TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 6,54%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 5,52%
KTN
KONTRON O.N
Anteil der Short-Position: 4,26%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 4,01%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 3,34%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 3,20%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,94%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 2,82%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 2,53%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 2,29%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 2,18%
PBB
DT.PFANDBRIEFBK
Anteil der Short-Position: 2,09%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 1,73%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,64%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 1,51%
ADS
Adidas
Anteil der Short-Position: 1,50%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 1,02%
MUV2
Münchener Rück
Anteil der Short-Position: 0,58%
ALV
Allianz
Anteil der Short-Position: 0,58%
DB1
Deutsche Boerse
Anteil der Short-Position: 0,58%
IFX
Infineon
Anteil der Short-Position: 0,57%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,49%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 0,49%

Mynaric: Nasdaq-Listing geschafft

Parallelnotierungen von deutschen Unternehmen in den USA sind wieder in Mode. Zuletzt sorgte etwa das Biotech-Unternehmen Evotec für Schlagzeilen. Noch sehr viel interessanter, weil einfach so zwangsläufig, ist jedoch das frisch gestartete Nasdaq-Listing von Mynaric. Die eigentliche Börsenheimat des Anbieters von lasergestützten Kommunikationsterminals ist zwar seit etwas mehr als vier Jahren der Frankfurter Scale, doch selbst in diesem für aufstrebende Firmen gedachten Spezialsegment ist Mynaric seit jeher ein Exot. Immerhin liefert das in Gilching bei München ansässige Unternehmen Laser-Hardware, mit der Satelliten-Verbunde miteinander vernetzt werden sollen, um so etwa für ein leistungsfähiges Internet auch an entlegenen Plätzen zu sorgen. Zudem ist die kommerzielle Nutzung des Weltraums nicht nur ein Thema für US-Milliardäre wie Tesla-Boss Elon Musk oder Amazon-Gründer Jeff Bazos, sondern seit jeher eine militärische Domain. Entsprechend zugeknöpft zeigt sich Mynaric mitunter, wenn es um die eigene Kundschaft geht.

Heimische Anleger fremdeln aber auch deshalb ein wenig mit der Mynaric-Aktie, weil sich die Gesellschaft gerade erst auf dem Sprung in die Serienproduktion befindet – mit entsprechend niedrigen Umsatzerlösen und hohen Anlaufverlusten. Eine Kombination, mit der US-Investoren erfahrungsgemäß deutlich weniger Probleme haben. Spätestens mit dem Einstieg von SpaceX und Airbus-Vice President Bulent Altan ins Vorstandsteam von Mynaric im Frühjahr 2019 dürfte jedoch klar gewesen sein, dass die Börsenstory der Gesellschaft auf ein US-Listing hinausläuft. Insbesondere auch deshalb, weil mit dem Multi-Investor Christian Angermayer jemand an Bord ist, der über sein Biotech-Portfolio (u. a. Atai Life Sciences und Compass Pathways) ein ausgesprochenes Faible für die US-Börse entwickelt hat. Und mit Blick auf das Netzwerk von Christian Angermayer ist es nicht sonderlich überraschend, dass sich auch die Star-Investoren Peter Thiel und Cathie Wood engagiert haben.

  Kurs: 0,000 €

Konkret hat Mynaric (inklusive Mehrzuteilungsoption) 1.150.000 neue Aktien – unterteilt in 4.600.000 American Depositary Shares (ADS) an der Nasdaq platziert. Bei einem Ausgabepreis von 16,50 Dollar pro ADS fließen dem Unternehmen damit brutto fast 76 Mio. Dollar (umgerechnet gut 66 Mio. Euro) zu. „Mynaric beabsichtigt die Nettoerlöse des Angebots für das Hochfahren der Serienproduktion, die Weiterentwicklung der bestehenden Produkte und die Erweiterung des Produktportfolios, weitere Investitionen in zusätzliche Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, den Ausbau seiner Vertriebs- und Marketingaktivitäten sowie die Rückführung ausstehender Beträge im Rahmen einer Kreditlinie zu verwenden“, heißt es offiziell.

Was das Timing angeht, hätte das Nasdaq-Listing kaum besser laufen können, denn nur wenige Tage zuvor wurde Mynaric von dem US-Konzern Northrop Grumman als strategischer Laserkommunikations-Lieferant für US-Regierungsprogramme im Weltraum ausgewählt. Dem Vernehmen nach geht es hier um ein Volumen von mindestens 35 Mio. Dollar. Für ein deutsches Unternehmen wie Mynaric ist das ein gewaltiger Erfolg mit erheblicher Sogwirkung. Per saldo bleibt die Aktie natürlich ein hoch spekulatives Investment, verglichen mit dem Zeitpunkt des IPOs im Frankfurter Scale-Segment hat sich das Unternehmen jedoch massiv nach vorn entwickelt und ist längst nicht mehr die reine Science Fiction-Wette, für die es lange Zeit gehalten wurde.

Auf Basis der neuen Aktienzahl von 5.242.948 Stück beträgt der Börsenwert zurzeit knapp 362 Mio. Euro. Gemessen an den aktuellen Zahlen ist das viel, mit Perspektive auf 2024 aber möglich doch wieder eher moderat. Am 22. November präsentiert Mynaric auf dem Eigenkapitalforum der Deutschen Börse. Normalerweise müssten auch die heimischen Investoren nun noch stärker auf die Story aufmerksam werden.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,00 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer:

Foto: Mynaric AG


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.