TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 6,54%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 5,52%
KTN
KONTRON O.N
Anteil der Short-Position: 4,26%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 4,01%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 3,34%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 3,20%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,94%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 2,82%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 2,53%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 2,29%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 2,18%
PBB
DT.PFANDBRIEFBK
Anteil der Short-Position: 2,09%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 1,73%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,64%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 1,51%
ADS
Adidas
Anteil der Short-Position: 1,50%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 1,02%
MUV2
Münchener Rück
Anteil der Short-Position: 0,58%
ALV
Allianz
Anteil der Short-Position: 0,58%
DB1
Deutsche Boerse
Anteil der Short-Position: 0,58%
IFX
Infineon
Anteil der Short-Position: 0,57%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,49%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 0,49%

Eckert & Ziegler: Die Entscheidung läuft

Präsentationen von Andreas Eckert, dem Vorstandschef Eckert & Ziegler, haben beinahe schon Unterhaltungswert. Schließlich nimmt der Manager, ihm sind knapp ein Drittel der Aktien des auf Strahlenmedizin und andere nukleare Komponenten spezialisierten Unternehmens zuzurechnen, kein Blatt vor den Mund. Den Kampf gegen Krebs mit Hilfe von radioaktiven Isotopen bezeichnet Eckert schon mal als „Biotech der 50er Jahre”. Und sich selbst vergleicht er – annähernd 16 Jahre nach dem Börsengang im Mai 1999 – bereits mit einem „lebenden Reptil”. Sonderlich viel zu staunen, hatten die Investoren in den vergangenen beiden Jahren allerdings nicht. Wenn überhaupt, dann nur weil die Berliner es geschafft haben, die eigenen Prognosen konsequent zu verfehlen. Dementsprechend gilt es nun, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Die Zahlen zum Auftaktquartal gingen schon mal in die richtige Richtung, auch wenn Eckert & Ziegler enorm vom Rückenwind durch den Währungseinfluss des Dollars profitiert hat. Zudem hat sich das operative Ergebnis von 3,66 Mio. Euro im wichtigen Segment „Isotope Products” fast genau auf Vorjahreshöhe bewegt. Das war nicht unbedingt so zu erwarten, denn neben dem medizinischen Einsatz werden die Produkte von Eckert & Ziegler auch von Öl- und Gasfirmen zur Messtechnik eingesetzt. Allgemein gab es hier die Befürchtung, dass Gesellschaften wie Halliburton ihre Investitionen im Zuges des rückläufigen Ölpreises massiv drosseln würden. Bislang ist die Medtechgesellschaft jedoch gut davongekommen.

 

Eckert & Ziegler  Kurs: 36,920 €

 

Knackpunkt im Vorjahr war das Segment Strahlentherapie. Hier sind Produkte wie radioaktive Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs (Seeds) sowie Geräte zur Bestrahlung von Tumoren (Afterloader) zusammengefasst. Den Einstieg in den Markt für Bestrahlungsgeräte hatte Eckert & Ziegler bereits im Jahr 2003 gewagt. Um Platzhirschen wie dem US-Konzern Varian Medical Systems (WKN: 852812) oder Elekta (WKN: 896279) aus Schweden möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, adressierten die Berliner ihre Geräte lange Zeit schwerpunktmäßig Richtung Entwicklungs- und Schwellenländer. Voll ins Kontor geschlagen hat 2014 daher die Ukraine-Krise. Aber auch die jüngsten Zukäufe in den USA haben sich nicht gerade als Verstärkung erwiesen. „Wir haben hier großzügig eingekauft. Die Hälfte der Tische blieb aber leer”, erklärt Vorstand Eckert auf der DVFA-Frühjahrskonferenz in Frankfurt. Auf der von der BankM mitorganisierten Veranstaltung präsentierten sich gut 50 Unternehmen vor Investoren, Fachpresse und Analysten. Weiteres Problem: Der Hoffnungsträger, das neue Bestrahlungsgerät SagiNova, hat die US-Zulassung von der Gesundheitsbehörde FDA erst Ende April 2015 – und damit deutlich später als ursprünglich gedacht – erhalten. Jetzt kommt es also drauf an. „Die entscheidende Schlacht wird 2015 im Bereich der Strahlentherapie geschlagen”, weiß auch Firmenlenker Eckert.

Momentan sind die Börsianer zuversichtlich, dass die Gesellschaft ihre Ziele für 2015 tatsächlich einlösen kann. Der Aktienkurs des Small Caps hat sich von seinen Anfang des Jahres erreichten Tiefständen bei knapp 17 Euro bereits wieder deutlich erholt und nähert sich der Marke von 23 Euro. Beim aktuellen Kurs von 22,60 Euro bringt Eckert & Ziegler knapp 120 Mio. Euro auf die Waagschale. Dem steht allein ein Eigenkapital von rund 95 Mio. Euro entgegen. Den Umsatz will die Gesellschaft im laufenden Jahr auf mehr als 133 Mio. Euro steigern – nach zuletzt 127,3 Mio. Euro. Das „Bauchgefühl” von Andreas Eckert sagt sogar, dass auch 140 Mio. Euro drin sein könnten. Das Ergebnis je Aktie soll den Vorjahreswert von 1,28 Euro übertreffen und auf das 2013er-Niveau von 1,71 Euro pro Anteilschein zurückkehren. In diesem Bereich bewegen sich auch die Erwartungen der Analysten. Mit optimistischen Szenarien halten sich die Finanzexperten nach den jüngsten Enttäuschungen noch zurück. Insgeheim hoffen die Börsianer aber natürlich, dass Eckert & Ziegler im laufenden Jahr in der Lage ist, sich beim Ergebnis je Aktie womöglich Richtung 2 Euro vorzutasten. Unter KGV-Aspekten wäre der Titel damit jedenfalls ein echter Hingucker. Nicht ganz verkehrt ist auch die Dividendenrendite. Zur Hauptversammlung am 3. Juni 2015 steht erneut eine Ausschüttung von 0,60 Euro pro Anteilschein auf der Agenda. Damit bringt es der Titel auf eine Rendite von fast 2,7 Prozent. Die Chancen stehen also gut, dass der Aufwärtstrend von Eckert & Ziegler noch eine Weile anhält. Hauck & Aufhäuser setzt das Kursziel mittlerweile bei immerhin 27 Euro an. Das wären noch knapp 20 Prozent Potenzial Richtung Norden.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Eckert & Ziegler
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
565970 36,920 Halten 781,67
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
25,46 22,48 1,16 41,81
KBV KCV KUV EV/EBITDA
4,23 23,09 4,33 12,57
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,45 0,50 1,35 01.06.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
12.05.2022 11.08.2022 14.11.2022 30.03.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-6,62% -28,48% -60,77% -67,61%
    

 

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 137,94 138,63 168,71 178,49 176,14 180,44 200,00
EBITDA1,2 24,97 26,62 32,14 43,13 44,64 57,04 61,00
EBITDA-Marge3 18,10 19,20 19,05 24,16 25,34 31,61 30,50
EBIT1,4 16,23 17,97 23,39 32,06 33,69 47,45 51,00
EBIT-Marge5 11,77 12,96 13,86 17,96 19,13 26,30 25,50
Jahresüberschuss1 9,79 15,12 16,89 22,48 23,11 34,66 27,00
Netto-Marge6 7,10 10,91 10,01 12,59 13,12 19,21 13,50
Cashflow1,7 19,83 26,83 21,21 40,43 36,79 33,86 32,00
Ergebnis je Aktie8 0,45 0,70 0,78 1,07 1,11 1,66 1,28
Dividende8 0,17 0,20 0,30 0,42 0,45 0,50 0,25
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: BDO

 

Foto: Eckert & Ziegler AG

 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.