MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 6,78%
SANT
S+T
Anteil der Short-Position: 6,12%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 4,14%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 3,58%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 3,38%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,26%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,54%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 2,26%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 2,24%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 2,20%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 2,07%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,90%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 1,87%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 1,79%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 1,62%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,46%
ENR
SIEMENS ENERGY
Anteil der Short-Position: 1,20%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 1,10%
FPE
FUCHS PETROLUB ST
Anteil der Short-Position: 0,80%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,59%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,59%
BAS
BASF
Anteil der Short-Position: 0,50%
M5Z
Manz Automation
Anteil der Short-Position: 0,46%

DFV Deutsche Familienversicherung: Blick nach vorn

Schlechter hätte das Börsenjahr 2021 für die DFV Deutsche Familienversicherung nun wirklich nicht anfangen können. Um knapp 133 Mio. Euro – das entspricht einem Minus von rund 40 Prozent – knickte die Marktkapitalisierung Anfang Januar ein, als das Unternehmen völlig überraschend den Ausstieg aus dem Careflex-Konsortium für die Chemiebranche einräumen musste (siehe dazu unseren Beitrag HIER). Klar, dass so ein Hammer vorerst das überlagernde Gesprächsthema bei den Investoren bleibt. Dabei zeigt sich CEO und Großaktionär Dr. Stefan Knoll jetzt – zur Vorlage der Eckdaten für 2020 und eines ersten Ausblicks – überrascht vom Ausmaß des Kursrutsches: „Wir waren davon ausgegangen, dass uns der Markt weniger abstraft.“ Insbesondere die neue Rolle als Rückversicherer innerhalb des Konstrukts mit einem Bestandszuwachs von insgesamt rund 40 Mio. Euro wurde nach Auffassung von Knoll bislang am Markt überhaupt nicht goutiert. Und er bleibt auch dabei, dass der Ausstieg „ärgerlich und im Ergebnis unbegründet“ ist. Letztlich sieht sich Knoll sogar als Opfer in der Gemengelage um Finanzaufsicht und Careflex-Konsortium.

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Formal ist das Kapitel für das Versicherungsunternehmen zwar abgehakt, trotzdem hat Knoll die Dramaturgie der vergangenen Monate auf der jetzigen Video-Konferenz nochmals minutiös nachgezeichnet. Und es braucht wohl keine prophetische Gabe um zu erahnen, dass das letzte Wort in dieser Sache vermutlich noch nicht gesprochen ist. Fakt ist allerdings auch, dass es für die DFV Deutsche Familienversicherung vermutlich auf Jahre keinen ähnlich konzipierten Deal auf Branchenebene geben wird. Freilich spielen hier auch übergeordnete Hemmnisse wie Corona oder Tarifverträge mit rein. „Wir bleiben da dran. Aber wenn überhaupt, konzentrieren wir uns eher auf einzelne Unternehmen“, sagt Knoll. Die Careflex-Ausgaben für IT, Beratung etc. taxieren die Frankfurter derweil auf rund 3,5 Mio. Euro für 2020. Gänzlich umsonst waren die Investitionen allerdings nicht, insbesondere die – zurzeit wenn auch überdimensionierte – IT-Infrastruktur ist ein wichtiger Baustein für die Umsetzung der künftigen Wachstumsinvestitionen. „Wir haben einen 10-Tonner bestellt und brauchen zurzeit nur einen 5-Tonner“, sagt Knoll in Anlehnung an gängige Lkw-Größen.

DFV Deutsche Familienversicherung  Kurs: 12,500 €

Für das zweite Quartal 2021 steht zunächst einmal der Start der schon länger angekündigten Europaexpansion auf der Agenda: Los geht es in Österreich mit vorerst einem Produkt. Als Testmarkt ist Österreich ideal, schon allein wegen der fehlenden sprachlichen Barriere. Eher unwahrscheinlich ist jedoch, dass die Deutsche Familienversicherung noch im laufenden Jahr die Präsenz in einem weiteren europäischen Land angeht. „Hierzu könnte es vermutlich frühestens im Dezember eine Ankündigungs-Pressemitteilung geben“, sagt Knoll. Ansonsten bleibt es bei der bisherigen Vorschau, wonach die im Prime Standard notierte Gesellschaft ab dem kommenden Jahr in die Gewinnzone vorstoßen will. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem operativen Verlust auf EBIT-Ebene von rund 4 Mio. Euro. Zum Vergleich: Für 2020 weist die DFV einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 9,95 Mio. Euro aus – was in der Mitte der avisierten Spanne von minus 9 bis minus 11 Mio. Euro liegt.

Weit mehr als diese Zahlen bewegt die Börse allerdings die Frage, wie lange es dauern wird, bis die Investoren wieder volles Vertrauen in das Unternehmen fassen. Erfahrungsgemäß dauert so etwas länger, als man vermuten möchte. Entsprechend ist es auch eher wahrscheinlich, dass sich der Aktienkurs nach dem Neujahrs-Crash noch eine Weile im Seitwärtsmodus befinden wird. Dabei ist die Aktie der DFV Deutsche Familienversicherung im Grunde super günstig, von der Bewertung des amerikanischen Insurtech-Pendants Lemonade ganz zu schweigen. Nur liefern müssen die Frankfurter eben auch in den kommenden Quartalen. Da wird auf die erschwerten Bedingungen durch Corona vermutlich wenig Rücksicht genommen. Die Kursziele der Analysten bewegen sich zurzeit zwischen 16 und 24 Euro. Im besten Fall entspricht das einem Potenzial von 50 Prozent.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
DFV Deutsche Familienversicherung
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A2NBVD 12,500 Kaufen 182,35
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
24,04 0,00 0,00 -173,61
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,14 12,47 1,17 75,41
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 25.05.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
18.05.2022 07.09.2022 17.11.2022 24.03.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
7,24% 6,10% 19,27% 10,42%
    
Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022e
Umsatzerlöse1 64,08 70,66 66,52 90,92 114,74 155,22 193,00
EBITDA1,2 2,02 2,12 -2,88 -2,71 -7,52 2,42 5,10
EBITDA-Marge3 3,15 3,00 -4,33 -2,98 -6,55 1,56 2,64
EBIT1,4 2,02 2,12 -4,10 -5,20 -10,56 -0,81 1,80
EBIT-Marge5 3,15 3,00 -6,16 -5,72 -9,20 -0,52 0,93
Jahresüberschuss1 1,70 1,48 -3,34 -2,10 -7,43 -1,70 0,70
Netto-Marge6 2,65 2,09 -5,02 -2,31 -6,48 -1,10 0,36
Cashflow1,7 14,78 16,62 6,63 14,33 17,67 14,62 18,00
Ergebnis je Aktie8 0,13 0,14 -0,25 -0,37 -0,53 -0,12 0,05
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Deloitte

Foto: Privat

Hinweis: Die Berichterstattung und Handlungseinschätzungen durch boersengefluester.de stellen keine Anlageempfehlungen und auch keine Empfehlung oder einen Vorschlag einer Anlagestrategie dar. Zwischen der DFV Deutsche Familienversicherung AG und boersengefluester.de besteht eine entgeltliche Vereinbarung zur Soft-Coverage der DFV-Aktie. Boersengefluester.de hält keine Beteiligung an der DFV Deutsche Familienversicherung AG. Boersengefluester.de nimmt Maßnahmen zur Vermeidung von Interessenkonflikten vor.
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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.