ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 5,90%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 5,30%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 4,13%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 4,05%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 3,81%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,74%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,60%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,41%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,27%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 3,09%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 2,69%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 2,60%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,51%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,46%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,34%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 2,18%
UN01
UNIPER
Anteil der Short-Position: 1,60%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 1,21%
NEM
Nemetschek
Anteil der Short-Position: 1,19%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 1,17%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,11%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,00%
JEN
JENOPTIK
Anteil der Short-Position: 0,67%

NFON: Deutlich aufgestockt

Nach 50 Prozent Kursrückgang allein in den vergangenen drei Monaten ist es ein starkes Signal für die NFON-Aktie: Aufsichtsrat Günter Müller hat für etwas mehr als 3,2 Mio. Euro annähernd 531.000 Anteilscheine des auf Telefonie für Firmenkunden spezialisierten Unternehmens gekauft. Die Stücke stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit – auch wenn es dafür keine keine offizielle Bestätigung gibt – von der schwedischen Swedbank, die ihren Anteil an NFON parallel dazu von ehemals 3,18 auf jetzt null Prozent reduziert hat. Für Müller offenbar eine willkommene Gelegenheit, denn der langjährige Großaktionär – zugerechnet werden ihm die Stücke über die ASC Technologies bzw. dem Investmentvehikel Milestone Venture Capital – hat regelmäßig erklärt, dass er seinen Anteil an NFON aufstocken will.

Krass: Der nun gemeldete Insiderdeal zu 6,10 Euro je Aktie kam zu nur etwa der Hälfte des Emissionspreises von 12 Euro aus dem Frühjahr 2018 zustande. Hätte boersengefluester.de nicht gedacht, dass der Titel noch einmal auf einen Börsenwert von im Tief 103 Mio. Euro abrutscht, zumal der NFON-Aktienkurs Anfang März 2021 in der Spitze bereits bis auf knapp 23 Euro – entsprechend einer Marktkapitalisierung von 379 Mio. Euro – geklettert war. Was beunruhigt den Kapitalmarkt so sehr? Zunächst einmal gehört NFON in die Gruppe von Unternehmen, die Wachstum vor Profitabilität gestellt haben. So ist es das erklärte Ziel gewesen, den in vielen europäischen Ländern gerade erst Fahrt aufnehmenden Markt für Cloud-basierte Businesskommunikation mit möglichst großer Produktabdeckung und entsprechend internationaler Präsenz anzugehen.

NFON  Kurs: 7,040 €
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 30,39 35,65 43,03 57,12 67,60 75,89 82,00
EBITDA1,2 -0,72 -1,03 -7,78 -6,98 2,32 -2,03 -3,00
EBITDA-Marge3 -2,37 -2,89 -18,08 -12,22 3,43 -2,68 -3,66
EBIT1,4 -1,26 -1,70 -8,47 -9,99 -1,83 -8,97 -8,20
EBIT-Marge5 -4,15 -4,77 -19,68 -17,49 -2,71 -11,82 -10,00
Jahresüberschuss1 -1,55 -2,02 -8,11 -10,92 -2,24 -8,91 -9,30
Netto-Marge6 -5,10 -5,67 -18,85 -19,12 -3,31 -11,74 -11,34
Cashflow1,7 -1,54 -0,34 -4,96 -7,19 1,15 -1,76 -3,50
Ergebnis je Aktie8 -0,12 -0,16 -0,76 -0,77 -0,15 -0,54 -0,56
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG

Grundsätzlicher Vorteil des Geschäftsmodells ist dabei der enorm hohe Anteil von wiederkehrenden Erlösen von annähernd 90 Prozent. Andererseits ist aber auch so, dass das Wachstum mit der Anzahl an installierten Nebenstellen (Seats) bei den Kunden gekoppelt ist. Entsprechend hätte eine Rezession mit dann zu befürchtenden deutlichen Stellenkürzungen bei den Unternehmen auch negative Effekte auf NFON. Hinzu kommt, dass sich der Markt für Geschäftstelefonie schnell wandelt und sich darüber hinaus in der aktuellen Situation Investitionsentscheidungen häufig verzögern. „Dies bedeutet für uns, dass wir in der aktuellen Situation unsere Wachstumsinvestitionen in Marketing und Personal nicht weiter erhöhen werden. Profitabilität hat nun klare Priorität“, sagt CEO Klaus von Rottkay.

Dabei rechnet NFON für 2022 nur noch mit einem Anstieg der Seats am unteren Ende der avisierten Spanne von 10 bis 12 Prozent. Zum Halbjahr 2022 kam diese Kennzahl um 9,4 Prozent voran. Wann die Gesellschaft aus München in der neuen Zielkonfiguration der Turnaround gelingt, ist schwer abzuschätzen. Wir vermuten jedoch, dass es erst 2025 zu markanten Gewinnen kommen wird. Gleichwohl halten wir die Bewertung der Aktie auf dem aktuellen Niveau für deutlich zu niedrig. Insbesondere das grundsätzlich gut planbare Geschäftsmodell ist nämlich nach dem Geschmack der Investoren. Zudem sind wir gespannt, wie sich die Aktionärsstruktur – die dominierenden Investorengruppen sind Milestone und Active Ownership – weiter verändern wird. Im Streubesitz befinden sich nur etwa 17 Prozent der Aktien. Bilanziell ist das Unternehmen trotz der bislang roten Zahlen stabil aufgestellt. Summa summarum sollte der im streng regulierten Segment Prime Standard gelistete Titel zumindest für eine kräftige Gegenbewegung nach dem Kursabsturz gut sein.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
NFON
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0N4N5 7,040 Kaufen 116,59
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,00 -24,03
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,07 - 1,54 -52,09
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 24.08.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
19.05.2022 18.08.2022 17.11.2022 07.04.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-23,31% -43,41% -53,84% -61,74%
    

Foto: Clipdealer


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.