HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 13,08%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 10,17%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 8,10%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 7,41%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,87%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 6,82%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 6,23%
PBB
DT.PFANDBRIEFBK
Anteil der Short-Position: 5,72%
VAR
Varta
Anteil der Short-Position: 5,40%
SGL
SGL Carbon
Anteil der Short-Position: 4,92%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 3,88%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 3,39%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 3,19%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 2,33%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 2,28%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 2,24%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,87%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 1,79%
G24
SCOUT24
Anteil der Short-Position: 1,54%
AFX
Carl Zeiss Meditec
Anteil der Short-Position: 1,18%
NB2
NORTHERN DATA INH
Anteil der Short-Position: 0,65%
STA2
STABILUS
Anteil der Short-Position: 0,57%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,50%

Merkur Privatbank: Klares Bekenntnis zur Aktie

Schon auffällig: Seit mittlerweile drei Jahren nimmt der Aktienkurs der Merkur Privatbank regelmäßig Anläufe, um die Marke von 16 Euro signifikant nach oben zu durchbrechen. Abgesehen von einzelnen Tagen – dauerhaft gelungen ist das der Notiz des Münchner Spezialinstituts bislang noch nicht. Fürchterlich groß ist die Fallhöhe auf der anderen Seite aber auch nicht, denn spätestens bei 12,50 Euro hat sich die Notiz immer wieder berappelt. Da Charttechnik im Nebenwertebereich aber selten ein verlässlicher Indikator für künftige Kursbewegungen ist, hat boersengefluester.de den traditionellen Weg eingeschlagen und Marcus Lingel, den Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Merkur Privatbank, in unseren Frankfurter Redaktionsräumen begrüßt. Und der zeigt sich – trotz aller Marktturbulenzen im Bereich der Finanzierung vom Immobilienbauträgern – bemerkenswert zuversichtlich: „Ich sehe uns in einer guten Position. Wir wollen weiter wachsen.“

Zunächst einmal musste die Merkur Privatbank 2023 jedoch einen kräftigen Rückgang des Kreditgeschäfts mit Bauträgern um rund 47 Prozent auf 839 Mio. Euro hinnehmen. Da gleichzeitig die Verkaufszahlen bei den projektierten Wohnimmobilien zurückgefallen sind, führte das zu längeren Inanspruchnahmen und damit einer ausgeprägteren Eigenkapitalbindung. Dem Vernehmen nach bessern sich die Märkte aber bereits wieder, so dass Lingel keine außergewöhnlichen Risiken fürchtet: „Unterm Strich ist unser Bestand sehr stabil.“ Zudem steuern die Münchner den Eigenanteil ihrer Finanzierungen mehr denn je durch Kooperationsvereinbarungen mit anderen Banken. Last but not least winken mit einer Belebung des Immobilienmarkts auch erhebliche Ertragschancen, die der Kapitalmarkt – zumindest im Aktienkurs der Merkur Privatbank – so noch nicht honoriert.

Dynamisch nach vorn entwickelt sich derweil wieder der Provisionsüberschuss, nachdem es hier 2023 aufgrund eines höheren Anteils wenig lukrativer Anlageprodukte und auch der schwächeren Provisionen aus dem Bauträgergeschäft noch zu einem Rückgang um knapp 12 Prozent auf 20,7 Mio. Euro gekommen ist. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen bereits einen Provisionsüberschuss von 24,2 Mio. Euro an, was über dem Rekordniveau von 23,5 Mio. Euro aus dem Jahr 2022 liegt.  Zur weiteren Einordnung: Nach dem ersten Quartal 2024 liegt der Provisionsüberschuss mit 7,1 Mio. Euro spürbar über dem vergleichbaren Vorjahresniveau von 2,3 Mio. Euro. Der Trend stimmt also.

Merkur Privatbank  Kurs: 15,400 €
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023e
Umsatzerlöse1 35,70 36,56 49,23 73,96 82,52 98,94 116,85
EBITDA1,2 7,87 9,81 5,84 17,82 21,39 21,79 28,40
EBITDA-Marge3 22,04 26,83 11,86 24,09 25,92 22,02 24,31
EBIT1,4 7,33 9,01 7,98 17,82 21,39 20,45 26,89
EBIT-Marge5 20,53 24,64 16,21 24,09 25,92 20,67 23,01
Jahresüberschuss1 3,43 3,65 23,55 8,20 9,17 9,89 10,80
Netto-Marge6 9,61 9,98 47,84 11,09 11,11 10,00 9,24
Cashflow1,7 6,26 4,45 5,03 9,24 10,04 11,23 12,30
Ergebnis je Aktie8 0,60 0,64 4,14 1,05 1,18 1,23 1,39
Dividende8 0,30 0,32 0,32 0,40 0,45 0,45 0,50
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Deloitte

Hochspannung verspricht derweil die Frage, ob die für 2024 geplante Ausweitung der Risikovorsorge auf 21 Mio. Euro tatsächlich in dieser Dimension gebraucht wird. Immerhin hatte die Merkur Privatbank für das vergangene Geschäftsjahr ebenfalls üppige 18,5 Mio. Euro geplant – am Ende aber doch „nur“ 8,2 Mio. Euro berücksichtigt. Interessant aber auch, wie sich neue Geschäftsaktivitäten, allen voran die Finanzierung von Ärzten, entwickeln werden. Hier peilt Lingel immerhin 30 bis 40 Mio. Euro Neugeschäft pro Jahr an. Ganz besonders gefreut hat sich boersengefluester.de derweil über das klare Bekenntnis von Marcus Lingel zur Börsennotiz, schließlich gehört die Merkur-Aktie nicht gerade zu den Papieren, über die besonders intensiv diskutiert wird: „Ein Delisting ist keine Alternative für uns.“ Vielmehr sieht Lingel in der Börsennotierung ein sinnvolles Vehikel, um gegenüber Investoren und Geschäftspartnern möglichst viel Transparenz zu zeigen.

Immerhin wird Lingel auch diesmal  im Hintergrundgespräch nicht müde zu betonen, wie wichtig ihm Themen wie kaufmännische Verlässlichkeit, Handschlagmentalität oder auch soziale Verantwortung sind. Verglichen mit dem diesbezüglich doch äußerst wechselvollen Newsflow der Großbanken aus dem DAX, wirkt das bei der Merkur Privatbank also sehr geerdet. Genau jetzt einen Blick auf die im Münchner Spezialsegment m:access beheimatete Merkur-Aktie zu werfen, ist aber auch deshalb interessant, weil zur Hauptversammlung (HV) am 17. Juni 2024 eine um 5 Cent auf 0,50 Euro je Aktie erhöhte Dividende auf der Agenda steht. Damit bringt es der Titel auf eine Rendite von immerhin knapp 3,2 Prozent.

Die Analysten von Pareto Securities haben ihr Kursziel für den Titel nach der Vorlage der Q1-Zahlen zuletzt bei 18 Euro gelassen und raten weiterhin zum Einstieg. „Nach einem guten Start ins Jahr sehen wir die Bank auf gutem Weg, unsere Gewinnprognose zu erreichen“, lautet das Fazit von Pareto. Per saldo stehen die Chancen also ganz ordentlich, dass der Aktienkurs doch noch nachhaltig nach oben ausbricht.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Merkur Privatbank
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
814820 15,400 Kaufen 119,79
KGV 2025e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
10,27 10,73 0,96 12,09
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,92 9,74 1,03 4,22
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
0,45 0,50 3,25 17.06.2024
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
30.04.2024 25.07.2023 20.10.2023 31.05.2024
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
1,00% 1,45% -5,52% -3,75%
    

Foto: Clipdealer


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.