H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 6,90%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 6,44%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 6,26%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 5,79%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 4,94%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 3,56%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,43%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 3,30%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,13%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 2,50%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 1,83%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,75%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,66%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,63%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,24%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 1,19%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,12%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 1,11%
EUZ
Eckert & Ziegler
Anteil der Short-Position: 0,70%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,63%
M5Z
Manz Automation
Anteil der Short-Position: 0,50%
MUX
MUTARES
Anteil der Short-Position: 0,50%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 0,50%

Takkt: Auffällig unauffällig

Heiß diskutiert werden in der Finanzszene normalerweise eher die Aktien mit besonders auffälligen Kursbewegungen nach oben oder unten. Nicht minder interessant ist nach Auffassung von boersengefluester.de aber das aktuelle Chartbild von Takkt. Seit mittlerweile gut vier Monaten klebt der Anteilschein des Versandhändlers von Geschäftsausstattungen – vom Hubwagen bis zum Bürostuhl – nämlich konsequent bei knapp 14 Euro fest. Reaktion auf den Anfang September von der Deutschen Börse beschlossenen Verbleib im SDAX: Fehlanzeige. Dabei galt Takkt zumindest als Wackelkandidat bei der Indexüberprüfung. Reaktion auf die Ende Juli vorgelegten Halbjahreszahlen: Kaum messbar. Das ist insofern verwunderlich, weil Takkt gerade im zweiten Quartal operativ wieder deutlich an Tempo gewonnen hat und sogar die allseits zu beobachtenden Preissteigerungen gut weitergeben konnte. Das wiederum führt zu insgesamt mehr Wachstum. Gleichwohl lassen die Stuttgarter ihre Prognose für das für 2021 zu erwartende Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in einer Bandbreite von 100 bis 120 Mio. Euro stehen.

Damit wird die Gesellschaft – bereits unter Berücksichtigung der Netto-Finanzverschuldung – mit etwas mehr als dem Neunfachen des EBITDA gehandelt. Auch für ein Handelsunternehmen ist das nicht unbedingt sportlich, zumal Takkt die Herausforderungen der Digitalisierung recht offensiv angeht. Keine nennenswerten Effekte auf die Notiz hat bislang auch die zum 1. August 2021 umgesetzte Personalie der ehemaligen Telekom-Managerin Maria Zesch zum neuen CEO von Takkt. Die nächste Bewährungsprobe steht hier am 28. Oktober mit der Veröffentlichung des Neun-Monats-Berichts an. Immer eine Erwähnung wert ist bei Takkt derweil die Aktionärsstruktur, denn das Dusiburger Familienunternehmen Franz Haniel & Cie. hält mit 50,2 Prozent die Mehrheit. Die restlichen Stücke sind komplett dem Streubesitz zuzurechnen.

Takkt  Kurs: 14,400 €

Dabei hat sich Haniel vor etwa zwei Jahren selbst neu sortiert und setzt nun konsequent auf Themen wie Nachhaltigkeit und Wachstum. Planet, People und Progress heißen die Schlagworte für das Haniel-Portfolio. Da sich ausgerechnet Takkt noch nicht in dieses Raster einordnen ließ, läuft die Beteiligung bei Haniel – übrigens genau wie Ceconomy – unter dem Zwischenschritt „Transformation“. Solch eine Zuordnung öffnet naturgemäß Raum für Spekulationen. Jedenfalls würde es an der Börse wohl kaum jemand komplett wundern, wenn Haniel – bei einer entsprechend lukrativen Übernahmeofferte – schwach werden könnte. Und so ist es wohl auch nicht komplett abwegig, wenn man das aktuelle Chartbild als vorsichtiges Herantasten eines Investors deutet.

Wichtig aus Anlegersicht auch noch eine kurze Erklärung zur Dividende: Zur Hauptversammlung (HV) im Mai 2021 gab es quasi den doppelten Basissatz von 0,55 Euro je Aktie, da Takkt sich im Jahr zuvor vor dem Eindruck der beginnenden Corona-Krise zu einer Nullrunde entschlossen hatte. So gesehen wird es zur HV im Jahr 2022 mit Sicherheit eine formal deutlich niedrigere Ausschüttung geben. Bei der von boersengefluester.de unterstellten leichten Anhebung des Basissatzes auf 0,57 Euro je Aktie käme der Titel aber bereits auf eine Rendite von gut vier Prozent, was ja nun auch nicht gerade schlecht ist. Es lohnt sich also, auch abseits der Schlagzeilen nach interessanten Aktien zu suchen.

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 1.063,77 1.125,05 1.116,08 1.181,09 1.213,67 1.067,43 1.145,00
EBITDA1,2 157,32 171,26 150,32 150,07 150,17 92,58 117,00
EBITDA-Marge3 14,79 15,22 13,47 12,71 12,37 8,67 10,22
EBIT1,4 129,36 142,05 123,22 122,54 108,81 52,38 76,00
EBIT-Marge5 12,16 12,63 11,04 10,38 8,97 4,91 6,64
Jahresüberschuss1 81,03 91,38 96,35 88,08 74,69 37,23 51,00
Netto-Marge6 7,62 8,12 8,63 7,46 6,15 3,49 4,45
Cashflow1,7 87,28 116,68 100,38 99,42 130,79 120,52 98,00
Ergebnis je Aktie8 1,24 1,39 1,47 1,34 1,14 0,57 0,80
Dividende8 0,50 0,55 0,55 0,85 0,00 1,10 0,57
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Ebner Stolz
INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Takkt
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
744600 14,400 Kaufen 944,79
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
15,32 14,17 1,08 13,47
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,69 7,84 0,89 11,30
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
1,10 0,57 3,96 11.05.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
29.04.2021 29.07.2021 28.10.2021 29.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
3,33% 9,26% 35,08% 48,30%
    

Foto: TAKKT AG


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.