MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 6,78%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 6,12%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 4,14%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 3,58%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 3,38%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,26%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,54%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 2,26%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 2,24%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 2,20%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 2,07%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,90%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 1,87%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 1,79%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 1,62%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,46%
ENR
SIEMENS ENERGY
Anteil der Short-Position: 1,20%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 1,10%
FPE
FUCHS PETROLUB ST
Anteil der Short-Position: 0,80%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,59%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,59%
BAS
BASF
Anteil der Short-Position: 0,50%
M5Z
Manz Automation
Anteil der Short-Position: 0,46%

Frequentis: Starke Vorstellung

Die Teilnahme an Kapitalmarktpräsentationen von Frequentis war bislang immer gut investierte Zeit. Da macht auch die von der BankM organisierte virtuelle Roadshow am 15. Juni 2020 mit immerhin mehr als 20 Teilnehmern keine Ausnahme. Nun muss boersengefluester.de an dieser Stelle nicht noch einmal des komplette Geschäftsmodell des auf Kommunikationssysteme für die Überwachung der zivilen und militärischen Luftfahrt sowie die Ausstattung von Einsatzleitzentralen für Polizei, Feuerwehr oder andere Rettungsdienste vorstellen. Das haben wir in der Vergangenheit bereits mehrfach getan (zuletzt etwa HIER). Wichtig an dieser Stelle daher nur einige Kernaussagen von CEO Norbert Haslacher: Demnach ist das in Wien ansässige Unternehmen bislang recht gut durch Corona-Krise gekommen und verfügt über Auftragseingänge auf Rekordniveau.

Wer sich angesichts der Verwerfungen im Luftmarkt über die Entwicklung wundert; die Kunden von Frequentis in diesem Bereich sind eben nicht die Airlines oder Flughäfen, sondern quasi-staatliche Institutionen wie die Flugsicherungen. Und die müssen die für ihre Arbeit notwendigen Systeme stets auf dem neusten Stand halten, auch wenn gerade deutlich weniger Verkehr in der Luft ist. Zweite wichtige Erkenntnis ist, dass die Entwicklung von Remote-Towers – so wird etwa der Flughafen Saarbrücken von Leipzig aus überwacht – durch Corona sogar noch eine Beschleunigung erfährt. Dabei stößt Frequentis mit diesem Produkt ohnehin auf offene Türen, und zwar weltweit. Selbst die US Airforce will das System für militärische Anwendungen nutzen. Noch stärker an Bedeutung gewinnt außerdem der Bereich Drohnenmanagement, wobei es hier in erster Linie um den Einsatz von Drohnen im Polizei- oder Rettungsbereich geht. An die Durchdringung von Drohnen für die Auslieferung von Paketen oder ähnlichen Einsatzfeldern glaubt Haslacher hingegen eher weniger.

 

Frequentis  Kurs: 28,900 €

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 241,22 266,93 285,76 303,63 299,37 333,53 355,00
EBITDA1,2 17,68 20,02 21,59 30,18 41,92 46,51 45,40
EBITDA-Marge3 7,33 7,50 7,56 9,94 14,00 13,95 12,79
EBIT1,4 12,42 14,32 15,60 17,22 26,81 28,97 27,50
EBIT-Marge5 5,15 5,36 5,46 5,67 8,96 8,69 7,75
Jahresüberschuss1 9,22 10,70 11,83 15,52 -3,39 20,77 19,80
Netto-Marge6 3,82 4,01 4,14 5,11 -1,13 6,23 5,58
Cashflow1,7 38,85 16,69 4,56 17,73 54,75 48,75 36,00
Ergebnis je Aktie8 0,70 0,81 0,90 0,93 -0,30 1,50 1,48
Dividende8 0,00 0,00 0,10 0,15 0,15 0,20 0,22
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2021 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: BDO

 

Wichtig für das Verständnis der Frequentis-Aktie ist darüber hinaus, dass die Gesellschaft in einem zersplitterten Markt eine Sonderrolle einnimmt. So gibt es einerseits viele regionale Familienunternehmen mit Umsätzen südlich von 100 Mio. Euro, die allein vor einer eher schwierigen Zukunft stehen würden. Andererseits tummeln sich Konzernableger von US-Größen wie Lockheed, Boeing oder auch Raytheon im Markt, für die Flugüberwachung aber längst nicht das Kerngeschäft ist. Hierzulande ein bekannter Marktbegleiter im Bereich von Sprachkommunikationssystemen ist dagegen zum Beispiel Rohde & Schwarz aus München. Gut gefällt boersengefluester.de auch die konservative Art der Bilanzierung, Entwicklungsaufwendungen laufen allesamt durch die Gewinn- und Verlustrechnung und werden nicht aktiviert. Das Netto-Finanzguthaben von zuletzt fast 78 Mio. Euro – entsprechend 5,85 Euro je Aktie – sollte indes keine Hoffnungen auf Sonderausschüttungen wecken. Letztlich dient die Cashposition als Leistungsnachweis für die auf erstklassige Bonität und langfristige Geschäftsbeziehungen bedachte Kundschaft.

Sicher noch nicht optimal aus Investorenperspektive ist dagegen der Streubesitzanteil von nur knapp 22 Prozent. Zwar spricht CEO Haslacher in seiner Präsentation davon, dass Firmenpatriarch Hannes Bardach derzeit „noch“ rund 68 Prozent der Aktien hält. Eine Platzierung sei derzeit aber nicht geplant, perspektivisch aber auch nicht ausgeschlossen. „Es gibt da kein Dogma“, sagt Haslacher. Fest steht jedoch, dass Bardach stets Untergrenze 50 Prozent plus 1 Aktie behalten will. Das nimmt dem Titel zwar Übernahmefantasie, bestätigt jedoch das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftsmodell.

Wer sich an einem Unternehmen mit erfahrenem Management, starker Marktposition und soliden Bilanzen beteiligen will, ist hier also genau richtig. So jedenfalls unser Eindruck – auch nach der mittlerweile fünften Präsentation, die wir von Frequentis gesehen haben. Ein Research von der BankM gibt es auch. Demnach liegt der faire Wert der Aktie bei 25 Euro, also um knapp 40 Prozent über der aktuellen Notiz. Frei von Corona-Sorgen ist aber auch Frequentis nicht, schließlich müssen die neuen Systeme irgendwann auch vor Ort installiert werden. Umso erleichterter ist Vorstand Haslacher dann doch, dass die Reisebeschränkungen wieder glockert werden und der Flugbetrieb bald hoffentlich wieder hochfährt.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Frequentis
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A2PHG5 28,900 Kaufen 383,79
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
18,65 19,48 0,97 40,94
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,10 7,87 1,15 6,08
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,15 0,20 0,69 02.06.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
17.08.2022 05.04.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,79% 6,00% 10,73% 17,48%
    

 

Foto: Clipdealer


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.