H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 6,97%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 6,44%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 6,26%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 5,95%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 5,79%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 3,68%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,43%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 3,30%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,13%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 2,60%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,33%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,77%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,68%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,66%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,24%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 1,19%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,16%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,12%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 1,11%
EUZ
Eckert & Ziegler
Anteil der Short-Position: 0,70%
M5Z
Manz Automation
Anteil der Short-Position: 0,50%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 0,50%
MUX
MUTARES
Anteil der Short-Position: 0,00%

BVB: Jetzt sind die Anleger an der Reihe

Wohl selten wurde die Kapitalerhöhung eines SDAX-Unternehmens medial so intensiv begleitet wie die anstehende Finanzierungsrunde von Borussia Dortmund. Bemerkenswert ist insbesondere, wie viele der sensiblen Informationen vorab durchsickerten. Ein Ruhmesblatt für eine diskrete Kapitalmarktkommunikation haben sich die Verantwortlichen des BVB damit nicht verdient. Immerhin: Dem Aktienkurs der Schwarz-Gelben hat das Zurschaustellen der Kapitalerhöhung nicht geschadet. Mit knapp 5 Euro bewegt sich die Notiz etwa auf dem Niveau von Ende Juni, als der Bundesligist den Spezialchemiekonzern Evonik Industries an Bord holte – damals zu 4,37 Euro für jede der insgesamt 6,12 Millionen extra für Evonik neu ausgegebenen Aktien. Nun stehen die Eckdaten der zweiten, wesentlich größeren Kapitalerhöhung fest. Demnach wollen die Dortmunder bis zu 24.554.804 neue Aktien ausgeben. Anders als bei der ersten Maßnahme erhalten die bestehenden Anteilseigner ein Bezugsrecht und bleiben somit nicht außen vor.

Konkret: Für jeweils elf bestehende Aktien können Anleger vier junge Aktien zum Preis von je 4,66 Euro beziehen. Vor Abzug Spesen können so insgesamt 114,4 Mio. Euro zusammenkommen. Davon sollen rund 40 Mio. Euro für die Tilgung von Finanzschulden verwendet werden. Der Rest würde für Investitionen ins „Anlagevermögen“ zur Verfügung stehen. Dazu zählt beim BVB – neben dem Stadion – natürlich in erster Linie der Spielerkader. Umgesetzt werden soll die Kapitalerhöhung voraussichtlich vom 26. August bis zum 8. September 2014.

 

Borussia Dortmund  Kurs: 4,798 €

 

Damit stellt sich für BVB-Aktionäre die entscheidende Frage: Mitmachen oder nicht? Eine pauschale Antwort lässt sich nicht geben, denn die Teilnahme hängt von vielen persönlichen Faktoren ab. Zunächst einmal muss man überhaupt genügend freie Mittel haben, um an der Maßnahme teilnehmen zu können. Beispiel: Ein Anleger, der 660 BVB-Aktien im Depot hat – das entspricht einem Gegenwert von rund 3.300 Euro – erhält das Recht, 240 neue Anteilscheine zum Vorzugspreis von je 4,66 Euro zu beziehen. Dafür müsste der Anleger dann 1.118,40 Euro (ohne Gebühren) bezahlen. Anschließend hätte er 900 BVB-Aktien im Depot. Unterstellt, dass die Notiz unverändert bei 4,99 Euro verharrt, würde die Borussen-Position dann 4.491 Euro im Depot ausmachen. Womöglich sagt sich manch Privatanleger, dass ihm diese Depotgröße dann doch zu groß erscheint.

Fakt ist, dass einem bestehenden Aktionär zunächst einmal ein Vermögensnachteil durch eine Kapitalerhöhung entsteht. Immerhin werden zusätzliche Anteile zu einem Kurs unterhalb der aktuellen Notiz verkauft. Außerdem wird der Gewinn künftig auf entsprechend mehr Aktien verteilt. Die Tortenstücke werden also kleiner als bislang. Einen Ausgleich hierfür schafft das Bezugsrecht. Es errechnet sich nach dieser Formel:

 

Wert Bezugsrecht = (Kurs Aktie – Bezugskurs jungen Aktie) : (Bezugsverhältnis +1)

 

Für die anstehende Kapitalerhöhung der Borussia würde sich demnach ein Bezugsrechtswert von 0,088 Euro ergeben (4,99 Euro – 4,66 Euro) : ((11:4) +1). Anleger, die nicht an der Kapitalerhöhung teilnehmen wollen, können – sofern ein Handel organisiert ist – ihre Bezugsrechte über die Börse verkaufen. Beim BVB können sie diese Option allerdings nicht ziehen, denn dem Vernehmen nach findet kein Bezugsrechtshandel statt. Nicht bezogene Aktien werden vielmehr im Rahmen einer Privatplatzierung untergebracht. Und hier kommen EvonikPuma und Signal Iduna ins Spiel. Das Investorentrio hat sich verpflichtet, bis zu 17.600.000 junge Aktien, die von Altaktionären nicht gezeichnet wurden, zu übernehmen. Damit sind schon einmal 82 Mio. Euro der Kapitalerhöhung garantiert. Wie sich diese Summe auf die einzelnen Unternehmen genau verteilt ist gegenwärtig noch nicht bekannt. Dem Vernehmen nach soll Puma aber bereit sein, mit bis zu fünf Prozent beim BVB einzusteigen. Dazu müsste der Sportartikelkonzern 4,6 Millionen Aktien zeichnen. Sollte diese Meldung stimmen, müssten – bei Vollausübung – Evonik und Sigal Iduna (oder einer von beiden) bereit sein, deutlich mehr Stücke zu übernehmen.

Noch lässt sich also nicht beurteilen, wie künftig die Aktionärsstruktur des BVB aussehen wird. Gegenwärtig befinden sich 68,81 Prozent der Papiere im Streubesitz. Boersengefluester.de geht davon aus, dass dieser Anteil nach der Kapitalmaßnahme auf eine Größenordnung von rund 55 Prozent schrumpfen wird. Sobald weitere Details aus dem Wertpapierprospekt bekannt sind, werden wir eine Handlungsempfehlung für die Kapitalerhöhung abgeben. Losgelöst davon: Die BVB-Aktien bleibt bei uns auf „Kaufen“.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Borussia Dortmund
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
549309 4,798 Halten 529,68
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
17,14 22,15 0,78 28,56
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,28 33,22 1,59 15,02
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 02.12.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
12.11.2021 26.02.2021 14.05.2021 28.09.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-15,74% -16,73% -11,80% 6,06%
    

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Evonik Industries
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
EVNK01 28,120 Halten 13.103,92
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
13,52 16,43 0,82 13,97
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,61 7,59 1,07 11,52
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
1,15 1,20 4,27 25.05.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
06.05.2022 05.08.2021 04.11.2021 03.03.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-0,10% -1,88% 5,40% 26,27%
    

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Puma
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
696960 103,000 Halten 15.534,94
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
44,78 40,19 1,10 142,86
KBV KCV KUV EV/EBITDA
9,15 30,41 2,97 30,40
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,16 0,35 0,34 05.05.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
28.04.2021 29.07.2021 27.10.2021 24.02.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,19% 8,83% 11,62% 25,61%
    


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.