VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 8,38%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 5,74%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 5,36%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 4,62%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 3,84%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,74%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,73%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,63%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,56%
NA9
NAGARRO
Anteil der Short-Position: 3,27%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,05%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,79%
SHA
SCHAEFFLER VZO
Anteil der Short-Position: 2,76%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 2,39%
NB2
NORTHERN DATA INH
Anteil der Short-Position: 2,09%
RHM
Rheinmetall
Anteil der Short-Position: 1,97%
ADS
Adidas
Anteil der Short-Position: 1,49%
WCH
Wacker Chemie
Anteil der Short-Position: 1,40%
NOEJ
NORMA GR.
Anteil der Short-Position: 1,34%
C0M
COM.CHARG.SOL INH...
Anteil der Short-Position: 1,33%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,20%
EUZ
Eckert & Ziegler
Anteil der Short-Position: 0,62%
HYQ
Hypoport
Anteil der Short-Position: 0,60%

Softing: Übernahmen kommen wohl erst 2017

Es ist fast schon eine Wissenschaft für sich, aus den Zwischenberichten von Softing die richtigen Schlüsse zu ziehen. Insbesondere bei der Wortwahl des Ausblicks fehlt bei dem Anbieter von Messtechnikgeräten mitunter der rote Faden. Jedenfalls müssen Anleger zum Teil sehr genau hinschauen, ob gerade vom EBIT oder dem operativen EBIT die Rede ist. 2015 betrug die Differenz zwischen beiden Kennzahlen immerhin 1,6 Mio. Euro – bei einem EBIT von 5,5 Mio. Euro. Hintergrund: Beim „normalen“ operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern sind zusätzlich noch aktivierte Entwicklungsleistungen und deren Abschreibungen sowie die Auswirkungen aus der Verteilung der Kaufpreise von Akquisitionen ausgeklammert. Mit dem nun vorgelegten Zwischenbericht für die ersten neuen Monate 2016 nennt Vorstandschef Wolfgang Trier beim Ausblick erstmals offiziell konkrete Spannen: Demnach ist bei Erlösen von 80 bis 85 Mio. Euro mit einem operativen Ergebnis zwischen 7 und 8 Mio. Euro zu rechnen. Diese Größenordnungen liegen jetzt nicht fürchterlich weit entfernt von den ursprünglich gemachten Vorhersagen für 2016 (Umsatz über 85 Mio. Euro, operatives EBIT von mehr als 7,5 Mio. Euro).

 

Softing  Kurs: 5,540 €

 

Dennoch wird zunehmend klarer, dass Softing für 2016 wohl keine positive Überraschung mehr gelingen wird. Dafür entwickelte sich insbesondere das Geschäft in den Vereinigten Staaten einfach noch nicht robust genug. Abgerechnet wird bei Softing zwar erst nach dem wichtigen vierten Quartal. Doch hier muss die Gesellschaft nun schon auf eine kräftige Belebung hoffen. Schließlich kommt Softing nach Q3 erst auf ein bereinigtes EBIT von 2,7 Mio. Euro. CEO Trier ist jedoch zuversichtlich, was die weitere Entwicklung angeht: „Wir sehen eine weitere Verbesserung im US-Geschäft, welches konjunkturell bedingt aber immer noch nicht an die Rekordwerte des Vorjahres anknüpfen kann. Wir sind jedoch für 2017 und die Folgejahre optimistisch. Im dritten Quartal konnte schon ein erster Großauftrag für einen Neukunden verbucht werden. Eine weitere wesentliche Entscheidung eines Kunden für Softing-Produkte steht im vierten Quartal an. Das daraus erwartete Neugeschäft hat die Qualität, die Geschäftsentwicklung in den USA auf Jahre hinaus zu prägen.“

Gedulden müssen sich die Investoren dagegen weiterhin in Sachen Firmenzukäufe, die jüngsten Kandidaten passten jedenfalls doch nicht perfekt ins Raster. „Sie wurden durch neue Chancen ersetzt, die derzeit geprüft werden. Nach heutigem Stand erwarten wir Abschlüsse eher im ersten Quartal 2017 als noch im laufenden Jahr“, betont Trier. Unterm Strich wird 2016 wohl ein weiteres Übergangsjahr für Softing-Aktionäre werden. Zwar hat die Gesellschaft aussichtsreiche Produkte in der Pipeline bzw. bereits auf den Markt gebracht. Aber ohne den nötigen Rückenwind aus den USA fehlt einfach der Kick – auch für den Aktienkurs, der sich 2016 in einer Bandbreite zwischen 15,35 und 9,85 Euro relativ erratisch hin und her bewegte. Eine Trendaktie ist der Small Cap zurzeit jedenfalls nicht. Dennoch traut boersengefluester.de Softing für 2017 eine deutlich bessere Performance zu. Grundsätzlich handelt es sich bei Softing um einen qualitativ hochwertigen Small Cap mit gutem Management. Die Bewertung wird sich insbesondere mit Blick auf die Ergebnisschätzungen für 2018 deutlich attraktiver darstellen. Dann sollte das KGV nämlich auf ein Niveau im Bereich um zwölf sinken.

 

Softing

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Softing
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
517800 5,540 Kaufen 50,44
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
13,19 22,37 0,59 13,35
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,83 4,56 0,60 6,37
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,04 0,10 1,81 06.05.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
03.05.2022 12.08.2022 15.11.2022 29.03.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-9,99% -10,72% -18,53% -10,65%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 80,42 78,71 83,89 91,07 77,60 84,69 94,00
EBITDA1,2 12,26 6,84 9,02 12,12 7,76 9,07 11,80
EBITDA-Marge3 15,24 8,69 10,75 13,31 10,00 10,71 12,55
EBIT1,4 7,16 2,35 4,08 4,30 -3,93 -0,48 2,60
EBIT-Marge5 8,90 2,99 4,86 4,72 -5,06 -0,57 2,77
Jahresüberschuss1 5,72 0,73 3,33 2,93 -4,58 -0,07 1,45
Netto-Marge6 7,11 0,93 3,97 3,22 -5,90 -0,08 1,54
Cashflow1,7 9,52 3,56 9,43 10,37 4,91 11,05 12,00
Ergebnis je Aktie8 0,82 0,10 0,38 0,31 -0,50 0,01 0,16
Dividende8 0,20 0,13 0,13 0,04 0,04 0,10 0,10
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2021 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Rödl & Partner

 

Foto: Michael Gaida, pixabay



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.