VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,99%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 7,16%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 6,85%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 5,19%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 5,12%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 4,77%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 3,63%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 3,62%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 3,26%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 2,92%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 2,83%
ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 2,62%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 2,61%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,55%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 2,44%
HYQ
Hypoport
Anteil der Short-Position: 1,90%
AT1
AROUNDTOWN EO-,01
Anteil der Short-Position: 1,69%
O2D
TELEFONICA DTLD HLDG
Anteil der Short-Position: 1,65%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 1,59%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 1,37%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 1,19%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,17%
PNE3
PNE Wind
Anteil der Short-Position: 0,50%

Vita 34: Das sind die nächsten Schritte

Überraschend kommt der jetzige Vorstoß um den Zusammenschluss von Vita 34 mit dem polnischen Wettbewerber Polski Bank Komórek Macierzystych (PBKM) nun wahrlich nicht. Im Grunde drehte es sich schon bei unseren jüngsten Beiträgen zu Vita 34, einem Spezialisten für die Einlagerung von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe, stets um genau dieses Thema (HIER). Nur was das genaue Timing anging, ließen sich die Gesellschaften nicht in die Karten schauen. Kein Wunder, angesichts der komplexen Transaktionsstruktur mit zwei börsennotierten Gesellschaften; davon eine in Frankfurt gelistet, die andere in Warschau, die auf dem europäischen Markt auch noch die Nummer 1 und 2 sind. Auf der jüngsten Bilanzkonferenz sprach Vita 34-CFO Falk Neukirch nur davon, dass die Prüfungen im ersten Halbjahr abgeschlossen sein sollten. So gesehen ist der Prozess sogar etwas weiter fortgeschritten als zu erwarten war. Organisatorisches Ziel ist es dabei, dass die neue Gruppe mit der – eigentlich deutlich kleineren – Vita 34 als börsennotierte Muttergesellschaft fungiert. Auch das nicht unbedingt eine Überraschung, da das Listing im Frankfurter Prime Standard aus Investorensicht einen Qualitätsvorteil gegenüber der Notiz in Polen darstellt.

Die gemeinsame Klammer für den Deal ist der auf beiden Seiten engagierte Großaktionär AOC, der den Zusammenschluss ausdrücklich befürwortet. Aber auch das Management will die sich bietenden Chancen unbedingt nutzen. „PBKM und Vita 34 ergänzen sich perfekt. Durch den Zusammenschluss vereinen wir zwei erfolgreiche Unternehmen zur führenden paneuropäischen Nabelschnurblutbank“, sagt Wolfgang Knirsch, CEO von Vita 34 AG. Zunächst einmal stehen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung von Vita 34 am 13. Juli 2021 umfangreiche Maßnahmen auf der Agenda.

Vita 34  Kurs: 8,140 €

Im ersten Schritt wird die aktuelle Aktienzahl von 4.145.959 Stück im Maximalfall um annähernd den Faktor vier auf bis zu 16.426.519 Anteilscheine erhöht. Sprich: Es werden bis zu 12.280.560 neue Vita 34-Aktien emittiert. Für Investoren der Leipziger ist das Bezugsrecht dabei ausgeschlossen. Sämtliche neuen Papiere dienen nämlich als Kaufpreiswährung, für die bis zu 9.446.585 Aktien von PBKM. Für jeden Titel, die ein PBKM-Anteilseigner einreicht, bekommt er also 1,30 neue Vita 34-Aktien. Etwas mehr als 60 Prozent davon entfallen allein auf AOC, die als Initiator Deals natürlich in vollem Umfang teilnehmen. Weitere knapp 6,6 Prozent gehen auf das Konto des Management-Teams der Polen. Ein Selbstgänger ist das Vorhaben damit aber noch nicht, nach jetzigem Stand wird es eine Mindestannahmequote von 95 Prozent geben, um das Vorhaben wirksam werden zu lassen.

Lohnenswert aus Investorensicht ist ein Blick in die Einladung zu außerordentlichen Hauptversammlung – auch wenn man als Vita 34-Aktionär zunächst einmal gar nicht aktiv werden kann/muss – übrigens schon deshalb, weil hier auch dezidierte Berechnungen zur Herleitung des gewählten Umtauschverhältnisses enthalten sind. Das komplette Bewertungsgutachten von Value Trust Financial Advisors finden Sie HIER. Demnach ergibt sich allein ein Wert des Eigenkapitals von 17,29 Euro je Vita-Aktie. Aktueller Kurs: 15,55 Euro. Beachtlich findet boersengefluester.de aber auch, dass selbst auf Basis des gegenwärtigen Aktienkurses eine Blutbank mit einem Börsenwert von deutlich mehr als 250 Mio. Euro entstehen würden – verglichen mit knapp 65 Mio. Euro Marktkapitalisierung für Vita 35 auf Einzelbasis. Schon allein aus diesem Grund hat die zusammengefasste Gesellschaft künftig ein ganz anderes Gewicht am Kapitalmarkt.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Vita 34
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0BL84 8,140 Halten 130,54
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
28,07 21,34 1,31 67,83
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,11 47,87 4,59 145,87
Dividende '22 in € Dividende '23e in € Div.-Rendite '23e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 29.06.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
31.05.2022 30.08.2022 22.11.2022 30.04.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
1,88% -21,02% -45,73% -51,83%
    
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 16,29 19,19 20,41 19,93 20,07 28,42 61,00
EBITDA1,2 2,29 1,85 4,72 5,43 5,34 0,81 -4,90
EBITDA-Marge3 14,06 9,64 23,13 27,25 26,61 2,85 -8,03
EBIT1,4 0,78 0,14 2,63 2,45 2,38 -3,07 -10,20
EBIT-Marge5 4,79 0,73 12,89 12,29 11,86 -10,80 -16,72
Jahresüberschuss1 0,62 -0,33 0,83 0,72 1,50 -3,93 -12,60
Netto-Marge6 3,81 -1,72 4,07 3,61 7,47 -13,83 -20,66
Cashflow1,7 2,29 1,53 4,60 6,32 3,98 2,73 -1,50
Ergebnis je Aktie8 0,14 -0,09 0,20 0,18 0,37 -0,63 -1,25
Dividende8 0,16 0,16 0,16 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: PricewaterhouseCoopers

Foto: Clipdealer

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.