MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 6,98%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 5,89%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 5,68%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 5,62%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 4,08%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 4,06%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 3,90%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,68%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,48%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 3,42%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 2,98%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,35%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 2,16%
NEM
Nemetschek
Anteil der Short-Position: 1,83%
GFT
GFT Technologies
Anteil der Short-Position: 1,78%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 1,72%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 1,62%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 1,61%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,31%
MTX
MTU Aero Engines
Anteil der Short-Position: 1,08%
SMHN
SUESS MICROTEC
Anteil der Short-Position: 0,90%
DPW
Deutsche Post
Anteil der Short-Position: 0,50%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,43%

Fortec Elektronik: Stabil geliefert

In der aktuell so labilen Börsenphase ist es schon ein Erfolg, wenn sich der Aktienkurs eines Unternehmens per saldo nicht nur wacker hält, sondern seit Jahresbeginn sogar eine deutlich positive Performance vorzuweisen hat. Dass Fortec Elektronik dieses Kunststück gelingt, hängt im Wesentlichen an zwei Faktoren: Zum einen war die Aktie des Systemanbieters von Elektronikbauteilen sowie Displays auch während der allgemeinen Kapitalmarkthausse mit einem KGV zwischen 12 und 14 sowie einer Dividendenrendite um die drei Prozent stets ziemlich geerdet bewertet. Der Korrekturbedarf war also nicht sonderlich ausgeprägt. Zum anderen hat Fortec Elektronik – trotz der schwierigen Rahmenbedingungen – zuletzt regelmäßig gute Zahlen vorgelegt und im Februar 2022 sogar die Prognose für das Geschäftsjahr 2021/22 (30. Juni) deutlich angehoben.

Da verzeihen die Investoren momentan sogar, dass Fortec Elektronik rein organisch eben nicht die ganz große Wachstumsstory vorzuweisen hat. Dafür zeigt das in Germering bei München ansässige Unternehmen mit den jetzt veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal, dass der operative Trend weiter intakt ist, selbst wenn das globale Umfeld nochmals rauer geworden ist. „Nachdem wir in den vergangenen zwei Jahren die Herausforderungen der globalen COVID-19 Pandemie gut gemeistert haben, hat der Krieg in der Ukraine die Störungen der weltweiten Lieferketten für uns nochmals verschärft. Hinzu kommen erneute regionale Lockdowns in China in den letzten Wochen“, sagt CEO Sandra Maile. Nach neun Monaten 2021/22 steht bei den Umsätzen ein Zuwachs von 14,4 Prozent auf 65,96 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legt dazu deutlich überproportional von 3,56 auf 6,34 Mio. Euro zu. „Dies ist ein erfreuliches Ergebnis“, sagt Maile.

Fortec Elektronik  Kurs: 23,400 €
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 78,52 79,57 88,31 87,73 77,43 88,40 92,00
EBITDA1,2 6,04 6,61 6,10 8,43 7,05 8,40 8,60
EBITDA-Marge3 7,69 8,31 6,91 9,61 9,10 9,50 9,35
EBIT1,4 5,50 6,02 7,45 6,48 5,32 6,50 6,95
EBIT-Marge5 7,00 7,57 8,44 7,39 6,87 7,35 7,55
Jahresüberschuss1 4,26 4,32 5,69 4,78 3,88 4,40 4,80
Netto-Marge6 5,43 5,43 6,44 5,45 5,01 4,98 5,22
Cashflow1,7 5,04 3,47 3,96 3,58 10,18 6,40 7,00
Ergebnis je Aktie8 1,44 1,33 1,75 1,47 1,19 1,41 1,43
Dividende8 0,60 0,60 0,70 0,60 0,60 0,65 0,70
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Rödl & Partner

Beachtlich ist für boersengefluester.de insbesondere die bislang relativ konstante Entwicklung des EBIT über die einzelnen Quartale. Die Betriebsergebnisse für Q1 und Q3 sind sogar nahezu identisch hoch. Zur weiteren Einordnung: Für das Gesamtjahr stellt die Gesellschaft ein Erlösplus von Obergrenze 15 Prozent in Aussicht. Das EBIT soll dabei um bis zu 20 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert von 5,32 Mio. Euro steigen. Aus jetziger Sicht besteht damit zur Vorlage der vorläufigen Jahreszahlen im Spätsommer durchaus ein positives Überraschungspotenzial. Wie bereits im Q3-Bericht für das vergangene Geschäftsjahr, weist Fortec im aktuellen Zwischenbericht mit identischem Wortlaut darauf hin, dass die finanzielle Lage „nach wie vor hervorragend“ sei und die Gesellschaft “ausreichend mit Eigenkapital für zukunftsorientierte Entscheidungen ausgestattet“ ist.

Ein expliziter Wink mit dem Zaunpfahl, wonach das Thema Zukäufe nun unmittelbar an Aktualität gewonnen hat, lässt sich aus der Aussage zwar nicht herleiten. Andererseits dürften die grundsätzlich zurückgekommenen Bewertungsmultiples für Übernahmeziele – hier interessiert sich Fortec insbesondere für Firmen mit starker Software-Komponente – einem schwäbisch konservativ rechnenden Unternehmen wie Fortec Elektronik voll in die Karten spielen. Insgesamt bleibt der Titel eine attraktive Langfristanlage aus dem Spezialwertesektor. Am 30. Mai 2022 präsentiert Sandra Maile den neuesten Zwischenbericht vor Investoren auf der digitalen Montega-Plattform Connect. Das jüngste Kursziel der Montega-Analysten für die Fortec-Aktie liegt bei 27 Euro. Demnach wäre das Papier eine gute 20-Prozent-Chance.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Fortec Elektronik
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
577410 23,400 Kaufen 76,06
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
14,63 15,33 0,96 20,71
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,66 7,48 0,98 9,25
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,60 0,65 2,78 15.02.2023
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
25.11.2022 30.03.2022 25.05.2022 28.10.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
4,25% 12,75% 19,39% 31,46%
    

Foto: Shutterstock


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.