H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 9,37%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 7,05%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 4,11%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 4,07%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 2,90%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 2,85%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 2,61%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,15%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 2,01%
EXL
EXASOL
Anteil der Short-Position: 1,62%
CLIQ
CLIQ DIGITAL
Anteil der Short-Position: 1,60%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,52%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,37%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,21%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 0,97%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,90%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,77%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 0,72%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,72%
FME
Fresenius Med. Care
Anteil der Short-Position: 0,66%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 0,66%
VNA
VONOVIA
Anteil der Short-Position: 0,58%
C0M
COM.CHARG.SOL INH...
Anteil der Short-Position: 0,51%

Steico: Prognose für 2015 konkretisiert

Regelmäßige Leser von boersengefluester.de werden Steico gut kennen – wir haben den Anteilschein des Anbieters von Holzdämmstoffen für den Einsatz im Baubereich regelmäßig besprochen. Vom Ausgabeniveau von 17,50 Euro zum Börsengang Mitte 2007 ist die Notiz zwar noch weit entfernt. In den vergangenen Jahren hat sich die Gesellschaft unterm Strich aber dennoch ganz anständig entwickelt. Dabei muss Steico quasi im Dauerbetrieb gegen den heftigen Preiswettbewerb in der Branche bestehen. Um die eigene Wertschöpfungstiefe zu erhöhen und die Abhängigkeit von Zulieferern zu verringern, hat die Gesellschaft aus Feldkirchen östlich von München vor einiger Zeit ein enormes Programm angestoßen und unter anderem in den Neubau einer Furnierschichtholzanlage in Polen investiert – insgesamt 50 Mio. Euro hat Steico für die Expansionspläne auf den Tisch gelegt. Kein Wunder, dass manch Börsianer zwischendurch ein mulmiges Gefühl plagte. Das spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Per saldo kommt der Small Cap seit fast zwei Jahren nicht mehr so recht von der Stelle und hängt in einem Korridor zwischen 5,50 und 7,50 Euro fest.

Mit den Zahlen zum dritten Quartal gelang dem Unternehmen nun – zumindest auf der Ergebnisseite – wieder eine leicht positive Überraschung, nachdem die Halbjahresresultate noch hinter den guten Vergleichszahlen des Vorjahrs zurückgeblieben waren. So kam Steico in Q3 2015, bei einem Umsatzplus von 5,7 Prozent auf 49,9 Mio. Euro, auf ein um 12,5 Prozent verbessertes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 7,2 Mio. Euro. Das EBIT zog um ein Viertel auf 4,0 Mio. Euro an. Von Januar bis Ende September summierte sich das EBIT auf 9,4 Mio. Euro, was einem Anstieg von 5,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert entspricht. „Insgesamt liegt die Geschäftsentwicklung nach neun Monaten im Rahmen der Erwartungen”, heißt es im Zwischenbericht. Die Prognose für das Gesamtjahr macht Vorstand Udo Schramek – wie stets – auch von den Außentemperaturen abhängig. Frost legt die meisten Baustellen auch im Hightech-Zeitalter lahm und sorgt für entsprechende Rückstände. Gegenwärtig kommt der Ausblick aber zumindest im unteren Bereich einen Tick zuversichtlicher daher als zuletzt. So rechnet Schramek zwar weiterhin mit einem Erlöswachstum im „oberen einstelligen Prozentbereich”. Das zu erwartende Plus für EBITDA und EBIT siedelt er nun jedoch in einer Spanne von drei bis fünf Prozent an – nach zuvor zwei bis fünf Prozent.

 

Steico  Kurs: 103,200 €

 

Die neue Produktionsanlage für Furnierschichtholz soll im Laufe des vierten Quartals in den Regelbetrieb übergehen und wird sich dem Vernehmen nach ab Anfang 2016 positiv auf die Rentabilität auswirken. Damit würde sich Steico allerdings in einem leichten Verzug befinden, denn zuletzt hieß es, dass sich die operativen Ergebnisse bereits „ab Herbst 2015 nachhaltig verbessern” sollten. Weitere Details zum aktuellen Stand der Dinge und der künftigen Auslastung wird Schramek vermutlich bereits auf dem Kapitalmarkttag von Steico am 29. Oktober 2015 verraten. Derweil ist die Steico-Aktie mit gegenwärtig 7 Euro immer noch sehr moderat gepreist. Allein der Abschlag zum Buchwert (per 30. Juni) beträgt rund 15 Prozent. Die Marktkapitalisierung türmt sich gegenwärtig auf 89,6 Mio. Euro. Verglichen mit dem von boersengefluester.de erwarteten EBIT von rund 10,5 Mio. Euro für 2015 gibt es da zunächst nichts auszusetzen. Sobald Anleger allerdings die deutlich gestiegenen Nettofinanzverbindlichkeiten von zuletzt rund 71,5 Mio. Euro in die Kalkulation einbeziehen, erhöht sich das Bewertungsmultiple von 8,5 auf mehr als 15. Unter diesem Blickwinkel erscheint der Small Cap dann bereits wesentlich ambitionierter bewertet. Letztlich hängt also viel davon ab, in welchem Maße Steico die jüngsten Investitionen in neuen Produktionsanlagen in eine höhere Rentabilität ummünzen kann. Dennoch: Zumindest der Buchwert von gut 8 Euro sollte auch mit Blick auf sechs Monate als Kursziel erreichbar sein. Wir bleiben daher bei der Einschätzung „Kaufen”.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Steico
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0LR93 103,200 Halten 1.453,41
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
30,81 19,90 1,57 96,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
7,00 33,87 4,71 27,07
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,30 0,40 0,39 24.06.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
27.04.2021 19.07.2021 14.10.2021 27.04.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-6,65% 2,45% 73,74% 102,35%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 188,90 208,94 230,31 251,96 281,00 308,77 375,00
EBITDA1,2 24,67 33,24 37,91 44,41 56,71 57,02 88,50
EBITDA-Marge3 13,06 15,91 16,46 17,63 20,18 18,47 23,60
EBIT1,4 12,19 18,31 22,02 24,56 32,49 33,58 61,60
EBIT-Marge5 6,45 8,76 9,56 9,75 11,56 10,88 16,43
Jahresüberschuss1 8,07 11,56 15,27 16,16 22,79 25,43 42,40
Netto-Marge6 4,27 5,53 6,63 6,41 8,11 8,24 11,31
Cashflow1,7 20,43 32,92 25,49 40,52 43,36 42,91 55,00
Ergebnis je Aktie8 0,63 0,90 1,08 1,15 1,62 1,81 3,00
Dividende8 0,15 0,18 0,21 0,25 0,25 0,30 0,40
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Deloitte


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.