VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,99%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 7,16%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 6,85%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 5,19%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 5,12%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 4,77%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 3,63%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 3,62%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 3,26%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 2,92%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 2,83%
ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 2,62%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 2,61%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,55%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 2,44%
HYQ
Hypoport
Anteil der Short-Position: 1,90%
AT1
AROUNDTOWN EO-,01
Anteil der Short-Position: 1,69%
O2D
TELEFONICA DTLD HLDG
Anteil der Short-Position: 1,65%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 1,59%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 1,37%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 1,19%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,17%
PNE3
PNE Wind
Anteil der Short-Position: 0,50%

Vectron Systems: Das volle Programm

Eins muss man Thomas Stümmler lassen: Nach seinen Präsentationen auf Investorenveranstaltungen hat man unweigerlich das Gefühl, dass die Vectron-Aktie ins Depot gehört. Mit so viel Verve bringt der Vorstand von Vectron Systems die Transformationsstory des Anbieters von Kassensystemen für Gastronomie und Bäckereien stets rüber. Das war auch auf der MKK Münchner Kapitalmarkt Konferenz von GBC am 4. Mai 2021 nicht anders und wird auch in wenigen Tagen auf der von Equity Forum veranstalteten Frühjahrskonferenz so sein. Sehr viel entspannter wäre es freilich gewesen, wenn der Weg vom klassischen Kassenhersteller hin zu einem Anbieter digitaler Mehrwertdienste weniger kurvenreich verlaufen wäre. Aber es ist nun mal wie es ist, und die Schlagkraft von Corona auf Restaurants, Imbissbuden und Bars ist den Münsteranern nunmal nicht anzukreiden. Ebenso wenig wie die damit verbundenen Verzögerungen bei der in Deutschland gesetzlich initiierten Umstellung der Kassensysteme auf neue steuerliche Anforderungen.

Letztlich ist boersengefluester.de sogar fast ein wenig überrascht, dass mittlerweile bereits rund die Hälfte der Vectron-Kunden ihre Systeme umgerüstet haben. Nun: Anders wäre der Umsatzanstieg von rund zehn Prozent auf 27,77 Mio. Euro im vergangenen Jahr auch gar nicht darstellbar gewesen. Doch statt sich eine – wie ursprünglich erhofft – eine goldene Nase zu verdienen, weist Vectron auch für 2020 einen Fehlbetrag aus. 2,07 Mio. beträgt das Minus. Damit türmen sich die Verluste der vergangenen drei Jahre auf stattliche 7,33 Mio. Euro. Ursächlich für die neuerlich roten Zahlen sind auch weiterhin die enormen Investitionen in das digitalisierte Geschäftsmodell. Spiegelbildlich dazu hat sich allerdings auch der Anteil wiederkehrender Erlöse am Konzernumsatz durch digitale Services wie Payment, Reservierungen, Lieferdienste oder Treueprogramme 2020 von 4,7 auf 8,9 Prozent erhöht.

Vectron Systems  Kurs: 3,500 €

Inklusive der auf Bäckereien fokussierten Onlinemarketing-Tocher bonVito, die im laufenden Jahr mit Vectron verschmolzen werden soll, kletterte die Quote der wiederkehrenden Umsätze im ersten Quartal 2021 bereits auf 18,6 Prozent. „Der Anteil wird rapide größer. Das Thema kommt jetzt“, sagt Stümmler mit Blick auf die sprunghaft steigenden Zahl an bereits verkauften Digitalpaketen (myVectron). Entscheidend wird, wie die Kunden – neben der schieren Masse – ihre myVectron-Pakete künftig konfigurieren. Einfache Gleichung: Je mehr Zusatzfeatures wie DATEV-Anbindung oder auch Digitalbons, desto teurer. Im Extremfall werden die Bundles dann so geschnürt, dass es die Kasse quasi „umsonst“ gibt, sofern der Kunde das volle Digitalprogramm bucht.

Potenzielle und investierte Anleger sollten also genau schauen, wie sich die Höhe der wiederkehrenden Erlöse in den kommenden Quartalen entwickelt. Immerhin ist das der direkteste Gradmesser für den Erfolg des neuen Geschäftsmodells, denn wie sagt Thomas Stümmler auf der MKK so schön: „Die Sonne von gestern, wärmt heute nicht mehr.“ Losgelöst davon setzt das im Frankfurter Freiverkehrssegment Scale gelistete Unternehmen auch darauf, dass die staatlichen Corona-Subventionen den Gastronomen den nötigen finanziellen Handlungsspielraum geben, um etwa auch die Fiskalisierung ihrer Kassen umzusetzen. Am Ende geht Stümmler aber ohnehin davon aus, dass sich die Zahl der Restaurantionsbetriebe – selbst bei einer Pleitewelle in dem Sektor – auch künftig nicht groß ändern wird. Dafür ist die Nachfrage nach Speisen und Getränken auch außerhalb der eigenen Küche einfach zu konstant hoch.

Unterm Strich bleibt die Vectron-Aktie sicher ein Papier, über das man unterschiedlicher Meinung sein kann. Die jüngsten Zahlen zeigen für unseren Geschmack aber in die richtige Richtung. Und auch der Börsenwert von annähernd 100 Mio. Euro macht Mut, dass der Titel wieder stärker im Radar der institutionellen Anleger auftaucht.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Vectron Systems
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0KEXC 3,500 Halten 28,13
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
19,44 31,46 0,62 85,37
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,14 2,76 1,00 3,33
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 21.06.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
28.04.2022 31.08.2022 31.10.2022 29.04.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
2,85% -13,62% -50,98% -56,79%
    
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 33,72 32,38 24,83 25,17 27,77 38,23 25,90
EBITDA1,2 3,61 2,25 -0,45 -1,37 -2,19 4,71 -2,90
EBITDA-Marge3 10,71 6,95 -1,81 -5,44 -7,89 12,32 -11,20
EBIT1,4 3,08 1,74 -2,13 -1,76 -2,58 3,12 -1,35
EBIT-Marge5 9,13 5,37 -8,58 -6,99 -9,29 8,16 -5,21
Jahresüberschuss1 1,97 1,08 -3,88 -1,39 -2,07 2,44 -3,60
Netto-Marge6 5,84 3,34 -15,63 -5,52 -7,45 6,38 -13,90
Cashflow1,7 0,78 -1,46 -2,32 -2,51 -3,77 10,18 -4,00
Ergebnis je Aktie8 0,30 0,16 -0,58 -0,17 -0,26 0,30 -0,45
Dividende8 0,25 0,05 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: RSM
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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.