H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 9,42%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 7,28%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 6,53%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 6,41%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 4,02%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 3,96%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 3,63%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,20%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 2,86%
CT4
FOX E-MOBILITY IN...
Anteil der Short-Position: 2,21%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 2,03%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 2,01%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,63%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,59%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,54%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,16%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 1,14%
C0M
COM.CHARG.SOL INH...
Anteil der Short-Position: 1,13%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,97%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,68%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,62%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 0,60%
ADS
Adidas
Anteil der Short-Position: 0,60%

Audius: Treffsichere Prognose

Nebenwerte-Experten ist die aus dem Zusammenschluss der bereits börsennotiert gewesenen IT Compentence Group sowie der zuvor nicht gelisteten Audius (hergeleitet aus dem Begriff „Außendienstunterstützungsysteme“) hervorgegangene neue Audius SE vermutlich längst ein Begriff. Immerhin hat die Gesellschaft operativ bislang durchweg besser als gedachte Zahlen vorgelegt und auch der Aktienkurs entwickelt sich in die richtige Richtung. Entsprechend zuversichtlich gibt sich Vorstand Wolfgang Wagner im Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de: „Investitionen in die Betriebssicherheit von IT-Systemen haben durch Corona nochmals ein größeres Gewicht bekommen. Davon profitieren wir deutlich.“ Knapp die Hälfte der Erlöse von zuletzt rund 34 Mio. Euro stammen aus klassischen IT-Services, annähernd ein Viertel sind Softwareprodukten – meist auf Basis von Microsoft Dynamics 365 – zuzurechnen. Der Rest sind Aktivitäten rund um den Aufbau von Netzinfrastrukturen oder der Mobilfunk-Inhouseversorgung.

Verglichen mit anderen börsennotierten Firmen aus dem Sektor bewegt sich Audius zwischen Unternehmen wie Datagroup, Allgeier, mVISE oder mit Abstrichen auch der stärker auf SAP fokussierten All For One Group. Die Analysten von SMC Research sind von der aktuellen Entwicklung – insbesondere auch was die bilanziellen Details der formalen Einbringung der einzelnen Gesellschaften in das neue Firmenkonstrukt angeht – schwer angetan und empfehlen die Aktie mit einem auf 14,40 Euro heraufgesetzten Kursziel zum Kauf. Verglichen mit der aktuellen Notiz entspricht das einem Potenzial von rund 45 Prozent. Dabei bringt es die Gesellschaft zurzeit auf einen Börsenwert von knapp 50 Mio. Euro. Das wiederum entspricht gerade einmal der Untergrenze des für 2021 erwarteten Umsatzes. Die Zielmarke für das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegt bei mehr als 4 Mio. Euro. „Der Ausblick ist konservativ gewählt“, sagt Wagner.

Audius  Kurs: 18,900 €

Der avisierte Umsatzsprung bildet im im Prinzip nur die erstmals dann ganzjährige Konsolidierung aller Unternehmensteile ab und steht bereits jetzt weitgehend in der Orderbüchern. Was die nachhaltig erzielbare EBITDA-Marge angeht, kalkuliert Wagner mit einer Spanne von 8 bis 12 Prozent. Auch das deckt sich – graduelle Unterschiede ausgeklammert – ungefähr auch mit den Renditen der Peer Group. Zumindest aus Sicht institutioneller Investoren noch deutlich ausbaufähig ist der Streubesitzanteil von zurzeit nur 13 Prozent. Die restliche Stücke halten Audius-CEO Rainer Francisi und Aufsichtsrat Franz Honner. „Am Ausbau der Free float werden wir kontinuierlich arbeiten“, sagt Wagner. Eine wirklich breit gestreute Publikumsgesellschaft wird Audius aber selbst auf die lange Sicht kaum werden, dafür ist das Thema „Eigentümergeführt“ viel zu sehr in der Kultur des Unternehmens verankert – was ja auch ein durchaus positiver Wesenszug ist.

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 24,82 21,96 24,33 24,14 34,64 58,00 70,00
EBITDA1,2 0,17 -0,74 1,49 1,25 2,90 6,85 8,40
EBITDA-Marge3 0,68 -3,37 6,12 5,18 8,37 11,81 12,00
EBIT1,4 -0,17 -1,08 1,14 0,96 2,46 5,60 6,60
EBIT-Marge5 -0,68 -4,92 4,69 3,98 7,10 9,66 9,43
Jahresüberschuss1 -0,31 -0,97 0,79 0,74 1,87 3,70 4,55
Netto-Marge6 -1,25 -4,42 3,25 3,07 5,40 6,38 6,50
Cashflow1,7 0,04 -0,63 1,62 1,11 2,84 3,90 4,60
Ergebnis je Aktie8 -0,16 -0,52 0,37 0,29 0,34 0,72 0,92
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,17 0,30 0,35
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Conlata

Nachdem das offiziell wieder in Weinstadt östlich von Stuttgart ansässige Unternehmen zuletzt bereits wesentliche Eckdaten für 2020 vorgelegt hat, steht in Kürze die Veröffentlichung des Geschäftsberichts an. Eine gewisse Spannung verspricht noch die Frage, ob Audius sich – wie früher üblich – von Beginn an als Dividendenzahler positionieren wird. Was diesen Punkt angeht, rechnen die Analysten von SMC Research allerdings erst für 2021 – also zur Hauptversammlung im Jahr 2022 – mit einer Ausschüttung. Insgesamt scheint uns die Audius-Story eine runde Sache mit Wachstumspotenzial zu sein – zumal sich die im Münchner Spezialsegment m:access gelistet Gesellschaft regelmäßig auch über Akquisitionen verstärkt. Das Eigenkapital von 17,13 Mio. Euro macht stattliche 63 Prozent der Bilanzsumme aus, bei einem Buchwert je Aktie von knapp 3,50 Euro. Die liquiden Mittel türmten sich zum Jahresende auf knapp 11 Mio. Euro. Zuletzt zeigte sich die Notiz ungewohnt volatil. Rein operativ laufen die Geschäfte wesentlich weniger hektisch. Und so sollte auch die Kursentwicklung auf einen gemächlicheren Pfad zurückkehren.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Audius
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0M530 18,900 Kaufen 93,56
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
18,35 20,21 0,92 134,04
KBV KCV KUV EV/EBITDA
5,33 32,93 2,70 28,99
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,17 0,30 1,59 01.07.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
17.05.2021 02.08.2021 03.11.2021 28.04.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
7,36% 24,80% 9,25% 136,25%
    

Foto: xx


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.