VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 6,70%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 6,44%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 4,78%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 4,61%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 4,10%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 3,53%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 3,27%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 3,21%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 3,20%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 2,97%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,34%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 1,92%
NEM
Nemetschek
Anteil der Short-Position: 1,79%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 1,72%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 1,67%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,37%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 1,36%
JEN
JENOPTIK
Anteil der Short-Position: 1,17%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 1,01%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 0,98%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 0,59%
TPE
PVA TePla
Anteil der Short-Position: 0,58%
ENR
SIEMENS ENERGY
Anteil der Short-Position: 0,48%

Nanogate: Verschärftes Programm

Es gibt Unternehmen, für die boersengefluester.de besonders gern eine Kristallkugel hätte, mit der man in die Zukunft sehen könnte. Ganz vorn in dieser Kategorie steht zurzeit Nanogate. Der Beschichtungsdienstleister durchlebt momentan eine super schwierige Phase und muss dem rasanten Wachstumskurs der vergangenen Jahre Tribut zollen. Im Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de vermeidet CEO Ralf Zastrau zwar das Wort Sanierung und spricht stattdessen von einer Restrukturierung. Doch ein Blick auf den Chart reicht, um die Brisanz der Lage zu erkennen. In den vergangenen beiden Jahren hat der Anteilschein nun um fast drei Viertel an Wert verloren – entsprechend ist die Marktkapitalisierung auf 70 Mio. Euro geschrumpft.

Auslöser des jüngsten Abwärtsschubs ist die Meldung, dass die Mixtur aus deutlich höheren Ausschussraten im Zuge des Anlaufs neuer Beschichtungsprojekte sowie die gestiegenen Aufwendungen für die Umsetzung der Neuaufstellung des Konzerns dazu führen, dass Nanogate die bislang für 2019 in Aussicht gestellten Ergebnisziele nicht erreichen wird. Demnach dürfte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um vermutlich rund 6 Mio. Euro niedriger ausfallen als gedacht und in einer Bandbreite von 8 bis 11 Mio. Euro landen – statt der ohnehin schon reduzierten Spanne von 14 bis 17 Mio. Euro. Zudem hat CEO Zastrau die Mittelfristprognose bis 2025 vorsichtshalber kassiert.

  Kurs: 0,000 €

Noch größere Sorgen bereitet den Investoren freilich, dass die hoch verschuldeten Saarländer von einem möglichen Verstoß gegen vereinbarte Kreditklauseln reden und sich deswegen in „konstruktiven Verhandlungen“ mit den finanzierenden Banken befinden. Und als wenn das alles nicht genug wäre, prüft Nanogate mittlerweile sogar die „Aufgabe oder Veräußerung von Assets“. Gemeint sind hiermit in erster Linie die mögliche Veräußerung von Immobilien oder Teile einzelner Tochtergesellschaften. Keineswegs geht es um einen größeren Kahlschlag, zumal Zastrau immer wieder betont, dass der Nanogate-Konzern mit seinen Produkten strategisch top aufgestellt ist. Keine Frage: Sollte der erhoffte Dreh in den kommenden zwei Jahren gelingen, dürfte die Nanogate-Aktie in signifikant höheren Regionen stehen.

Valide abschätzen lässt sich die Erfolgswahrscheinlichkeit indes nicht, auch wenn Nanogate für sein Zukunftsprogramm NXI nun die zweite Stufe NXI-Plus gezündet hat und sich mit Robert Wittmann (ehemals Autoliv und auch dem zur Schaltbau-Holding gehörenden Türsystemhersteller Bode) einen erfahrenen neuen Vorstand fürs operative Geschäft an Bord geholt hat. Nicht blenden lassen sollten sich Anleger derweil davon, dass die Nanogate-Aktie zu nicht einmal mehr 60 Prozent des Buchwerts gehandelt wird. Grund für diese vorsichtige Einschätzung ist, dass auf der Aktivseite der Bilanz Firmenwerte in Höhe von fast 97 Mio. Euro stehen. Sollte sich im Zuge des Umstrukturierungsprozesses hier ein Abschreibungsbedarf ergeben, würde sich das Bild schnell drehen – zumal der operative Verlust ebenfalls noch am Eigenkapital zehrt. Und eine neuerliche Barkapitalerhöhung wird den Investoren nur schwer zu vermitteln sein.

Wer an die Story von Nanogate und den Erfolg des verschärften Zukunftsprogramms NXI-Plus glaubt, wird den Spezialwert – trotz der mittlerweile aufgetürmten Kursverluste – wohl im Depot belassen. Für eine spekulative Kaufempfehlung bräuchte es zurzeit indes eine Kristallkugel – und die haben wir leider nicht.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,00 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer:

Foto: Mathew Skate auf Pixabay

Hinweis:
Die Berichterstattung und Handlungseinschätzungen durch boersengefluester.de stellen keine Anlageempfehlungen und auch keine Empfehlung oder einen Vorschlag einer Anlagestrategie dar. Boersengefluester.de hält keine Beteiligung an der Nanogate SE. Zwischen der Nanogate SE und boersengefluester.de besteht eine Vereinbarung zur Soft-Coverage der Nanogate-Aktie.


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.