ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 5,90%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 5,30%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 4,13%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 4,05%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 3,81%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,74%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,60%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,41%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,27%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 3,09%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 2,69%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 2,60%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,51%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,46%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,34%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 2,18%
UN01
UNIPER
Anteil der Short-Position: 1,60%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 1,21%
NEM
Nemetschek
Anteil der Short-Position: 1,19%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 1,17%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,11%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,00%
JEN
JENOPTIK
Anteil der Short-Position: 0,67%

R. Stahl: Anleger aufgepasst!

In der laufenden Woche könnte endlich Bewegung in die Übernahmeverhandlungen von R. Stahl durch den Elektronikkonzern Weidmüller kommen. Grund: Am Freitag, 23. Mai 2014, findet ab 10 Uhr die Hauptversammlung von R. Stahl in der Stadthalle Neuenstein statt. Den großen Auftritt wird Weidmüller auf der Veranstaltung vermutlich nicht suchen. Immerhin haben sich die Detmolder über den Erwerb von 1000 R. Stahl-Aktien jedoch eine Eintrittskarte verschafft. Vermutlich wird es schon viel wert sein, allein das Stimmungsbild auf dem Aktionärstreffen zu verfolgen. Bis zur Hauptversammlung dürften nämlich auch die bei der Bafin eingereichten Angebotsunterlagen der Öffentlichkeit zugänglich sein. Ein wenig Publicity kann da sicher nicht schaden. Anders ist kaum zu erklären, dass Weidmüller-Vorstand Peter Köhlen in den vergangenen Tagen gleich mehrere Zeitungsinterviews – darunter eins in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) – gab und für einen Zusammenschluss von Weidmüller und R. Stahl warb.

 

R. Stahl  Kurs: 12,400 €

 

Knackpunkt der Offerte: Weidmüller hat sich bislang auf eine Mindestannahmequote von 50 Prozent plus eine Aktie festgelegt. Der Familienkreis von R. Stahl kommt allerdings auf einen Stimmanteil von 51 Prozent und weist die Offerte zu 47,50 Euro kategorisch ab. Um ihren Willen zur unternehmerischen Unabhängigkeit Nachdruck zu verleihen, haben die Clans sogar eine schriftliche Erklärung abgegeben, wonach sie ihre Aktien nicht verkaufen wollen. Offen ist allerdings, ob die Verpflichtung an Bedingungen geknüpft ist und für welchen Zeitraum sie gilt. Kein Wunder, dass der Deal in der Nebenwerteszene munter diskutiert wird und sämtliche Varianten und Hintertürchen durchgespielt werden. Schließlich muss auch der Mehrheitsanspruch von Weidmüller nicht unbedingt in Stein gemeißelt sein.

Das gesamte Angebot bewertet R. Stahl mit einer Marktkapitalisierung von 305,9 Mio. Euro. In der Bilanz weist der Spezialist für explosionsgeschützte Elektronikbauteile – inklusive der Pensionsrückstellungen – zudem Nettofinanzverbindlichkeiten von rund 87,3 Mio. Euro aus. Um die Gesellschaft schuldenfrei zu bekommen, müsste ein potenzieller Übernehmer also rund 393 Mio. Euro in die Hand nehmen. Das Eigenkapital per Ende März 2014 lag bei 89,6 Mio. Euro. Die Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren massiv investiert und will bis Ende 2016 bei Erlösen von 380 bis 390 Mio. Euro ein Betriebsergebnis von 42 bis 47 Mio. Euro erzielen. Zur Einordnung: Für 2014 ist mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 24 bis 26 Mio. Euro zu rechnen.

An der Börse war die R. Stahl-Aktie vor Bekanntwerden der Weidmüller-Offerte im laufenden Jahr eher unter Abgabedruck, zumal sich die Erlöse des Unternehmens nicht so entwickelt hatten wie erhofft. Dementsprechend sensibel reagiert der Kapitalmarkt auch auf die von Beginn an ablehnende Haltung von Familie und Vorstand. Die kommenden Tage versprechen also jede Menge Spannung. Für boersengefluester.de bleibt die R. Stahl-Aktie ein überdurchschnittlich interessantes Investment. Auf jeden Fall werden wir die Entwicklung genau weiter verfolgen.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
R. Stahl
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A1PHBB 12,400 Halten 79,86
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
13,78 27,56 0,50 -225,46
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,61 6,73 0,32 11,51
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 13.07.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
12.05.2022 11.08.2022 10.11.2022 13.04.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-9,50% -18,12% -27,49% -43,12%
    

 

Foto: R. Stahl AG



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.