HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 13,42%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 8,11%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 5,75%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 5,58%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 5,53%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 5,42%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 5,19%
NA9
NAGARRO
Anteil der Short-Position: 4,62%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 4,36%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 4,20%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 3,69%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 3,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,59%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 2,19%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 1,74%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 1,54%
CLIQ
CLIQ DIGITAL
Anteil der Short-Position: 1,44%
AFX
Carl Zeiss Meditec
Anteil der Short-Position: 1,32%
AT1
AROUNDTOWN EO-,01
Anteil der Short-Position: 1,31%
RDC
REDCARE PHARMACY ...
Anteil der Short-Position: 1,22%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,20%
TUI
TUI
Anteil der Short-Position: 1,08%
AG1
AUTO1 GR. INH
Anteil der Short-Position: 0,88%

Frequentis: Maximal stabil

Die Zeit fliegt. Am 14. Mai 2024 ist Frequentis bereits fünf Jahre börsennotiert. Das ist schon allein deshalb eine Erwähnung wert, weil sich das in Wien ansässige Unternehmen damals für ein Doppellisting an der Wiener Börse sowie eine Notierung im Frankfurter Segment General Standard entschieden hat. Eine Kombination, die es so in dieser Form – wenn boersengefluester.de es richtig sieht – derzeit kein zweites Mal gibt. Der österreichische Motorradhersteller Pierer Mobility (KTM, Husqvarna) hatte seine General Standard-Mitgliedschaft bereits im Herbst 2022 beendet, andere Austro-Aktien mit Frankfurt-Bezug wie Kontron und Fabasoft sind im strenger regulierten Prime Standard gelistet. Andere auch hierzulande populäre Nebenwerte aus Österreich wie der Gourmet-Caterer DO & CO, Marinomed Biotech, der Automotivezulieferer Polytec oder auch das Greentech-Unternehmen Wolftank-Adisa sind nur im Freiverkehr notiert.

Für langfristig orientierte Anleger hat sich ein Engagement in der Frequentis-Aktie allemal gelohnt, seit dem IPO zu 18 Euro hat sich die Notiz um mehr als 50 Prozent nach Norden bewegt. On top kommen noch summiert mehr als 1 Euro Dividende je Aktie hinzu, rechnet man die zur Hauptversammlung am 6. Juni 2024 vorgeschlagenen Ausschüttung von 0,24 Euro bereits hinzu. Eine sehr schöne Story also, die der von boersengefluester.de schon mehrfach besprochene Anbieter von Kommunikationssystemen, wie sie in der Luftfahrt oder dem Polizeibereich eingesetzt werden, bietet. Fakt ist allerdings auch, dass der Kurs der Frequentis-Aktie seit nun rund drei Jahren per saldo nicht mehr groß von der Stelle kommt und sich zwischen 25 und 30 Euro eingenistet hat. Nun waren die vergangenen Quartale allgemein nicht gerade die Blütezeit für Small- und Midcaps. Zudem ist die globale politische und wirtschaftliche Lage überaus fragil, so dass ein Seitwärtstrend für ein nicht gerade niedrig bewertetes Unternehmen wie Frequentis vielleicht sogar ein kleiner Erfolg ist.

Frequentis  Kurs: 26,600 €
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023e
Umsatzerlöse1 266,93 285,76 303,63 299,37 333,53 385,97 427,49
EBITDA1,2 20,02 21,59 30,18 41,92 46,51 45,63 44,17
EBITDA-Marge3 7,50 7,56 9,94 14,00 13,95 11,82 10,33
EBIT1,4 14,32 15,60 17,22 26,81 28,97 24,99 26,65
EBIT-Marge5 5,36 5,46 5,67 8,96 8,69 6,48 6,23
Jahresüberschuss1 10,70 11,83 15,52 -3,39 20,77 18,88 19,98
Netto-Marge6 4,01 4,14 5,11 -1,13 6,23 4,89 4,67
Cashflow1,7 16,69 4,56 17,73 54,75 48,75 14,22 25,66
Ergebnis je Aktie8 0,81 0,90 0,93 -0,30 1,50 1,41 1,38
Dividende8 0,00 0,10 0,15 0,15 0,20 0,22 0,24
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: BDO

Der eigentliche Knackpunkt ist nach Auffassung von boersengefluester.de ist jedoch, dass Frequentis – auch aufgrund der regen Akquisitionstätigkeiten – zwar auf der Umsatzseite sehr dynamisch vorankommt, mit Blick auf das Betriebsergebnis (EBIT) klebt die Gesellschaft seit 2020 aber mehr oder weniger fest im Bereich um 27 Mio. Euro. Für 2023 zeigt das Unternehmen bei kräftig verbesserten Erlösen von 427,49 Mio. Euro eine nur leichte Verbesserung beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern um knapp 7 Prozent auf 26,65 Mio. Euro. Die sich daraus ergebende Marge von 6,2 Prozent liegt zudem am unteren Ende des ursprünglich avisierten Korridors zwischen 6 und 8 Prozent. Belastendend wirkten sich unter anderem höhere Personalaufwendungen, Reisekosten und sonstige Aufwendungen (Lizenzen, Werbung, Energie etc.) aus. Ein Trend, der nicht so schnell abflacht. „Für das Jahr 2024 wird mit weiteren Kostenerhöhungen gerechnet“, sagt CEO Norbert Haslacher im Vorwort des gerade vorgelegten Geschäftsberichts.

Aus der Vogelperspektive betrachtet stammen mehr als zwei Drittel der Umsätze aus dem Segment Air Traffic, wo es in erster Linie um die technische Ausstattung für zivile und militärische Flugsicherungen geht. Umgekehrt sieht es bei der Ertragskraft aus: So zeichnet das deutlich kleinere Segment Public Safety & Transport – Kunden sind hier Polizei, Feuerwehr, Rettungsorganisationen oder auch die Bahn – zuletzt für rund 62,5 Prozent (Vorjahr: 59,7 Prozent) des Konzern-EBIT. Insgesamt ist die große Relevanz von Kunden aus dem öffentlichen Sektor – auch in Zeiten knapper Budgets – aber ein wichtiger Pluspunkt für die Wiener, denn die Geschäftsbeziehungen sind in der Regel über viele Jahre angelegt. „Die von Frequentis gelieferten Lösungen sind Teil der sicherheitskritischen und damit unverzichtbaren nationalen Infrastruktur. Diese Infrastruktur muss immer vorhanden und betriebsbereit sein – unabhängig von der Anzahl der Flüge / Überflüge oder der Zahl der Einsätze von Polizei, Rettung oder Feuerwehr“, sagt Haslacher.

Entsprechend robust ist auch der zum Jahresende 2023 um knapp ein Viertel auf fast 505 Mio. Euro gestiegene Auftragseingang – das schafft Planungssicherheit. Auf eine konkrete Bandbreite für die im laufenden Jahr zu erwartenden Umsatzerlöse will sich das Unternehmen trotzdem nicht festlegen und stellt lediglich eine nicht näher bezifferte Steigerung in Aussicht. Zur Einordnung: Die Analysten halten derzeit Schnitt Erlöse von rund 455 Mio. Euro für 2024 für realistisch. Angesichts höherer Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie den Anlaufaufwendungen für im Vorjahr gewonnenen Großprojekte dürfte sich die EBIT-Marge im laufenden Jahr aber wieder nur im Bereich um 6 Prozent bewegen, so dass unterm Strich kaum ein deutlicher Ertragszuwachs herausspringen dürfte – definitiv ein Malus für die Frequentis-Aktie.

Dennoch ist boersengefluester.de der Auffassung, dass der Titel bislang viel zu wenig von der allgemeinen Neubewertung der Unternehmen aus den Bereichen Defence und Sicherheit profitiert hat und nun ein entsprechendes Nachholpotenzial besitzt. Bilanztechnisch ist Frequentis mit einer Netto-Liquidität von mehr als 84 Mio. Euro und einer Eigenkapitalquote von fast 42 Prozent ohnehin maximal stabil ausgestattet. Wir bleiben daher dabei: Für Anleger, die einen soliden Spezialwert mit erfahrenem Management und starker Position in Wachstumsmärkten suchen, ist die Aktie eine prima Wahl. Mit Sicht auf zwölf Monate halten wir auch spürbar höhere Kurse für möglich. Das gilt umso mehr, wenn sich der bisherige Ausblick möglicherweise doch als zu konservativ herausstellen sollte und das Unternehmen auch bezogen auf die Ertragskraft wieder mehr Dynamik zeigt.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Frequentis
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A2PHG5 26,600 Kaufen 353,25
KGV 2025e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
15,11 19,31 0,78 27,48
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,35 13,77 0,83 6,13
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
0,22 0,24 0,90 06.06.2024
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
14.08.2024 09.04.2024
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
2,06% -3,06% -3,62% -12,21%
    

Foto: Unsplash+


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.