HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 14,36%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 8,94%
PBB
DT.PFANDBRIEFBK
Anteil der Short-Position: 8,12%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 6,38%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 6,29%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 6,11%
VAR
Varta
Anteil der Short-Position: 5,59%
NAG
NAGARRO
Anteil der Short-Position: 4,88%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 4,87%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 4,68%
BRNK
BRANICKS GR.
Anteil der Short-Position: 4,02%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 3,79%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,72%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,60%
RDC
REDCARE PHARMACY ...
Anteil der Short-Position: 2,56%
HDD
Heidelberger Druckm.
Anteil der Short-Position: 2,05%
AG1
AUTO1 GR. INH
Anteil der Short-Position: 1,91%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,49%
G24
SCOUT24
Anteil der Short-Position: 1,49%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 1,10%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 1,08%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 0,91%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,57%

Takkt: Doppelt interessant

Etwas mehr als 200 Geschäftsberichte für 2022 hat boersengefluester.de in der laufenden Bilanzsaison nun bereits für die eigene Datenbank aufbereitet und zusätzlich zum Download für unsere Satellitenseite geschaeftsberichte-download.de auf den Server gestellt. 20 bis 25 Minuten brauchen wir im Schnitt, um die wichtigsten Kennzahlen aus dem Jahresabschluss zu erfassen, den Ausblick für 2023 auszuwerten und darüber hinaus auch noch alle anderen Stammdaten in unserer Datenbank – vom Finanzkalender bis zur Social Media-Präsenz – zu aktualisieren. Beinahe zum Standard in den Geschäftsberichten gehört seit einigen Jahren ein Interview mit dem Vorstandsteam. Meist sind diese Interviews ganz aufschlussreich, um als Anleger ein Gefühl für die aktuelle Verfassung sowie die wichtigsten operativen Themen der jeweiligen Gesellschaft zu bekommen. Reine Schönwetter-Interviews finden sich zum Glück nicht mehr so häufig in der Reports.

Besonders gelungen findet boersengefluester.de derweil das Interview der beiden Vorstände Maria Zesch (CEO) und Lars Bolscho (CFO) im frisch veröffentlichten Geschäftsbericht von Takkt – einem auf gewerbliche und industrielle Kunden spezialisierten Versandhändler. So betont Maria Zesch mit Blick auf die vor ziemlich genau einem Jahr formulierten strategischen Ziele bis 2025 (Umsatz: 2 Mrd. Euro, EBITDA: 240 Mio. Euro,  Free Cashflow: 150 Mio. Euro): „Ich bin weiterhin überzeugt, dass wir unser organisches Wachstum mittelfristig auf durchschnittlich zehn Prozent steigern können. Wir sind aber auch nicht blauäugig. Wir haben ursprünglich weder mit einem lang andauernden Krieg noch mit einer Rezession gerechnet. Es ist also sicher herausfordernder geworden, die finanziellen Ziele schon 2025 vollständig zu erreichen.“ Finden wir gut, dass das Management so offen kommuniziert.

Takkt  Kurs: 11,760 €
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023e
Umsatzerlöse1 1.116,08 1.181,09 1.213,67 1.067,43 1.177,97 1.336,78 1.240,02
EBITDA1,2 150,32 150,07 150,17 92,58 112,64 132,12 111,86
EBITDA-Marge3 13,47 12,71 12,37 8,67 9,56 9,88 9,02
EBIT1,4 123,22 122,54 108,81 52,38 73,92 80,79 38,87
EBIT-Marge5 11,04 10,38 8,97 4,91 6,28 6,04 3,14
Jahresüberschuss1 96,35 88,08 74,69 37,23 57,03 59,29 24,55
Netto-Marge6 8,63 7,46 6,15 3,49 4,84 4,44 1,98
Cashflow1,7 100,38 99,42 130,79 120,52 56,32 84,42 106,44
Ergebnis je Aktie8 1,47 1,34 1,14 0,57 0,87 0,90 0,38
Dividende8 0,55 0,85 0,00 1,10 1,10 1,00 1,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2023 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: RSM Ebner Stolz

Losgelöst davon hat Takkt die wesentlichen Kennzahlen für das vergangene Jahr bereits Ende Februar vorgelegt. Bekannt ist auch, dass die Stuttgarter zur Hauptversammlung am 24. Mai 2023 eine Dividende von insgesamt 1,0 Euro je Aktie (0,60 Euro Basis-Dividende plus 0,40 Euro Bonus) auf die Tagesordnung setzen. Bezogen auf den aktuellen Kurs ergibt sich daraus eine weit überdurchschnittliche Dividendenrendite von rund sieben Prozent. Zur weiteren Einordnung: Das Ergebnis je Aktie kam 2022 ganz leicht von 0,87 auf 0,90 Euro voran. Zumindest bezogen auf den Konzerngewinn wird ein kleiner Teil der Dividende also aus der Substanz gezahlt. Allerdings entwickelt sich der freie Cashflow von Takkt weiter solide Richtung Norden und kletterte 2022 von 0,79 auf 1,07 Euro je Aktie. Trotz höherer Investitionen rechnet der Vorstand auch für das laufende Jahr mit einer weiteren Verbesserung des Free Cashflows. Es besteht also ausreichend Raum für Dividenden, Zukäufe oder aber auch die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten.

Überhaupt macht die Bilanz von Takkt einen robusten Eindruck. Entsprechend hat sich die Notiz auch von dem Schwächeanfall im vergangenen Spätsommer wieder erholt und befindet sich allmählich sogar wieder in Sichtweite zu jenem Bereich um 15/16 Euro, bei dem der Notiz schon so häufig die Puste ausging. Die kommenden Wochen werden also spannend. Der Ausblick für das laufende Jahr sieht ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) in einer Bandbreite von 120 bis 140 Mio. Euro vor – nach 132,1 Mio. Euro für 2022. Großartigen Gewinnspielraum nach oben sieht der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt also nicht.

Andererseits wird Takkt – auf schuldenfreier Basis – gegenwärtig nur mit etwa dem Achtfachen des EBITDA am Kapitalmarkt bewertet.  Normalerweise ein Multiple, was noch deutlich Luft nach oben bietet. Boersengefluester.de bleibt für den ehemaligen SDAX-Wert also positiv gestimmt – nicht nur wegen der ansprechenden Dividendenrendite. Ein zusätzlicher Treiber könnte auch von der Akquisitionsseite kommen, denn CFO Lars Bolscho sagt ganz klar, dass das Thema M&A im laufenden Jahr an Bedeutung gewinnen wird: „Wir sind sehr interessiert, wachstumsstarke und finanziell solide aufgestellte Unternehmen kennenzulernen.“ Last but not least: Mit einem Anteil von mittlerweile rund 65 Prozent steht die Industrie-Holding Franz Haniel & Cie. an der Seite von Takkt.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Takkt
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
744600 11,760 Halten 771,58
KGV 2025e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
14,89 16,81 0,90 12,38
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,34 7,25 0,62 8,33
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
1,00 1,00 8,50 17.05.2024
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
25.04.2024 25.07.2024 24.10.2024 28.03.2024
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-10,88% -11,33% -12,89% -14,16%
    

Foto: Clipdealer


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.