TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 6,54%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 5,52%
KTN
KONTRON O.N
Anteil der Short-Position: 4,26%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 4,01%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 3,34%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 3,20%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,94%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 2,82%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 2,53%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 2,29%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 2,18%
PBB
DT.PFANDBRIEFBK
Anteil der Short-Position: 2,09%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 1,73%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,64%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 1,51%
ADS
Adidas
Anteil der Short-Position: 1,50%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 1,02%
MUV2
Münchener Rück
Anteil der Short-Position: 0,58%
ALV
Allianz
Anteil der Short-Position: 0,58%
DB1
Deutsche Boerse
Anteil der Short-Position: 0,58%
IFX
Infineon
Anteil der Short-Position: 0,57%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,49%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 0,49%

Analyse: SE wird populärer – AG bleibt aber dominant

Im DAX ist die Quote am höchsten: Immerhin 13 der 40 Unternehmen aus der ersten Börsenliga haben zurzeit die Rechtsform einer SE – also einer Europäischen Aktiengesellschaft. Die im Vergleich zu MDAX und SDAX leicht überproportionale Präsenz von „SE-Companys“ hängt freilich auch damit zusammen, dass mit Airbus, Brenntag, HelloFresh, Porsche Automobil Holding, Puma und Zalando gleich sechs der zehn Aufsteiger der jüngsten Indexneuordnung in der SE-Variante firmieren. Während Börsianer die Rechtsform – einmal abgesehen von eher unbeliebten Ausprägung einer GmbH & Co. KGaA – in der Regel eher kühl lässt, wird die mit der SE implizierte Aushebelung von Mitbestimmungsrechten von Mitarbeitern im Aufsichtsrat in der gesellschaftliche Debatte umso intensiver geführt. Eine gute Einführung in das Thema bietet etwa der auf Legal Tribune Online veröffentlichte Gastbeitrag (HIER) von Günter Seulen und Kathrin Vossen der Kanzlei Oppenhoff.

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Da es auf boersengefluester.de vorzugsweise weder um politische Themen noch um die bekannten DAX-Konzerne geht, haben wir unsere Datenbank nochmals mit Blick auf die Rechtsform gescreent. Immerhin ist unser jüngster Beitrag hierzu (HIER) nun auch schon wieder drei Jahre her, und in der Zwischenzeit gab es etliche Veränderungen in der Zusammensetzung unserer gegenwärtig 634 Unternehmen umfassenden Datenbank. Isoliert man die Firmen in der Rechtsform einer AG sowie einer SE aus dieser Grundgesamtheit, so ergibt sich in dieser Zeit ein Zuwachs von 530 auf 569 Unternehmen. Auffällig, aber natürlich auch dem Basiseffekt geschuldet: Während die Zahl der AGs „nur“ von 454 auf 477 gestiegen ist, ist der prozentuale Zuwachs bei den SEs mit rund 21 Prozent von 76 auf 92 deutlich höher. Fakt bleibt aber, dass die AG weiterhin die mit Abstand populärste Rechtsform bei den Unternehmen aus unserer Datenbank ist.

Bei den Neumissionen der vergangenen Jahre ist die SE-Quote zwar größer, doch ein echter Trend lässt sich hieraus nicht ableiten. Immerhin kommen auch eher große Börsenneulinge noch in der Form einer AG daher. Zudem haben bekannte Spin-offs wie Siemens Healthineers, Siemens Energy, Daimler Truck oder die Continental-Tochter Vitesco regelmäßig die AG-Form der Mutter übernommen. Abzuwarten bleibt trotzdem, welche Rolle das Thema Umwandlung in einen andere Rechtsform auf der kommenden Hauptversammlungs-Saison spielen wird. Mitunter hat es aber auch ganz praktische Ursachen, dass Firmen von einer SE-Gründung absehen: Der IT-Dienstleister Bechtle etwa informierte Ende Oktober 2021 darüber, dass die Umwandlungspläne erst einmal vom Tisch seien. Begründung: „Aufgrund der Pandemielage war es bislang nicht möglich, die vorbereitenden gesetzlich geforderten Präsenzsitzungen durchzuführen.“

Ganz anders dagegen der vor dem Delisting stehende Online-Tierbedarfshändler Zooplus, der am 22. Dezember 2021 auf einer außerordentlichen HV mit 99,99 Prozent der anwesenden Stimmen die Umwandlung in eine SE beschlossen hat. Wann die Maßnahme mit allen Registereintragungen umgesetzt ist, lässt sich allerdings noch nicht sagen. Der Onlinehändler Westwing etwa hat bereits am 5. August 2021 die Umwandlung von einer AG in eine SE beschlossen – firmiert offiziell aber immer noch als klassische Aktiengesellschaft. Tipp von boersengefluester.de: Nachschlagen können Sie die aktuelle Rechtsform der Unternehmen aus unserer Datenbank am besten in unserem interaktiven Tool Wirtschaftsprüfer Pro. Überflüssig zu erwähnen, dass Wirtschaftsprüfer Pro noch ein wenig mehr kann, als “nur” die Rechtsform aufzulisten. Schauen Sie doch gern mal vorbei. Wie immer: Sämtliche Angaben werden von uns mit großem Aufwand selbst gepflegt.

Foto: Clipdealer


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.