HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 8,86%
PBB
DT.PFANDBRIEFBK
Anteil der Short-Position: 8,18%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,90%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 4,24%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 4,22%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 4,07%
ENR
SIEMENS ENERGY
Anteil der Short-Position: 3,93%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 3,30%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 3,25%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 2,63%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 1,94%
CLIQ
CLIQ DIGITAL
Anteil der Short-Position: 1,89%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 1,22%
PUM
Puma
Anteil der Short-Position: 1,18%
BDT
Bertrandt
Anteil der Short-Position: 1,03%
ADS
Adidas
Anteil der Short-Position: 0,89%
MRK
Merck
Anteil der Short-Position: 0,79%
ADN1
ADESSO INH
Anteil der Short-Position: 0,77%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,77%
SRT
Sartorius
Anteil der Short-Position: 0,60%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 0,52%
COP
COMPUGROUP MED.
Anteil der Short-Position: 0,52%

Lloyd Fonds: So geht das

Restrukturierungsstorys kommen an der Börse meist gut an – zumindest in den ersten Monaten der Neuausrichtung. Schnell kommt dann aber auch die Zeit, in der die Investoren Resultate sehen wollen. Und nicht selten verpufft in diesem Moment die vorher so positive Entwicklung der Aktie, weil viele Prozesse eben doch länger dauern als gedacht oder sich der Erfolg aus anderen Gründen nicht wie erhofft einstellt. Gemessen daran ist der im Frühjahr 2018 eingeleitete Wandel bei Lloyd Fonds hin zu einem unabhängigen Vermögensverwalter fast schon ein Musterbeispiel für eine gelungene Neupositionierung. Dabei hatte CEO Achim Plate die Messlatte nicht gerade niedrig angelegt, was die strategischen Zielsetzungen angeht. Aber Plate hat verlässlich geliefert – und zwar mit einer hohen Umsetzungsgeschwindigkeit. Bei Aktienkursen von zurzeit 6,90 Euro rückt allmählich sogar die Marke von 100 Mio. Euro Börsenwert in Sichtweite. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren erreichte die Marktkapitalisierung der Hamburger erst 55 Mio. Euro.

Parallel dazu hat sich die Visibilität von Lloyd Fonds am Kapitalmarkt bereits deutlich erhöht. Im Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de sieht Vorstand Achim Plate aber noch weiteres Potenzial: „Mittlerweile werden wir von vielen Investoren beobachtet, aber noch längt nicht von allen gekauft.“ Entsprechend ist es das Ziel von Plate, 2021 „auch mal zweistellige Kurse“ bei der Lloyd Fonds-Aktie zu sehen. Gemessen an den Kurszielen der Analysten, die bis 13,80 Euro reichen, wäre das locker drin. Für frisches Potenzial sorgen der kürzlich veröffentlichte Geschäftsbericht 2020 – siehe dazu auch unseren Beitrag HIER – sowie insbesondere die geplante Token-Emission bei der Digital-Tochter LAIC.

LAIQON  Kurs: 5,840 €

Gleich in doppelter Hinsicht ein cleverer Schachzug: So wird LAIC im Zuge der für das erste Halbjahr 2021 avisierten Transaktion quasi mit einem Preisschild versehen – angepeilt für den Anteil von bis zu zehn Prozent ist ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag. Rechnet man mit 5 Mio. Euro, würde die Finanzierungsrunde für LAIC auf Basis einer Gesamtbewertung von 50 Mio. Euro stattfinden. Zur Einordnung: Aktuell bringt es der Fintech-Ableger auf ein verwaltetes Vermögen – Assets under Management (AuM) – von etwas mehr als 100 Mio. Euro. Wenn es im bisherigen Tempo weitergeht, dürften die AuM bis zum Jahresende 2021 nah an die Marke von 200 Mio. Euro kommen. Vor diesem Hintergrund und im Zusammenhang mit den jüngsten Finanzierungsrunden von ähnlichen Fintechs wie zum Beispiel Scalable Capital, ist die angepeilte Bewertung von LAIC sicher nicht zu hoch gegriffen und würde die stillen Reserven aufzeigen.

Achim Plate: Lloyd Fonds CEO

Darüber hinaus könnte der Token-Prozess aber auch eine Blaupause für weitere Produkte aus dem Lloyd Fonds-Universum darstellen. Derweil gilt die Langfristprognose, wonach die AuM bis Ende 2024 auf Konzernebene von zuletzt knapp 1,85 Mrd. Euro auf mehr als 7 Mrd. Euro steigen sollen. Bezogen auf den Netto-Umsatz soll die EBITDA-Marge dann von zuletzt 26 Prozent auf über 45 Prozent steigen. Nimmt man als Faustformel, wonach etwas mehr als 1 Prozent von den AuM als Umsatz hängen bleiben, würde das auf Erlöse von rund 75 Mio. Euro für 2024 hinauslaufen. Entsprechend bliebe dann ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von mindestens 34 Mio. Euro stehen. Tatsächlich könnten es auch noch etwas mehr sein. „Die Zielmarke für die EBITDA-Marge ist konservativ“, sagt Plate. Eine quantitative Prognose für das laufende Jahr gibt es momentan noch nicht.

Die Analystenschätzungen von Warburg Research (31,8 Mio. Euro Umsatz; 10,2 Mio. Euro EBITDA) scheinen für boersengefluester.de aber gut erreichbar. Immerhin lief das erste Quartal 2021 bereits besser als gedacht und zunehmend mehr performancebasierte Honorarzahlungen von eigenen Fonds dürften in das Jahresergebnis einfließen. Und dann hat sich Großaktionär Plate auch noch eine ganz andere Sache vorgenommen: „Für die nächsten Jahre möchte ich eine Dividende nicht ausschließen.“ Bilanziell sollte die im Freiverkehrssegment Scale gelistete Gesellschaft bereits Mitte 2021 die Voraussetzungen dafür geschafft haben. Insgesamt als eine richtig schöne und innovative Investmentstory, die gut drei Jahre nach dem Start immer mehr an Konturen gewinnt. Die aktuelle Seitwärtsbewegung zwischen 6 und 7 Euro sollte nach Auffassung von boersengefluester.de also in einem Ausbruch nach oben münden. Argumente dafür gibt es jedenfalls genug.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
LAIQON
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A12UP2 5,840 Kaufen 102,10
KGV 2025e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 23,97 0,00 73,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,53 - 4,73 -11,12
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 29.08.2024
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
31.08.2023 28.03.2024
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-9,32% -20,04% -11,52% -31,93%
    
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023e
Umsatzerlöse1 7,46 7,92 8,22 27,74 26,12 21,58 0,00
EBITDA1,2 0,99 -1,67 -9,68 6,96 4,61 -9,95 0,00
EBITDA-Marge3 13,27 -21,09 -117,76 25,09 17,65 -46,11 0,00
EBIT1,4 0,51 -1,78 -10,94 3,21 1,25 -14,66 0,00
EBIT-Marge5 6,84 -22,47 -133,09 11,57 4,79 -67,93 0,00
Jahresüberschuss1 1,36 -1,53 -0,09 2,50 6,63 -10,54 0,00
Netto-Marge6 18,23 -19,32 -1,09 9,01 25,38 -48,84 0,00
Cashflow1,7 1,49 -1,24 1,42 -0,95 19,96 -2,77 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,15 -0,16 -0,01 -0,05 0,39 -0,67 -0,16
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Baker Tilly

Foto: Clipdealer

Hinweis: Die Berichterstattung und Handlungseinschätzungen durch boersengefluester.de stellen keine Anlageempfehlungen und auch keine Empfehlung oder einen Vorschlag einer Anlagestrategie dar. Zwischen der Lloyd Fonds AG und boersengefluester.de besteht eine entgeltliche Vereinbarung zur Soft-Coverage der Lloyd Fonds-Aktie. Boersengefluester.de hält keine Beteiligung an der Lloyd Fonds AG. Boersengefluester.de nimmt Maßnahmen zur Vermeidung von Interessenkonflikten vor.

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.