MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 6,78%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 6,12%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 4,14%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 3,58%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 3,38%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,26%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,54%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 2,26%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 2,24%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 2,20%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 2,07%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,90%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 1,87%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 1,79%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 1,62%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,46%
ENR
SIEMENS ENERGY
Anteil der Short-Position: 1,20%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 1,10%
FPE
FUCHS PETROLUB ST
Anteil der Short-Position: 0,80%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,59%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,59%
BAS
BASF
Anteil der Short-Position: 0,50%
M5Z
Manz Automation
Anteil der Short-Position: 0,46%

Berthold Hermle: Immer eine gute Wahl

Ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von beinahe 5,6 ist für einen Maschinenbauer aus der Old Economy nicht unbedingt alltäglich – da muss in Sachen Bilanzqualität schon fast alles stimmen. Der Fräsanlagenhersteller Berthold Hermle ist so ein Multitalent. Laut dem gerade vorgelegten Geschäftsbericht für 2013 kommt die Gesellschaft aus Gosheim (rund 30 Kilometer von Villingen-Schwenningen entfernt) auf eine komfortable Eigenkapitalquote von 71,5 Prozent. Dem Börsenwert von 810 Mio. Euro – dabei ist unterstellt, dass auch die nicht notierten Stammaktien den gleichen Kurs wie die Vorzüge haben – stehen liquide Mittel von 101,6 Mio. Euro entgegen. Die Eigenkapitalrendite beträgt 24,6 Prozent. Die operative Marge der Schwaben erreicht gut 20 Prozent. Unterm Strich blieben 2013 von jedem Euro Umsatz fast 15 Cent als Nettogewinn hängen. Von solchen Relationen können die meisten Unternehmen wohl nur träumen.

Ebenfalls bemerkenswert: Für 2013 zahlt Hermle, neben der Basisdividende von 0,85 Euro, erneut einen Bonus von 7,20 Euro je Anteilschein. Insgesamt gibt es also 8,05 Euro pro Vorzugsaktie. Damit bringt es der stimmrechtslose Anteilschein auf eine Rendite von annähernd fünf Prozent. Die Hauptversammlung findet am 2. Juli 2014 statt. Der Ausblick des gewöhnlich stockkonservativ prognostizierenden Unternehmens hört sich vielversprechend an: „Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG ist schwungvoll in das Jahr 2014 gestartet. Angesichts unseres soliden Auftragsbestands und der insgesamt günstigen Branchenaussichten sieht der Vorstand gute Chancen, im Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung mindestens im oberen einstelligen Prozentbereich und entsprechende Ergebniszuwächse zu erzielen.“ Vor diesem Hintergrund relativiert sich auch das auf den ersten Blick nicht gerade niedrige KGV von knapp 15. Einschränkungen macht der Hermle-Vorstand nur hinsichtlich einer möglichen Verschärfung der Ukraine-Krise. Aber dieser Punkt betrifft vermutlich alle Unternehmen.

 

Hermle, Berthold VZ  Kurs: 225,000 €

 

Nicht unbedingt jedermanns Sache ist womöglich auch der optisch hohe Aktienkurs von 162 Euro. Doch davon sollten sich Anleger auf keinen Fall abschrecken lassen. Letztlich war die Hermle-Aktie schon immer relativ teuer. Und so müssen Investoren bei diesem Papier mitunter auch längere Seitwärtsphasen einkalkulieren. Auf lange Sicht sieht die Performance aber beeindruckend aus. Allein in den vergangenen zwei Jahren zog die Notiz um mehr als 80 Prozent an. Zu beachten sind allerdings die vergleichsweise niedrigen Börsenumsätze. Dennoch: Für boersengefluester.de bleibt das Papier ein klarer Kauf, auch wenn auf dem jetzigen Niveau vermutlich schon viel erreicht wäre, wenn der Aktienkurs den Dividendenabschlag im Juli mindestens wieder aufholen würde. Fünf Prozent Rendite sind so verkehrt schließlich auch nicht.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Hermle, Berthold VZ
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
605283 225,000 Kaufen 1.125,00
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
16,07 20,50 0,76 17,81
KBV KCV KUV EV/EBITDA
4,32 30,92 2,99 11,70
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
5,05 9,05 4,02 06.07.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
12.05.2022 31.08.2022 14.11.2022 29.04.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-0,49% -8,08% -7,02% -21,33%
    


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.