HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 8,86%
PBB
DT.PFANDBRIEFBK
Anteil der Short-Position: 8,18%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,90%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 4,24%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 4,22%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 4,07%
ENR
SIEMENS ENERGY
Anteil der Short-Position: 3,93%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 3,30%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 3,25%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 2,63%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 1,94%
CLIQ
CLIQ DIGITAL
Anteil der Short-Position: 1,89%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 1,22%
PUM
Puma
Anteil der Short-Position: 1,18%
BDT
Bertrandt
Anteil der Short-Position: 1,03%
ADS
Adidas
Anteil der Short-Position: 0,89%
MRK
Merck
Anteil der Short-Position: 0,79%
ADN1
ADESSO INH
Anteil der Short-Position: 0,77%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,77%
SRT
Sartorius
Anteil der Short-Position: 0,60%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 0,52%
COP
COMPUGROUP MED.
Anteil der Short-Position: 0,52%

Turbon: Krass viel Action

Der Zwischenbericht von Turbon ist fast schon eine kleine Bombe. In einem Halbsatz erwähnt der Tonerspezialist aus Hattingen, dass der bereits seit Anfang 2007 als Vorstandssprecher tätige Aldo C. DeLuca nur noch bis Februar für das Unternehmen tätig sein wird und sich dann anderen Aufgaben widmet („… wünschen ihm alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg“). Gleichzeitig muss Turbon angesichts der rapiden Marktveränderungen seine Prognosen für das laufende Jahr abermals leicht nach unten anpassen und rechnet nun bei Erlösen von 100 Mio. Euro (bislang: maximal 101 Mio. Euro) mit einem Gewinn vor Steuern von über 6,0 Mio. Euro (zuvor: 6,6 Mio. Euro). „Die Umsatzzahlen liegen hinter unseren Erwartungen zu Beginn des Jahres und auch die Ergebniszahlen befinden sich, trotz aller Kostenreduktionen, nicht auf dem gewünschten Niveau“, heißt es. Nach neun Monaten 2016 hinken die Erlöse mit 71,108 Mio. Euro um 11,4 Prozent hinter dem entsprechenden Vorjahreswert zurück. Der Gewinn vor Steuern sank um 14,2 Prozent auf 4,125 Mio. Euro.

Zurzeit kämpft das Unternehmen mit einem zunehmenden Preiswettbewerb im Bereich der wiederaufbereiteten Tonerkartuschen und steht darüber hinaus vor der Herausforderung, dass immer mehr Firmen komplette Servicesysteme für ihr Drucker-Equipment nachfragen. Schlechter als gedacht läuft zu allem Überfluss das für Turbon so wichtige US-Geschäft. Bereits im Halbjahresbericht hatte Turbon auf die wachsende Bedeutung von Managed Print Services (MPS) hingewiesen und auch eine Akquisition in diesem Bereich avisiert. Nun meldet das Management Vollzug, ohne jedoch Namen zu nennen. Nur so viel: „Uns ist es gelungen zum vierten Quartal 2016 eine Mehrheitsbeteiligung an einem etablierten deutschen Anbieter von Managed Print Services zu erwerben.“ Wort zu halten scheint Turbon auch, was den angekündigten zweiten Zukauf für einen bislang nicht abgedeckten Bereich angeht. So will der Vorstand noch im laufenden Jahr mit einer „Know-how-Akquisition“ den Bereich Cabling Technologies besetzen. „Hierbei handelt es sich um die Entwicklung und Herstellung von anschlussfertigen, technischen Verbindungslösungen, die in der Regel in Kleinserien gefertigt werden und daher in ihrer Herstellung personalintensiv sind“, erklärt das Unternehmen. Innerhalb der kommenden drei Jahre will Turbon bereits rund 10 Mio. Euro mit Cabling Technologies erlösen.

 

Turbon  Kurs: 3,440 €

 

Summa summarum ist die Gesellschaft zuversichtlich, dass die eingeleiteten Maßnahmen bereits 2017 Wirkung zeigen und Turbon – inklusive der Zukäufe – auf Erlöse von mehr als 120 Mio. Euro kommen wird. Der Gewinn soll dabei zumindest auf dem Niveau von 2016 liegen. Weitere Informationen, etwa wer den Posten des Vorstandssprechers künftig innehaben wird, enthält die Zwischenmitteilung nicht. An der Börse werden die Neuigkeiten überraschend gut weggesteckt, allerdings hatte der Small Cap auch bereits in den Monaten zuvor deutlich Federn lassen müssen. Die Notiz bewegt sich um knapp 30 Prozent unterhalb des Jahreshochs. Auf dem aktuellen Niveau ist der Titel für boersengefluester.de mindestens haltenswert. Selbst wenn die Dividende auf 0,50 Euro gedrittelt würde, läge die Rendite noch immer bei deutlich mehr als drei Prozent. Und auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2017 bewegt sich auf Basis unser Ergebnisschätzung von 1,50 Euro pro Aktie im einstelligen Bereich. Die Marktkapitalisierung von knapp 49 Mio. Euro entspricht nur etwa der Hälfte des Umsatzziels für 2016. Normalerweise sind das gute Ausgangsdaten für Value-Anleger. Die vielen Veränderungen machen eine Einschätzung der aktuellen Situation bei Turbon jedoch nicht gerade einfach – und Unsicherheit mögen Börsianer nun mal gar nicht. Nach zwei super Börsenjahren mit einer Performance von jeweils mehr als 50 Prozent ist also Konsolidierung angesagt.

 

Turbon

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Turbon
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
750450 3,440 Halten 11,33
KGV 2025e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
8,19 9,51 0,86 16,30
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,60 - 0,20 0,88
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
0,20 0,10 2,91 23.08.2024
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
17.08.2023 26.04.2024
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-7,04% -13,02% -14,00% -6,01%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023e
Umsatzerlöse1 89,23 65,19 55,04 41,90 48,24 55,40 57,50
EBITDA1,2 3,60 0,32 -8,90 1,90 6,66 12,22 5,00
EBITDA-Marge3 4,03 0,49 -16,17 4,53 13,81 22,06 8,70
EBIT1,4 -1,07 -6,10 -11,32 -0,46 3,82 9,60 2,10
EBIT-Marge5 -1,20 -9,36 -20,57 -1,10 7,92 17,33 3,65
Jahresüberschuss1 -2,18 -7,65 -12,18 -1,74 2,36 9,19 1,30
Netto-Marge6 -2,44 -11,73 -22,13 -4,15 4,89 16,59 2,26
Cashflow1,7 4,95 0,42 0,38 1,35 1,62 -0,27 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,66 -1,76 -3,69 -0,61 0,38 2,35 0,38
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,20 0,10
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Märkische Revision

 

Foto: pixabay



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.