ausgeht, dass sich dieser Markt nicht schnell wieder beleben wird, haben die Nassauer mit Vorlage des Halbjahresberichts sogar ihre 2018er-Prognosen für Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gekürzt.

An der Börse kam das alles gar nicht gut an, der ohnehin schwache Aktienkurs hat das Tempo Richtung Süden nochmals verschärft. Mittlerweile türmt sich das Kursminus des ehemalige SDAX-Titels seit Jahresbeginn auf gut 37 Prozent. Unter Berücksichtigung der Dividende von zuletzt 1,05 Euro bleibt eine negative Performance von rund einem Drittel. Nun sagt eine alte Börsenregel, dass man niemals in ein fallendes Messer greifen solle und bestimmt waren auch die heißen Sommerwochen des dritten Quartals nicht unbedingt eine Einladung zum Kauf von Fensterreinigern oder Bügelbrettern. Andererseits lohnt es sich auf dem gedrückten Kursniveau durchaus, die auf die Bewertung der Leifheit-Aktie abzustellen.

 

Leifheit  Kurs: 33,650 €

 

Das für 2018 zu erwartende Umsatzplus hat CEO Thomas Radke zuletzt auf eine Bandbreite zwischen 2,5 und 3,5 Prozent reduziert – nachdem die Spanne zuvor zwischen 4,0 und 5,0 Prozent gelegen hatte. Beim EBIT peilt Radke eine Größenordnung von 16 bis 17 Mio. Euro an. Hier lag die vorherige Vorschau am unteren Ende der Bandbreite von 17 bis 18 Mio. Euro. Damit würde Leifheit etwa auf das Renditeniveau des Jahres 2013 zurückfallen – was schon damals kein besonders guter Wert war. Mindestens genau so richtig ist aber, dass es damals keine schlechte Idee war, sich ein paar Leifheit-Aktien ins Depot zu legen – auch wenn die Umstände nicht unmittelbar vergleichbar sind. Trotzdem: Lässt man einmal die Pensionsrückstellungen von knapp 70 Mio. Euro außen vor, agiert das Unternehmen frei von Finanzverbindlichkeiten und weist eine Liquidität von etwas mehr als 48 Mio. Euro aus. Die Marktkapitalisierung beträgt beim aktuellen Aktienkurs von 17,50 Euro genau 175 Mio. Euro, so dass sich ein Unternehmenswert (Enterprise Value) von knapp 127 Mio. Euro ergibt. Demnach würde Leifheit zurzeit mit weniger als dem Achtfachen des für 2018 zu erwartenden EBIT gehandelt.


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Königsargument für die Leifheit-Aktie war freilich immer die Dividende: Grundsätzlich hat es sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, etwa drei Viertel des Gewinns an die Aktionäre auszukehren. Demnach könnte es zur Hauptversammlung im kommenden Frühjahr durchaus zu einer Dividendensenkung kommen. Boersengefluester.de hält zurzeit eine Ausschüttung von 0,75 Euro für 2018 für ein realistisches Szenario – nach 1,05 Euro je Aktie im laufenden Jahr. Bezogen auf den gegenwärtigen Aktienkurs käme Leifheit damit auf eine Dividendenrendite von fast 4,3 Prozent, was auch nicht so schlecht ist. Antizyklisch orientierte Anleger nehmen sich den Titel damit zumindest auf die Beobachtungsliste. Zwar rechnen wir Mitte November mit abermals schwachen Zahlen zum dritten Quartal, aber wenn Leifheit die Prognosen für 2018 auch nur einigermaßen einhält, kann man eigentlich nicht viel verkehrt machen mit dieser Value-Aktie. Zudem wird der Titel nur noch mit dem Doppelten des Buchwerts gehandelt.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Leifheit
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
646450 33,650 Kaufen 336,50
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
19,79 21,86 0,87 27,40
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,70 83,42 1,24 13,39
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
1,05 1,05 3,12 25.05.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
11.05.2022 09.08.2022 11.11.2021 29.03.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-3,87% -19,17% -22,64% -13,72%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 231,83 237,06 236,80 234,20 234,04 271,60 288,00
EBITDA1,2 26,70 28,32 25,25 20,01 18,10 27,30 26,50
EBITDA-Marge3 11,52 11,95 10,66 8,54 7,73 10,05 9,20
EBIT1,4 21,65 22,12 18,84 13,06 9,88 18,78 18,00
EBIT-Marge5 9,34 9,33 7,96 5,58 4,22 6,91 6,25
Jahresüberschuss1 14,33 14,53 12,88 8,41 5,83 12,53 12,70
Netto-Marge6 6,18 6,13 5,44 3,59 2,49 4,61 4,41
Cashflow1,7 20,76 21,84 7,22 10,19 15,89 4,03 11,00
Ergebnis je Aktie8 1,51 1,53 1,35 0,88 0,61 1,32 1,27
Dividende8 1,38 1,45 1,05 1,05 0,55 1,05 1,05
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG

 

 

Foto: Leifheit AG



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.